01.10.2019

Dreimal Podium und mehrere Top-Ten-Platzierungen für toMotion Racing by black tusk

Am vergangenen Wochenende waren Teammitglieder des Lindauer Mountainbike-Rennstalls bei fünf verschiedenen Rennen am Start. Sven Schmid wurde beim Enduro-Rennen der Bewegungswelten Arnstadt am Samstag Fünfter, am folgenden Tag fuhr er beim Marathon mit Rang zwei aufs Podium. Beim Ilztal Kini erkämpfte sich Dennis Hussner Platz drei seiner Alterskategorie. Gabi Scheu wurde beim Wäldercup Trail Hype in Titisee-Neustadt Dritte. Beim Dünsberg Bike Marathon in Biebertal hatten sowohl Simon Hahn als auch Christian Schaaf Pech: den einen kostete ein technischer Defekt, den anderen eine falsche Abzweigung einen Platz auf dem Treppchen. Thomas Schrank bestritt sein Rennen beim Kraichgauman Cross Duathlon nicht nur auf dem Mountainbike, sondern auch zu Fuß und freute sich am Ende über Rang fünf.

Es war ein sportliches Wochenende für Sven Schmid im thüringischen Arnstadt. Bei den Bewegungswelten standen am Samstag das Enduro-Rennen und ein Eliminator-Sprintrennen an, am Sonntag folgte der Mountainbike-Marathon. Der junge TNT-Fahrer nahm an allen drei Rennen teil und belegte zunächst beim Enduro-Rennen Rang fünf der Herren-Wertungsklasse. Beim Sprintrennen am Abend schied er als Zweiter des ersten Heats früh aus. Beim Marathonrennen am Sonntag entschied sich Schmid für die Mitteldistanz mit 33 Kilometern. „Ich konnte gut mein Tempo finden und hatte immer wieder eine Gruppe. Durch einen Stock im Schaltwerk musste ich zwischenzeitlich leider abreißen lassen“, erinnert er sich. Trotz schwerer Beine erkämpfte er sich auf der schönen Strecke durch den Thüringer Wald mit Rang zwei einen Platz auf dem Podium.

 

Beim Mesa Parts Trail Hype in Titisee-Neustadt lockte der Veranstalter mit einem Trailanteil von 60 %. Beim Start an der Hochfirstschanze im Schwarzwald war das schwarz-cyanfarbene Trikot von toMotion Racing by black tusk auf allen drei Distanzen vertreten. Marcel Scheu, der aufgrund seines Alters nur die 20-Kilometer-Strecke in Angriff nehmen durfte, war an einem entscheidenden Abzweig so schnell, dass er ein Schild übersah und falsch abbog. Der Umweg kostete ihn rund zehn Minuten und bescherte ihm Rang 19 im U17-Lizenz-Feld. Deutlich besser lief das Rennen für seine Mutter Gabi auf der 30-Kilometer-Distanz. Obwohl die trailreiche Strecke viel Kraft kostete, erkämpfte sie sich überraschend Platz drei bei den Masters3-Damen. Auf der Langstrecke bewältigte Thore Perske zwei Runden à 30 Kilometer und freute sich am Ende mit Platz sieben seiner Alterskategorie über eine Top-Ten-Platzierung bei seinem letzten Saisonrennen. Viel Spaß auf den Trails der Langstrecke hatte auch Christian Ludewig, der bei diesem Rennen Rang 17 der Elite Herren Kategorie belegte.

 

Dennis Hussner entschied sich am Sonntagnachmittag gegen einen Besuch in der Eisdiele und nahm stattdessen am Ilztal Kini im bayerischen Hutthurm teil. „Der wenig anspruchsvolle Kurs war wellig mit zwei kurzen Anstiegen, die Herausforderung war dabei das hohe Tempo“, beschreibt er die rund vier Kilometer lange Strecke, auf der er sechs Runden zu bewältigen hatte. Die ersten beiden Runden ging er schnell an, musste das Tempo später jedoch etwas drosseln und beschränkte sich in der zweiten Rennhälfte darauf, Platz drei der Masters-Kategorie zu festigen und sicher ins Ziel zu bringen.

