22.09.2020

Bianca Schneider im Interview

Bianca gehört zu den Mitgliedern von toMotion Racing by black tusk, die an ihrem Team eines ganz besonders schätzen: den wunderbaren Teamspirit und die Gemeinschaft untereinander. Sie ist ein Mensch, der sein Leben mit allen Sinnen lebt und dabei Freundschaft und Miteinander besonders genießt. Die selbständige Versicherungsfachfrau, die in dieser Newsletter-Ausgabe auch aktiv an unserem Titelthema „Sicherheit fürs Bike“ mitgearbeitet hat, wohnt in Allensbach direkt am Bodensee und pflegt viele unterschiedliche Hobbies und Interessen. Neben dem Mountainbiken fährt sie gerne Ski oder Wasserski, klettert, kocht oder steht auch mal auf dem SUP. Was Bianca an ihrer Arbeit besonders schätzt und welche Erlebnisse und Begegnungen beim Sport ihr besonders in Erinnerung geblieben sind, erfährst du in unserem Interview:

Hallo Bianca, bitte stelle dich kurz vor.

Hallo, ich bin Bianca Schneider, stolze 45 Jahre jung und wohne in Allensbach am wunderschönen Bodensee.

Wer gehört sonst noch zu deiner Familie?
Zu meiner Familie gehört meine liebste Mama und meine 2. Hälfte, Maria. Sie sind ein ganz wichtiger Teil in meinem Leben und geben mir unwahrscheinlich viel Halt, Glück und Zufriedenheit.

  

Welchen Beruf übst du aus? Was gefällt dir daran?
Ich bin seit 1993 in der Versicherungsbranche und seit 1998 als Versicherungsfachfrau für die AXA/DBV selbständig tätig. Unsere Generalagentur mit Familientradition besteht seit 1980. Genau darin besteht für mich die Freude und Begeisterung. Viele Kunden kennen mich seit meiner Kindheit und wurden schon von meinem Vater und meiner Mutter betreut. Traditionsübergreifend in der Beratung meinerseits, sowie im Kundenbereich, finde ich diesen wertschätzenden Umgang miteinander wunderschön und er erfüllt mich zugleich. Durch die vielfältigen Beratungsbereiche bei Firmenkunden, Privatkunden und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, sowie im Anlagenbereich, habe ich eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Mich begeistert die Nähe zum Kunden und die unterschiedlichen Beratungen und Hilfestellungen, welche ich dem Einzelnen mit auf den Weg geben kann. Am meisten freut es mich, wenn ich sehe und spüre, dass der Kunde zufrieden ist. Mein Ziel ist es, auf Dauer einen wertschätzenden Umgang und den Kontakt zum Kunden zu pflegen, und ihn zu unterstützen, wo ich kann.

Was bedeuten dir Sport im Allgemeinen und das Mountainbiken im Besonderen?
Sport ist für mich der Ausgleich zur Arbeit. Ich genieße die Bewegung draußen im Freien, die Ruhe, die Energie, welche sich dadurch in mir freisetzt, das besondere Wohlbefinden. Ich liebe es, am Berg zu sein. Z.B. mit den Wanderschuhen Schritt für Schritt alles um mich herum wahrzunehmen. Mit dem Mountainbike genieße ich den Flow, im Tritt zu sein. Bergauf in Gedanken zu verfallen und bergab die Verbundenheit zu spüren – es laufen zu lassen. Ich bin sehr vielfältig und liebe die Abwechslung. Daher fahre ich gelegentliche Wasserski, gehe einen Klettersteig, in das Fitness-Studio, Rennradfahren, Langlaufen, Schwimmen, etc. Im Winter liebe ich es, beim Skifahren die erste Spur in einen verschneiten Hang zu ziehen, eine Buckelpiste oder Hotline zu fahren.  

 

Fährst du Rennen und wenn ja, was sind deine Lieblingsrennen?
Mein Lieblingsrennen war zweimal der Hegau-Bike-Marathon mit Uwe. Dieser hat mir so richtig Spaß gemacht, ebenso wie unser gemeinsames Volksrennen auf dem Rennrad in der Schweiz, die Säntis Classic. Danke lieber Uwe, dass wir das gemeinsam erlebt haben.

 

Die Appenzeller Runde in der Schweiz hat mir durch ihre Vielfältigkeit der Bergpanoramen auch unwahrscheinlich gefallen. Das heißt, der Blick zum Säntis, auf die Schweizer Alpen und ihr Massiv. Oberhalb von Romanshorn mit einem Traum-Blick über den herrlichen Bodensee. Leider gibt es dieses Rennen nicht mehr. Drei Mal durfte ich das Bilderbuchrennen mitfahren, die unglaubliche Landschaft und regionalen Spezialitäten an den Verpflegungsstationen genießen. Es war ein wahrer Genuss. Ein Genuss-Rennen für all meine Sinne!

Gibt es für dich noch etwas anderes als Arbeit und Mountainbiken?
Ja, das gibt es. Wie schon erwähnt, habe ich neben meiner Arbeit und dem Mountainbiken noch mehrere andere Interessen. Ich versuche, jeden Tag und jede Minute zu leben. Das heißt, aus allem das Beste zu machen. Zeit mit Freunden zu genießen, fröhlich durch mein Leben zu gehen, meine Mitmenschen in dieser Positivität, Lebenseinstellung, Glückseligkeit mitzureißen.
Ich lese und bilde mich gerne weiter, liebe die Stille. Ich treffe gerne Freunde, genieße es, wenn wir gut essen gehen, koche unglaublich gerne zu zweit und fühle mich mit tiefsinnigen Gesprächen wohl.
Am meisten schätze ich die gemeinsame Zeit mit meiner Lebensgefährtin Maria.

