18.09.2018

Gelungener Wiedereinstieg für Dennis Hussner

Nach einem Schlüsselbeinbruch im Frühsommer und einer langen Verletzungspause kann sich Dennis Hussner vom Lindauer MTB-Team toMotion Racing by black tusk über einen gelungenen Wiedereinstieg ins Renngeschehen freuen: am vergangenen Wochenende stand er in Neukirchen und Frankenfels gleich zweimal auf dem Treppchen. Sein Teamkollege Martin Schätzl holte sich in Frankenfels in der Hobbyklasse den Gesamtsieg. Danièle Troesch beendete ihre Mountainbike-Rennsaison 2018 mit dem Altersklassen-Sieg bei einem ihrer Lieblingsrennen: dem Ultra Raid de la Meije in südfranzösischen Villar d‘Arêne. In Hirschberg-Leutershausen verpasste Nils Könsgen beim Odenwald Bike Marathon nur ganz knapp den Sieg.

Eine Verletzung bei seiner Teilnahme an der Alpentour Trophy Anfang Juni 2018 hatte Dennis Hussner für längere Zeit aus dem Mountainbike-Renngeschehen geworfen. Am vergangenen Wochenende freute er sich über ein gelungenes Comeback. Zunächst erkämpfte er sich beim 3-Stunden-Rennen in Neukirchen mit 37 gefahrenen Runden Platz zwei seiner Kategorie Senioren 2. Einen Tag später entschloss er sich spontan, mit seinem Freund und Teamkollegen fileadmin/user_upload/images/PDF/2018/Steckbriefe/Steckbrief-Martin_Schaetzl_2018.pdfMartin Schätzl am Dirndl Race im österreichischen Frankenfels teilzunehmen. „Der Name der Veranstaltung klingt im ersten Moment vergnüglich, aber die Langstrecke mit 1900 hm ist komprimiert auf 40 km. Zwischen „nach oben“ und „nach unten“ gibt es nix…“, erinnert er sich. Loser Schotter, aufgeweichter Waldboden und extrem steiles Gelände erschwerten bei diesem Rennen jede Kurbelumdrehung. Da Hussner einen zu geringen Luftdruck gewählt hatte, musste er zudem in den Abfahrten auf Sicherheit fahren und verlor dadurch noch etwas Zeit. Trotzdem sicherte er sich nach 2:38:29 Stunden Rang drei der M40-Alterskategorie. Martin Schätzl legte die schwere Strecke in nur 2:23:58 zurück und wurde mit dem Gesamtsieg bei den Hobbyfahrern belohnt.

  

Danièle Troesch fuhr am vergangenen Wochenende ihr letztes Mountainbikerennen der Saison 2018 und hatte dafür eines ihrer Lieblingsrennen gewählt: den Ultra Raid de la Meije. „Ich kann mir den September ohne dieses Rennen einfach nicht vorstellen. Die Strecke bietet alles, was man sich als Mountainbiker wünschen kann: Trails ohne Ende, kaum Asphalt, ein bisschen Schotter, Steine, Wurzeln, Kurven, enge Kurven, und noch engere Kurven, Tragepassagen, Schiebepassagen und wunderschöne Aussichten, besonders wenn die Sonne über dem Gletscher aufgeht.“ Trotz Magenproblemen konnte sie sich nicht dazu überwinden, auf eine der kürzeren Strecken abzubiegen. So bewältigte die Extremsportlerin in 12 Stunden 48 Minuten 112 Kilometer und rund 5000 Höhenmeter und freute sich am Ende über den Altersklassensieg und Platz zwei der Damen-Gesamtwertung. David Gerstmayer, der sich von der Begeisterung seiner Teamkollegin für dieses Rennen hatte anstecken lassen, benötigte für dieselbe Strecke 10:15:56 Stunden und wurde damit Gesamt-Zwölfter und Dritter der Kategorie Herren1.

  

Vor den Toren von Heidelberg fand am vergangenen Sonntag der Odenwald Bike Marathon statt. Nils Könsgen hatte sich für die Kurzdistanz mit 30 Kilometern und 880 Höhenmetern entschieden. Bei trockenen und warmen Bedingungen verlief das Rennen für den 17-Jährigen sehr gut. Über seinen zweiten Platz bei den Junioren konnte er sich jedoch nur verhalten freuen, weil er erst im Nachhinein erkannte, dass er den Altersklassensieg um lediglich sechs Sekunden verpasst hatte.

Beim Charity-Rennen Viactiv MTB Rhein Main Cup nahmen Max Friedrich und Jos van Sterkenburg nicht nur selbst am Rennen teil, sondern waren auch als Führungsfahrer für die Kinder- und Jugendrennen aktiv. Als einziger U17-Teilnehmer sicherte sich Jos van Sterkenburg bei den Männern einen guten Mittelfeldplatz. Max Friedrich, der mit seinem Label Maxalami in den vergangenen drei Wochen insgesamt neun Messetage absolviert hatte, fuhr bei den Lizenz-Herren auf Rang sechs.