Beim Dünsberg Marathon im hessischen Biebertal hatten gleich zwei toMotion-Teammitglieder beste Aussichten auf einen Podestplatz. Auf der Mitteldistanz über 56 Kilometer und 1370 Höhenmeter fand Simon Hahn gut ins Rennen und fuhr lange Zeit souverän vorne mit. Ein platter Reifen bei Kilometer 40 kostete ihn dann jedoch rund dreieinhalb Minuten Zeit und den Anschluss an seine Gruppe. So blieb ihm am Ende der undankbare vierte Platz mit weniger als zwei Minuten Rückstand auf Platz zwei. Ähnlich erging es seinem Teamkollegen Christian Schaaf. Er fühlte sich gut und das Rennen lief für ihn zunächst perfekt. Kurz vor dem Ziel fuhr er mit Vollgas an der Spitze einer Dreiergruppe auf eine Streckenteilung zu, wo er in Unkenntnis der Strecke falsch abbog. Das kostete ihn entscheidende Sekunden, so dass er sich mit nur fünf Sekunden Rückstand aufs Altersklassen-Podium mit Platz fünf zufrieden geben musste.  „Eigentlich ja ein tolles Ergebnis, aber unter diesen Umständen eben nicht“, kommentierte er frustriert.

Thomas Schrank nahm an diesem Wochenende bereits zum zweiten Mal am Kraichgauman Cross Duathlon in Östringen teil. Dort waren nach sieben Kilometern Trailrunning 25 Kilometer auf dem Mountainbike zu bewältigen, bevor das Rennen mit einem zweiten, dreieinhalb Kilometern langen Lauf beendet wurde. Schrank ging den ersten Lauf hart an und wechselte dann auf die Radstrecke, wo er sich im Verlauf des Rennens ständig steigern konnte. „Im zweiten Laufabschnitt war dann jedoch der Ofen für mich aus, starke Rückenschmerzen und Atemnot machten die Lauferei zur reinen Qual“, erinnert er sich. „Irgendwie rettete ich mich halbtot ins Ziel und bin ich mit dem fünften Platz meiner Altersklasse zufrieden.“

 

 

Ergebnisübersicht:

Bewegungswelten Marathon, Arnstadt

Enduro (30 km, 850 hm)

5. Platz Herren                  Sven Schmid

Marathon (33 km, 770 hm)

2. Platz Herren                  Sven Schmid (1:43:10)

 

Mesa Parts Trail Hype, Titisee-Neustadt

(60 km, 2000 hm)

7. Platz HKL m                   Thore Perske (4:14:59)
17. Platz Elite m                 Christian Ludewig (3:41:04)

(30 km, 1000 hm)

3. Platz Master3 w             Gabi Scheu (2:44:33)
13. Platz Elite m David Klaiss (1:50:29)

(20 km, 590 hm)

19. Platz U17 Liz                Marcel Scheu (1:14:34)

 

Dünsberg MTB Marathon, Biebertal

Mitteldistanz (56 km, 1370 hm)

4. Platz Herren                  Simon Hahn (2:24:20)
5. Platz Sen2                    Chris Schaaf (2:40:56)

 

Ilztal Kini, Hutthurm (25 km, 450 hm)

3. Platz Masters                Dennis Hussner (0:56:58)

 

Kraichgauman Cross Duathlon, Östringen (7 km Trailrunning, 25 km MTB, 3,5 km Trailrunning)

5. Platz AK                        Thomas Schrank (1:51:55)

 

Original-Rennberichte:

Sven Schmid, 2. Platz Herren beim Bewegungswelten-Marathon in Arnstadt:

Enduro-Rennen (30 km, 850 hm): Ich konnte bei meinem zweiten Enduro-Rennen in Arnstadt einen guten 11. Platz machen bei 152 Startern. Mit einem Rückstand von 34 Sekunden auf 11 km gezeiteter Strecke kann ich zufrieden sein, zumal ich auch keine Ortskenntnisse hatte. Bei Stage 1, die jeder vorher besichtigen konnte und durch die Stadt und verschiedene Hindernisse ging, konnte ich souverän die schnellste Zeit fahren. Durch den Regen waren es doch schwierige Verhältnisse auf Stage 5 und 6. Doch ich hatte das Bike trotzdem noch gut im Griff. Ein erfolgreiches Rennen, welches ich für nächstes Jahr sicher wieder einplane.