Wie schaffst du es, dein Training mit Beruf und Familie bzw. Freunden in Einklang zu bringen?
Ich schaffe das, indem ich auf meinen Körper höre. Ich habe keine festen Trainingstage und bin flexibel. Je nachdem, was sich ergibt. Unter der Woche sportel ich ab und an auch einmal vor meiner Arbeit. Zurzeit ist es öfter so, dass ich nach der Arbeit entspannt am See sitze, die Zeit in Stille und Ruhe in mir wahrnehme, meinen Körper etwas herunterfahre und mit Freunden oder der Familie zusammen bin. Am Wochenende und an meinen freien Tagen liebe ich es, Tagesausflüge zu machen.

Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du und wie viele trainierst du?
Das ist bei mir ziemlich unterschiedlich und undefinierbar. Ich versuche die Waage zu halten, auf meinen Körper zu hören. Beruflich ebenso wie im sportlichen Bereich, um in meiner Mitte zu sein.
Im richtigen Maße alles zu tun.

Passt du deine Ernährung an deinen Sport an und worauf achtest du?
Ich habe eine sehr gesunde und ausgewogene Ernährung. Das heißt für mich, dass ich alles frisch koche und zubereite. Mich von viel Obst und Gemüse ernähre. Regional vom Erzeuger einkaufe und ca. 1x die Woche Fisch und 1x die Woche ein Rindersteak zu mir nehme.

Wie sieht ein typischer Tag unter der Woche bei dir aus?
Meist stehe ich um 6 Uhr auf, manchmal schon um 5 Uhr. Ich genieße entspannt eine Tasse Kaffee und einen frisch gemachten Obstsalat, frische Eier. Oft sitze ich dazu zuhause vorne am Wasser auf der Mauer und beobachte währenddessen, wie die Natur erwacht.
Danach arbeite ich ca. 8 bis 10 Stunden. Nach meiner Arbeit treffe ich mich mit Freunden zum Sport, plaudere gemütlich oder entspanne im Garten. Im Sommer auf dem SUP in den Sonnenuntergang – ein Traum, um abzuschalten und den Tag ausklingen zu lassen.

 

Welche Begegnung oder welches Erlebnis (beim Mountainbiken oder außerhalb des MTB-Sports) bleibt dir in schöner Erinnerung?
Das war für mich 2010 mein erster Alpencross. Ich war damals noch nie mehr als 1.200 hm am Stück bergauf gefahren. Die Anmeldung war wirklich eine große Überwindung für mich, da ich nicht wusste, ob ich das Ganze schaffe. Es waren elf Männer und ich auf der Tour. Was mich so sehr beeindruckt hat war, dass ich das jeden Tag mit Leichtigkeit geschafft habe. Es war und ist immer noch, wenn ich zurückdenke, ein Phänomen, wie ich das gepackt habe und wie mich diese Tour verändert hat. Es war für mich alles super beeindruckend. Wir fuhren vom Bodensee an den Comersee. 

Die zweite tolle Begegnung war, als ich mein allererstes MTB-Training absolvierte. So kam ich zugleich zu toMotion. Es war wahnsinnig aufregend und spannend mit Andrea und Claudia im Vinschgau. Ich konnte an diesen 2,5 Tagen so viel auf den Trails umsetzen und lernen. Seitdem bin ich beim Downhillen noch mehr im Flow und spüre diese Verbundenheit ganz intensiv.
Danke euch beiden. Ihr seid großartig.

Das Allergrößte war für mich, als ich im Februar 2010 meinen Traum vom Heliskiing in Kanada verwirklicht habe. Es war unglaublich. Der Pulverschnee, die Abfahrten, das Gefühl, eins mit dem Berg zu sein. Ich konnte auf 96 Flügen und 96 Abfahrten an 6 Tagen etwas erleben und spüren, was unbeschreiblich ist. Wir hatten damals mit dem Wetter und dem Schnee unglaublich viel Glück. Besser hätte es nicht sein können. Auch die beeindruckenden Berglandschaften mit ihren unglaublichen Gletschern. Es war abgefahren, ein pures Glücksgefühl in mir.

 

Woran erinnerst du dich in der vergangenen Saison besonders gern?
Ich erinnere mich gerne an die vielen unglaublich schönen gemeinsamen Biketage mit meinem Schatz. Wir haben großartige Touren in den Bergen gemacht. Es ist einfach schön, die Dinge zu zweit zu teilen und zu genießen, welche einen ausmachen.

Welche Ziele hast du dir für die – doch etwas außergewöhnliche - Saison 2020 gesetzt?
Im Jahr 2020 habe ich kein direktes Ziel vor Augen. Dieses ungewöhnliche Jahr hat mich zu etwas Außergewöhnlichen geführt, nämlich zu einem E-Bike. Wir sind schon viele beeindruckende lange und Mehrtagestouren damit gefahren. Es macht richtig Spaß und hat einen wirklich großartigen Effekt für mich. Ich sitze grinsend auf dem Fahrrad und denke bei den bisherigen Schiebepassagen für mich, wie lässig es ist, nun entspannt und lachend den Berg hochzufahren. Einfach großartig.

 

 

 

 

 

 


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