    

 

Ergebnisübersicht:

Ultra Raid de la Meije, Villar d’Arêne (112 km, 5000 hm)

1. Platz AK                          Danièle Troesch (12:46:57) (2. Platz Gesamt)

 

3 h MTB Cup, Neukirchen (65 km, 1000 hm)

2. Platz Sen2                      Dennis Hussner (2:56:10) (4. Platz Gesamt)

 

Dirndl Race MTB Trophy, Frankenfels (40 km, 2000 hm)

1. Platz Herren                    Martin Schätzl (2:23:58)
3. Platz M40                       Dennis Hussner (2:38:29)

 

Odenwald Bike Marathon, Hirschberg-Leutershausen (30 km, 880 hm)

2. Platz Junioren                  Nils Könsgen (1:17:25) (15. Platz Gesamt von 201)

 

Viactiv MTB Rhein Main Cup, Mainz (Runden à 2,2 km / 30 hm)

1. Platz U17                       Jos van Sterkenburg (0:45:11) (7 Runden)
6. Platz Männer                 
Max Friedrich (0:48:27) (8 Runden)

 

Ebersteinburg-Bergzeitfahren, Förch (5,2 km, 300 hm) (Straßenrennen)

22. Platz AK                        David Klaiss (0:14:48)

 

Original-Rennberichte:

Danièle Troesch, 1. Platz AK (2. Platz Gesamt) beim Ultra Raid  de Meije:

„Wie jedes Jahr hat am letzten Samstag das Ultra Raid de la Meije in Villar d'Arêne stattgefunden. Und wie jedes Jahr seit 2011 war ich um 6 Uhr am Start. Ich kann mir einfach den September nicht ohne dieses Rennen vorstellen. Die Strecke bietet alles, was man sich als Mountainbiker wünschen kann: Trails ohne Ende, kaum Asphalt, ein bisschen Schotter, Steine, Wurzeln, Kurven, enge Kurven, und noch engere Kurven, Tragepassagen, Schiebepassagen, wunderschöne Aussichten, besonders wenn die Sonne über dem Gletscher aufgeht. Ein Bericht über dieses Rennen zu schreiben ist für mich schwierig - man muss es erleben. Es ist für mich jedes Jahr eine Herausforderung, weil ich auf das Zeitlimit aufpassen muss. Ich verliere nämlich Zeit in langen Abfahrten, weil ich nicht so schnell runter fahre. Dass muss ich noch verbessern. Dieses Jahr habe ich besonders auf die Zähne gebissen. 4 Stunden lang konnte ich fast nichts essen: Magenkrämpfe. Am zweiten Berg dachte ich sogar, dass ich auf der kürzere Strecke abbiegen muss. Die Abfahrten waren gar nicht einfach, ich musste mich auf die Ideallinie konzentrieren. Ich hatte aber wirklich Spass und konnte auch meine Bauchschmerzen ein bisschen vergessen. Mit Cola an allen Verpflegungen ging es dann wieder besser. An der ersten Abzweigung habe ich mich entschieden, weiter zu fahren, so lang wie mein Magen mich in Ruhe lässt... Die Trails auf dem zweite Teile der Strecke waren eher flowig. Da es ganz trocken war, konnte man es richtig laufen lassen. An der zweiten Abzweigung habe ich nicht lang gezögert. Ich war so froh, das Zeitlimit geschafft zu haben, dass es mir besser ging, und ich bin gleich weitergefahren. Trail bergrunter, Schotter berghoch, letzte Schiebepassage und dann nur noch eine lange Abfahrt mit zwei Gegenanstiegen. Nach 12 Stunden und 46 Minuten bin ich als 2. Dame im Ziel. Ich hatte nicht ganz 15 Minuten Rückstand auf die Siegerin. Egal, ich war so froh, dass ich die ganze Strecke fahren konnte. Ich hätte es am Anfang nicht gedacht. Unglaublich, was der Körper aushalten kann!

Vielen, vielen Dank an Sabine - die war auf der Strecke zum Betreuen. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich sie gesehen habe. Es hat mir viel geholfen, als es mir nicht gut ging.  Vielen, vielen Dank auch an meinen Freund, der mein Fahrrad zusammengebaut hat. Ich bin mit einem 27'5 Fully gefahren. Es war das perfekte Fahrrad für so ein Rennen.