Eliminator (1,6 km): Am Abend nach meinem Enduro-Rennen konnte ich mich bei einer Runde in der Altstadt auf Platz 5 von 18 qualifizieren, musste aber nach dem ersten Heat über 2 Runden aufhören, da ich 2 Meter hinter dem 2. ins Ziel kam. Schade.“

Marathon (33 km, 770 hm): Beim 3. Rennen des Wochenendes hatte ich nicht mehr ganz so frische Beine, doch startete ich zuversichtlich auf die 36 km. Ich kannte schon einige Teile der Strecke durch das Enduro-Rennen am Tag zuvor. Es ging hauptsächlich durch den Wald, über Trails und über die Wiese, was wirklich Spaß machte. Ich konnte gut mein Tempo finden und hatte immer wieder eine Gruppe. Durch einen Stock im Schaltwerk musste ich zwischenzeitlich leider abreißen lassen. Nach km 25 und einigen steilen Rampen spürte ich doch die Belastung der letzten Tage in den Beinen. Somit musste ich gegen Ende doch etwas nachlassen, konnte aber noch einen guten 2. Platz bei den Herren und einen 13. Gesamtrang einfahren.“

Thore Perske, 7. Platz HKL m beim Mesa Parts Trail Hype in Titisee Neustadt, 60 km:

„Am letzten September-Wochenende stand zum Abschluss der Rennsaison der Mesa Parts Trail Hype auf dem Programm. Das Wetter spielte mit und so konnten wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen an den Start gehen. Wir hatten uns kein Ziel gesetzt, sondern wollten einfach die schöne Strecke mit vielen Singletrails genießen. Da man sich dieses Jahr nicht während des Rennens für eine oder zwei Runden entscheiden konnte, haben wir uns für zwei Runden angemeldet und wollten dann schauen, wie es läuft. Die erste Runde fuhren wir zusammen, jedoch merkte Maurice, dass es nicht so gut läuft und entschied sich nach der ersten Runde auszusteigen. So ging ich alleine in die zweite Runde und versuchte nochmal, die Zeit aus der ersten Runde zu verbessern. Dies gelang mir und somit bin ich sehr zufrieden mit dem letzten Rennen der Saison.“

Christian Ludewig, 17. Platz Elite m beim Wäldercup Trail Hype in Titisee Neustadt, 60 km:

„Das vorletzte Rennen stand auf dem Plan. Bereits 2018 stand ich beim Trail Hype am Start und genoss damals die tollen Trails. Erst im Anschluss habe ich gemerkt, wie krank ich eigentlich war und wollte dieses Jahr auf der 60 km Distanz einen neuen Versuch starten. Bei Sahnewetter ging es an den Start und auf die erste Runde. Ich kannte die Strecke ja bereits vom Vorjahr und wusste wie diese sich zieht und Kräfte zehrt. Somit bin ich von Beginn an mein Ding gefahren. Soweit lief es echt gut. Etwas Probleme hatte ich bei den langen Anstiegen mit meinem Rücken. Im Trail war dann mit dem Müsing Petrol 2C Fully meine Zeit. Sattelstütze runter und ab ging die Fahrt. Das hat Spaß gemacht und ich habe es genossen. Auf Runde zwei bin ich es dann doch auch etwas gemütlich angegangen. Klar, die Beine waren auch schon etwas kaputt und ich hab dann doch auch mal eine kurze Pause am Aussichtspunkt und Fotospot eingelegt, zum Trinken und etwas Essen. Dann ging es wieder in die Abfahrt und die letzten 8 km ziehen sich nochmal richtig hart. Aber im Ziel angekommen, war ich schon auch glücklich und hab noch ein kurzes Interview mit Alfons Benz gegeben bzgl. der Bundesliga und DM 2020 in Freudenstadt. Ein toller Tag mit viel Spaß auf tollen Trails rund um Titisee-Neustadt und die Hochfirstschanze. Also ein richtiger Trail-Hype ;-)“

