09.04.2019

Erste toMotion-Rennerfolge in der Saison 2019

Nach den Rennen des vergangenen Wochenendes hat der Lindauer Rennstall toMotion Racing by black tusk die ersten Podiumsplatzierungen der Saison 2019 zu vermelden. Danièle Troesch trotzte bei einem Straßenrennen im französischen Peronnas mehr als vier Stunden lang dem Regen und überquerte als erste Dame die Ziellinie. Für Ben Cloudt begann im niedersächsischen Hellental die Saison 2019 so, wie die letzte Saison geendet hatte: mit einem Altersklassen-Sieg. Auch Niklas Gathof schaffte beim Allgäu-Oberschwaben-Cross in Bad Waldsee den Sprung aufs Podium.

Der Himmel hing tief über Peronnas nahe Lyon, als die Teilnehmer des Straßenmarathons „La Bisou“ am Start der 141 Kilometer langen, mit 1950 Höhenmetern gespickten Strecke standen. Unter ihnen Danièle Troesch, die ihren zweiten Rennrad-Marathon der Saison bestritt. Trotz des schlechten Wetters war die sympathische Französin schnell unterwegs und überquerte nach 4 Stunden 17 Minuten als erste Dame die Ziellinie. „Da es den ganzen Tag nur geregnet hat, war ich mit meiner Zeit ganz zufrieden. Ich habe nur sechs Minuten mehr gebraucht als im vergangenen Jahr, wo das Wetter ideal war“, kommentierte sie ihren Sieg.

Auch Ben Cloudt, der im vergangenen Herbst zum Team toMotion Racing by black tusk gestoßen war, erlebte im niedersächsischen Hellental einen gelungenen Saisonauftakt. Der erfolgsverwöhnte 17-Jährige, der in der vergangenen Saison bei fast jedem Rennen auf dem Podium gestanden hatte, positionierte sich beim Warm-Up Marathon zunächst auf einer der vorderen Positionen. Da das Teilnehmerfeld fast nur aus Erwachsenen bestand, konnte er das Tempo der Führungsgruppe jedoch nur bis zur Hälfte des 32 Kilometer langen Rennens mitgehen. Den Rest des Rennens bestritt er gemeinsam mit einem jungen Fahrer aus dem Team des Veranstalters und wechselte sich mit ihm bei der Führungsarbeit ab. Nach 1:34 Stunden konnte Cloudt einen weiteren Altersklassensieg sowie Rang 14 im Gesamtklassement für sich verbuchen.

 

Ein weiterer Neuzugang von toMotion Racing, Niklas Gathof, sorgte für die dritte toMotion-Podiumsplatzierung an diesem Wochenende. Für den Schüler aus Amtzell war der Allgäu-Oberschwaben-Cross in Haisterkirch, einem Ortsteil von Bad Waldsee, fast ein Heimrennen. Das Rennen ist Teil einer neuen Nachwuchsserie in Oberschwaben und diente dem 15-Jährigen als Vorbereitung für den am kommenden Sonntag stattfindenden Frühjahrsmarathon in Münsingen. Mit den technischen Trails von Bad Waldsee kam der junge toMotion-Fahrer gut zurecht, so dass er sich am Ende über Platz drei der stark besetzten U17-Kategorie freuen konnte.

Dem 15-jährigen Marcel Scheu, der sich spontan für einen Start beim MPDV-Cup in Untermünkheim entschieden hatte, saßen die Anstrengungen eines Leistungstests am vergangenen Donnerstag noch in den Knochen. Das stark besetzte Cross-Country-Rennen war ein reines Lizenz-Rennen, an dem auch einige Nationalkader-Fahrer teilnahmen. Es wurde über sechs Runden à 2,5 Kilometer und 75 Höhenmeter ausgetragen. „Ab der dritten Runde lief es immer besser, sodass ich in der sechsten und letzten Runde meine schnellste Zeit fuhr“, erinnert er sich. „Nächstes Mal werde ich mich länger warmfahren. Da muss ich mich im Vergleich zu den Marathons noch umstellen.“. Mit einer Zeit von 0.53:58 kam Scheu auf Platz 14 seiner Altersklasse U17 ins Ziel.   

 

David Gerstmayer bestritt am vergangenen Sonntag einen weiteren Straßenmarathon, dieses Mal in Deutschland. Beim Schwarzbräupreis in Zusmarshausen standen für ihn 108 Kilometer und 900 Höhenmeter auf dem Programm. Rennentscheidend war der Hauptanstieg mit fast 100 hm und teils 15-prozentiger Steigung. Gegen Ende des Rennens sah sich Gerstmayer zum ersten Mal in seinem Leben mit einem Massensprint konfrontiert. Seinen Schlusssprint setzte er zu früh an, so dass ihm auf den letzten 100 Metern an einem kurzen Anstieg das Laktat in die Beine schoss und er noch mehrere Plätze verlor. Mit Rang 20 im Gesamtklassement war er dennoch mehr als zufrieden.