Gabi Scheu, 3. Platz Seniorinnen 3 beim Wäldercup Trail Hype in Titisee Neustadt, 30 km:

„Zum ersten Mal bei spätsommerlichen Temperaturen fuhr ich beim Mesa Parts Trail Hype in Titisee-Neustadt mit, der erst zum 2. Mal ausgetragen wurde. Wir sind schon samstags angereist, um auch noch die Rennen der Bundesliga Elite-Damen und Herren anzuschauen. Beim Trail Hype gibt es 3 Streckenlängen: 20 km mit 600 hm, 30 km mit 1100 hm und 60 km mit 2200 hm. Versprochen wurde war ein 60 %-iger Trailanteil, und das war auch so :-). Trails vom Feinsten, viel flowig mit ab und zu kurzen Wurzelpassagen, teilweise noch ein bisschen rutschig vom Regen am Tag davor, aber alles fahrbar. Vom Start  an der Hochfirstschanze ging‘s kurz hoch und dann flach bis zum ersten langen Anstieg. Es lief bergauf richtig gut und ich erkannte dann unterwegs einige Trails , die ich schon auf einer Etappe vom Rothaus Bike Giro gefahren bin. Bergab verlor ich dann etwas, da ich immer noch ein bisschen gehandicapt bin mit meinem Daumen und ich wollte keinen Sturz riskieren. Nach einigen Trails folgte dann der nächste lange Anstieg zum Hochfirst auf 1200 Meter mit super Ausblick zum Titisee runter. Anhalten wollte ich nicht, aber einen Blick über die Schulter hab ich riskiert :-). Hier fotografiert auch Sportograf! Danach dann Trails bis zum Abwinken. Gegen Ende verfluchte ich dann jeden kleinen Anstieg, da so viele Trails auch bergauf führten und dann doch irgendwann an der Kraft zehren... Außerdem waren 1000 hm angegeben, im Ziel waren es dann aber doch 1100 hm. Ich war dann froh, als der Zielanstieg im Auslauf der Hochfirstschanze vor mir auftauchte und dann sehr überrascht, als der Sprecher mich als 3. meiner AK ausrief. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, mich aber umso mehr gefreut!  Es war auch toll, dass wir vor und nach dem Rennen noch einige andere Teammitglieder getroffen haben, es hat riesigen Spaß gemacht. Tolle Veranstaltung :-) So, nun erholen und am 13.10. dann das letzte Rennen, der Lautertaler Bikemarathon , quasi unser "Heimrennen".“

David Klaiss, 13. Platz Elite m beim Wäldercup Trail Hype in Titisee Neustadt, 30 km:

„Ich stand im hinteren Lizenzblock. Gleich nach dem Start kam ich gut weg und kam den ersten Berg zügig hoch. Den Trail runter verlor ich allerdings einiges an Zeit. Ich konnte zwar am Berg wieder etwas rausfahren aber im Trail hatte ich heute meine Probleme. Bei der Hälfte bekam ich leichte Schmerzen im Knie, konnte aber noch weiterfahren. Die Schmerzen gingen nach einer Weile wieder weg. Danach lief es richtig gut und ich kam schnell voran. Nur bergab machte ich langsam, ich war einfach noch nicht so fit (Sturz bei der DM). Das Rennen machte durch die viele Trails richtig Spaß.“

Marcel Scheu, 19. Platz U17 Liz beim Wäldercup Trail Hype in Titisee Neustadt, 20 km:

„Bei strahlendem Sonnenschein stand ich in Titisee-Neustadt beim Lizenz- Bundesliga-Rennen Kategorie U17 am Start, das auf der Mesa Parts Trail Hype-Strecke zum ersten Mal ausgetragen wurde. Leider kannte ich die Strecke daher auch nicht. Nach dem Start am Auslauf der Skisprungschanze um 11 Uhr ging‘s los auf die 20 km und 600 hm. Ich kam aus der 2. Startreihe sehr gut weg und konnte die ersten 3 km mit der Spitze mithalten. Nach der Hälfte des 400 hm langen Anstiegs musste ich dann leider abreißen lassen und fuhr dann erst mal alleine durch die coolen Trails, die Fahrer an der Spitze waren aber immer in Sichtweite. Da sich meine 20 km-Strecke jedoch immer wieder mit der 30 km-Strecke kreuzte, fuhr ich an einem entscheidenden Abzweig bergab und las das Schild nicht rechtzeitig. Dazu kam noch, dass der Streckenposten mich auf die falsche Strecke schickte... So fuhr ich leider 2,5 km und 130 hm zu viel, bis ich es gemerkt habe. Echt schade, da ich mich richtig ausbelasten konnte und richtig gut drauf war… So wurde ich 19. Durch den Fehler hab ich bestimmt 10 Minuten verloren. Mit meiner Leistung war ich aber mehr als zufrieden :-) Es ärgert einen halt dann hinterher schon sehr. Als Verbesserungsvorschlag fürs nächste Jahr wären unterschiedlich gefärbte Startnummern für die jeweiligen Strecken, dann würden solche Fehler nicht passieren. Ansonsten ist es eine super Veranstaltung mit mega vielen Trails, die richtig Spaß machen!“

Simon Hahn, 4. Platz Herren beim Dünsberg MTB Marathon in Biebertal, Mitteldistanz:

„Am Sonntag ging es bei noch relativ warmen und trockenen Bedingungen zum Dünsberg Marathon. Ich kannte das Rennen schon vom Vorjahr und freute mich auf eine coole Strecke mit ein paar spaßigen, flowigen Downhills.  Wie fast immer zum Ende der Saison werden die Veranstaltungen etwas kleiner und entspannter, jedoch ist das Fahrerfeld an der Spitze weiterhin so stark wie am Beginn der Saison. Schon von Beginn an fühlte ich mich sehr gut, ich konnte mich vorne einreihen und mit viel Druck, jedoch sehr kontrolliert durchfahren.  Im gesamten Rennverlauf befand ich mich sicher in den Top 5 sowie auf einem Podiumsplatz der Elite. Dies änderte sich leider etwas, nachdem ich ca. bei Kilometer 40 einen Platten hatte, der nicht mehr abgedichtet werden konnte.  Dank Maxalami konnte ich das Loch noch relativ schnell flicken und musste keinen Schlauch einziehen, trotzdem verlor ich ca. 3,5 Minuten und dadurch auch den Anschluss zur restlichen Gruppe.  Ich konnte später noch gut Druck machen und ein paar Fahrer, die mich bei meinem Boxenstopp überholt hatten einholen, jedoch war das Podium weg und ich landete schließlich auf dem 4. Platz der Elite. Auch wenn trotz der Pause nur 2 Minuten Rückstand zum 2. sehr ärgerlich sind, bin ich mit dem Rennen und seinem Verlauf super zufrieden, da ich meine Form nach ein paar durchwachsenen Wochen endlich noch einmal richtig abrufen konnte. Nächste Woche, am 6.10.19, gibt es noch eine neue Chance, bevor dann die wohlverdiente Saisonpause ansteht!“

Chris Schaaf, 5. Platz Senioren 2 beim Dünsberg MTB Marathon in Biebertal, Mitteldistanz:

„Ein fast perfektes Rennen und (m)eine Gemeinsamkeit mit Magdalena Neuner

Die ganze Woche schon Regen in Biebertal, für Sonntag ebenfalls Regen gemeldet. Dabei wollte ich dieses Wochenende doch beim Dünsberg Marathon starten. Am Donnerstag ändert sich dann der Wetterbericht und die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich in der Wetter-App. Hoffnung. Und es sollte klappen... zumindest mit dem Wetter.

Also früh am Morgen ab auf die Autobahn Richtung Norden. Das Wetter hält, was die App versprochen hat. Nachmeldeformular ausgefüllt und ab auf's Bike zum Einfahren. Irgendwie fühlt sich heute alles gut an, die Beine, der Kopf, das Bike, die Reifen. Also ab in den Startblock der Mitteldistanz, 56 km und 1370 hm. Das Rennen läuft super, alle meine Pläne gehen super auf und ich glaube, ganz gut dabei zu sein. Aber man weiß es ja halt doch nie genau, wo man sich im Feld so tummelt.