 

Ergebnisübersicht:

Straßenmarathon „La Bisou“ in Peronnas, Frankreich (141 km, 1950 hm)

1. Platz Gesamt Damen                 Danièle Troesch (4:17)

Warm-up Marathon Hellental (32 km, 800 hm)

1. Platz U19                                  Ben Cloudt (1:34:24)

Allgäu-Oberschwaben Cross, Bad Waldsee (7,5 km, 150 hm)

3. Platz U17                                  Niklas Gathof (0:20:29)

MPDV-Cup Untermünkheim (15 km, 430 hm)

14. Platz U17 Liz                           Marcel Scheu (0:53:58.6)

Schwarzbräu-Straßenpreis, Zusmarshausen (108 km, 900 hm)

20. Platz Gesamt                          David Gerstmayer (2:38:50)

 

Original-Rennberichte:

Danièle Troesch, 1. Platz Gesamt Damen beim Straßenmarathon „La Bisou“ in Peronnas, Frankreich:

„Am Sonntag habe ich in Peronnas an meinem zweiten Rennrad-Marathon der Saison teilgenommen: 141 km, 1950 Höhenmeter. Dafür habe ich 4 Stunden 17 min gebraucht. Da es den ganzen Tag nur geregnet hat, war ich mit meiner Zeit ganz zufrieden. Ich habe nur 6 min mehr gebraucht als letztes Jahr, wo das Wetter ideal war. Ich bin als 1. Dame ins Ziel gekommen.“

Ben Cloudt, 1. Platz U19 beim Warm-Up Marathon in Hellental:

„Ich habe schon seit Wochen auf mein erstes Rennen für dieses Jahr gewartet und am vergangenen Wochenende war es dann endlich soweit, so dass ich beim 12. Warm-Up Marathon in Hellental (Niedersachsen) starten konnte. Da ich keinen Meter der Strecke kannte, wusste ich nicht, was mich erwarten würde.

Nach dem Start wartete  ein Berg auf das Fahrerfeld. Ich wusste, dass der Berg sich etwas streckte, aber dass der erste Anstieg doch so lang war, habe ich nicht erwartet und hatte einiges dafür gegeben, um mich vorne zu positionieren. Dies hat auch gut geklappt, sodass ich mit den ersten zehn Fahrern in die erste Abwärtspassage gehen konnte. Da das gesamte Fahrerfeld primär mit Fahrern der Elite bis Senioren III Kategorie gespickt war, bemerkte ich schnell, das diese ein ganz anderes Tempo drauf hatten als ich und musste sie bei ca. km 15 , der Hälfte der Distanz, ziehen lassen.

Es ging weiter in Wellen und ich schloss mich einer kleineren Verfolgergruppe an. Kurz vor dem Trail, der uns nach ganz unten führte, hört ich von hinten einen Fahrer rufen „Auf geht‘s Benny, gib Gas!“. Ich dachte mir anfangs nicht viel dabei, weil ich bei dem Rennen nicht mal eine Handvoll Fahrer kannte, und bin weiter gefahren. Dann auf einer langen Geraden kam wieder ein Ruf von hinten „Auf geht‘s Benny, die holen wir uns zusammen“. Dann habe ich verwirrt nach hinten geschaut und hab den Fahrer gefragt, ob ich ihn überhaupt kenne. Da meinte er zu mir „für irgendetwas müssen deine Namens-Sticker auf dem Rahmen ja gut sein“.

So ging es dann abwechselnd mit Vincent Beckmann, der aus dem Team des Veranstalters stammt, in Richtung Start/Ziel, wo wir aber vorher noch einmal eine 12 km Schleife drehten, mit einem langen, harten Anstieg. Immer wieder wechselten wir uns mit der Arbeit ab und holten einen Fahrer nach dem anderen ein.

Als wir den letzten Trail gemeinsam erklommen, ging es in einen kleinen Downhillpark, der dann auf einem zum Ziel führenden Feldweg endete. Im Ziel stand für mich der 1. Platz in der U19 AK, sowie der 14. Platz im GK bei einer Zeit von 1:34 Std. Schade war bei der späteren Siegerehrung nur, dass so viele Fahrer aller Altersklassen bereits vorzeitig abgereist waren. Das Material hat super funktioniert. Hervorheben möchte ich meine erst kürzlich erhaltenen Innerbarends von SQ Lab die mir auf der Strecke sehr geholfen haben. Auch blitzte mein Müsing Bike durch die gute Pflege am Vortag mit Produkten aus dem Hause Dynamic.