Die letzten Kilometer vor dem Ziel sind flach. Genau mein Ding und ich kann noch ein paar Fahrer einsammeln, bevor es dann mit Vollgas und an der Spitze einer Dreiergruppe Richtung Ziel geht. Ich kenne die Strecke nicht und muss auf die Beschilderung bzw. Streckenposten hoffen. Wir fahren mit hohem Tempo auf eine Gabelung und Streckenteilung zu. Die Schilder kann ich, rabenschwarz wie ich bin, nicht mehr schnell genug lesen und der Streckenposten scheint mit der heranrasenden Meute überfordert. Ich entscheide mich instinktiv für links, meine Mitstreiter hinter mir kennen die Strecke und biegen rechts ab. Bäng, ich erwache aus meinem Rausch, verpasse das Podium (AK) um fünf Sekunden und lande auf Platz 5. Eigentlich ja ein tolles Ergebnis, aber unter diesen Umständen eben nicht.

Tatsächlich musste ich spontan an Magdalena Neuner denken, die beim Biathlon Weltcup 2012 in Nove Mesto deutlich in Führung liegend auf die falschen Scheiben schoss und dadurch den Sieg verschenkte. Aha, so fühlt sich das also an. Blöd.“

Dennis Hussner, 3. Platz Masters beim Ilztal Kini in Hutthurm:

„Während andere Sonntagnachmittag eventuell zur Eisdiele laufen, fuhr ich den Ilztal Kini bei Passau unter bester Herbstsonne. Der wenig anspruchsvolle Kurs war wellig mit 2 kurzen Anstiegen, die Herausforderung war dabei das hohe Tempo. Nach dem Start sortierte ich mich in die Spitzengruppe, jedoch platzte das ganze vor Ablauf der ersten Zieldurchfahrt. In der zweiten Runde versuchte ich den Abstand nach vorne zu halten, doch dabei überzog ich vollkommen. Ab der dritten Runde konzentrierte ich mich auf die Regulierung meines Kreislaufs und meiner direkten Konkurrenz in der Masters-Klasse. In der zweiten Rennhälfte passierte dann nicht mehr viel, Position 3 gefestigt und sicher ins Ziel gebracht. Im Ziel wurde  nachträglich an meiner Klasseneinteilung gefeilt (ja, ich fahre bei den Masters), dann gab es noch eine Siegerehrung mit anschließender Bratwurst auf Nudelsalat. Hat gepasst!“

Thomas Schrank, 5. Platz AK30 m beim Kraichgauman Cross Duathlon in Östringen:

„Kraichgauman Cross Duathlon 2019: 7 km Trailrunning, 25 km MTB und nochmals 3,5 km Trailrunning.

Ich wusste vom Vorjahr, dass ich gleich vom Start weg vorne mitlaufen muss, um auf den Trails nicht ausgebremst zu werden. So bin ich den ersten Lauf mit einem Durchschnittspuls von 180 bpm ( bei 185 HFmax) hart angegangen und konnte mit 29 min meine letztjährige Zeit leicht unterbieten. Der Wechsel aufs Rad verlief ohne Probleme, dank meiner niedrigen Startnummer (NR. 6) war mein Bike direkt beim Eingang der Wechselzone. Auf dem Bike hatte ich Schwierigkeiten, meinen Rhythmus zu finden, konnte mich dann jedoch bis zum Schluss ständig steigern. Der Kurs war sehr abwechslungsreich, das Auf und Ab zwischen Erschöpfung und Konzentration auf den kurvigen Trails zeichnet die Veranstaltung aus. Hotspot war wie jedes Jahr die Tongrube,:dieses Jahr als Grand Canyon hergerichtet, musste rutschiger Splitt in Kombination mit tiefen Wasserlöchern durchquert werden. Nach dem erneuten Wechsel in die Laufschuhe musste nochmals ein Run mit 3,5 km absolviert werden. Hier war jedoch der Ofen für mich aus, starke Rückenschmerzen und Atemnot machten die Lauferei zur reinen Qual. Irgendwie halbtot ins Ziel gerettet, bin ich mit der Platzierung im vorderen Bereich zufrieden."


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