Für das erste Rennen in dieser Saison bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Die Ausdauer stimmt, nur an der Kraft muss noch ein wenig gefeilt werden. Nächste Woche geht es dann in die Provence, wo ich diese Feinheiten zusammen mit meinem Team abstimmen möchte.“

Niklas Gathof, 3. Platz U17 beim Allgäu-Oberschwaben Cross Country in Haisterkirch:

„Am Samstag den 07.04.2019 bestritt ich das erste Rennen der Saison in Bad Waldsee. Bei einem „Fast-Heimrennen" mit vielen Freunden und Verwandten gelang mir ein exzellenter Start und ich konnte mich sofort in der Führungsgruppe absetzen. Nach einem langen, flachen Wiesenstück folgte die restliche Strecke fast ausschließlich über den sogennannten "Saubadtrail". Auf den Trails verlor ich den Anschluss an meine zwei Gegner. Die restliche Strecke folgte ich ihnen konstant mit einem Abstand von 30 sec über die technischen Trails von Bad Waldsee und fuhr schlussendlich auf einen tollen 3. Platz im stark besetzten U17-Fahrerfeld.“

Marcel Scheu, 14. Platz U17 beim MPDV-Cup in Untermünkheim:

„Erster Start 2019 und gleich XCO U17-Lizenz-Rennen beim MPDV-Cup in Untermünkheim. Habe mich kurzfristig für einen Start dort entschieden, war aber nicht in Topform und hätte mich auch länger warmfahren sollen, wie sich nachher rausstellen sollte… Es waren 6 Runden zu fahren mit je 2,5 km und 75 hm. Die Strecke hatte steile Auffahrten und nette Trails, im Zielraum fuhr man bei jeder Runde noch durch einen Technikparcours. Vom Start weg konnte ich das Tempo nicht mitgehen, es waren Fahrer aus dem Nationalkader dabei. Aber ich fand einen gleichstarken Partner, der jedoch in der 2. Runde leider aufgab. So zog ich alleine meine Runden, da der Abstand nach vorne zu groß war und von hinten war auch keiner zu sehen. Ab der 3. Runde lief es immer besser, sodass ich in der 6. und letzten Runde die schnellste Zeit fuhr, also werde ich mich nächstes Mal länger warmfahren!  Da muss ich mich im Vergleich zu den Marathons noch umstellen. Aber aus Erfahrung lernt man halt... Jetzt freue ich mich aufs Trainingslager und danach auf das Teamrennen in Heubach :-).“

David Gerstmayer, 20. Platz Gesamt beim Schwarzbräupreis (Straßenrennen) in Zusmarshausen:

„Mit dem Schwarzbräustraßenpreis stand nun endlich wieder ein Rennen in Deutschland an. Das Feld war mit ca. 100 Fahrern am Anfang übersichtlich groß, hat sich aber im Laufe der Runden reduziert auf ca. 50 bis 60 Fahrer. Rennentscheidend war der Hauptanstieg mit fast 100 hm und teils 15 %-iger Steigung.

In der ersten Runde habe ich versucht, das Feld am Anstieg zu splitten und bin an erster Position liegend Vollgas reingefahren. Das Feld zog sich deutlich in die Länge  und oben an der Kuppe bildete sich kurzzeitig eine kleine Fluchtgruppe von drei Fahrern inklusive mir. Jedoch konnte niemand mehr eins drauflegen und mir wollte die Kette nicht vom kleinen aufs große Kettenblatt springen. So wurde die Lücke vom Feld auch schnell wieder zugefahren. 

Nach vier Mal 27 km lief dann alles auf einen Massensprint hinaus. Bisher habe ich das nur im Fernsehen gesehen, aber noch nie selber erlebt. Ich blieb bis 400 m vorm Ziel im Windschatten und dann ging kurzzeitig vorne eine Lücke auf, die ich leider zu früh nutzte und zu schnell aus dem Windschatten ging. Auf den letzten 100 m schoss mir am kurzen Anstieg so viel Laktat in die Beine, dass ich auf Platz zehn liegend noch ein paar Fahrer vorbeifahren lassen musste. So sprang am Ende dennoch ein super 20. Gesamtplatz heraus, womit ich mehr als zufrieden bin. Das nächste Mal kann es nur noch besser werden!“


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