Mit diesem Rennen endet meine MTB Saison. Jetzt gibt es nur noch Rennrad-Bergrennen und Rennrad-Zeitfahrt bis zum Teamabschluss.“

Dennis Hussner, 2. Platz AK (4. Platz Gesamt) beim 3h-Rennen in Neukirchen:

„Beim 3h Rennen in XCO Format nachträglich von P3 auf P2 in der AK gewertet. Aktuell noch nicht online. Eine Zeitmessüberg‘fahrt wurde nicht gewertet, somit eine Rundenzeit mit doppelter Zeit und dadurch eine Runde weniger…“

Dennis Hussner, 3. Platz AK bei der Dirndl Race MTB Trophy in Frankenfels:

„Spontan ging es zusammen mit Teamkollege Martin Schätzl nach Frankenfels bei St. Pölten zum dortigen Dirndltal Race MTB Trophy. Der Name der Veranstaltung klingt im ersten Moment vergnüglich, auf dem Papier heißt es Trophy Race / Langstrecke mit 1900 hm komprimiert auf 40 km. Zwischen nach oben und nach unten gibt es nix. Da wir am Start recht weit hinten standen, war die Vorwärtsbewegung etwas schwierig. Am ersten langen Anstieg entzerrte sich das Feld und ich schob mich langsam nach vorne. Loser Schotter, aufgeweichter Waldboden und extrem steiles Gelände erschwerten jede Kurbelumdrehung. Die erste Stunde dauerte gefühlt eine Ewigkeit und auf der Distanzanzeige am Garmin bewegte sich nicht viel. Dafür klopfte der rote Bereich an. Also hieß es neuen Rhythmus finden und kühlen Kopf bewahren. Die Abfahrten waren teils feine Singletrails, leider heute etwas unsicher - durch falsch gewählten Luftdruck war die Sturzzone oft ziemlich nah. Bin dann auf Sicherheit gefahren, was auch wieder Zeit gekostet hat. Sehr ärgerlich! Die letzte Auffahrt war nochmal ein Hammer,  bloß sitzenbleiben und keinen Druck von der Pedale nehmen. Konnte sogar noch zwei Rivalen hinter mich bringen. Ins Ziel rettete ich dann P3 in der AK, zusammen mit Martin auf seinem P1 (leider verletzt, gute Besserung) holten wir ein kleines Maximum für toMotion aus dem Mostviertel in Österreich.“

Nils Könsgen, 2. Platz AK beim Odenwald Bike Marathon in Hirschberg-Leutershausen:

„Das Rennen lief für mich bei trockenen und warmen Bedingungen sehr gut. Jedoch habe ich zwei Fahrer miteinander verwechselt, sodass der Erstplatzierte in meiner Altersklasse lediglich 6 Sekunden vor mir ins Ziel fuhr. Dies war im Nachhinein sehr unnötig.“

Max Friedrich, 6. Platz AK beim Viactiv MTB Rhein Main Cup in Mainz:

„Platz 6 für mich gestern beim Viactiv MTB Rhein Main Cup Main. Bin froh, dass ich es überhaupt zum Start geschafft habe, denn 15 min vorher riss meine Kette am entferntesten Punkt der Strecke. Also joggte ich die 2 km zum Auto und reparierte den Schaden. Knapp aber noch rechtzeitig durfte ich mich einreihen.
Natürlich zogen Till Drobisch, Andreas Hunkel und Marc Odrosek gleich mal ordentlich am Horn. Schnell musste ich einsehen, dass ich da heute nicht mitkam. Außerdem funktionierte meine Schaltung nach der schnellen Kettenreparatur auch nicht richtig. Dann ließ mich noch Meister Marc Wunderlich stehen und Carsten Buchberger zog auch vorbei. Carsten hatte dann aber einen Schaltungsdefekt und legte eine Pause ein. Der vollmotivierte Christian Felter spülte mich dann auch noch weiter im Ranking zurück.
Naja, ich nehme das mal als Resultat der letzten 3 Wochen, in denen ich in zwei Ländern insgesamt neun Messetage über mich brachte. Freue mich über die Resonanz auf Maxalami und werde mich jetzt mal so gut es geht auf die Momentum Health Cape Pioneer Trek, presented by Biogen konzentrieren.“

Jos van Sterkenburg, 1. Platz U17 vom Viactiv MTB Rhein Main Cup in Mainz:

„Gestern fand das Charity Rennen des Viactiv Cups in Mainz bei Harald und Gwenda statt. Früh sprangen wir schon ins Auto, da ich als Vorfahrer der jungen Klassen eingeplant war.

Hinter den Großen durfte ich mich im Startblock einfinden. Vom Start aus konnte ich direkt einige der erwachsenen Männer überholen, jedoch nur zwei Runden lang das Tempo mitgehen. Dann wurde ich weit nach hinten geworfen, konnte aber noch ein paar hinter mir halten. Kurz vor Ende wurde ich vom Führenden noch einmal überrundet, wodurch ich auch eine Runde weniger in der Gesamtwertung hatte. Ins Ziel kam ich als Erster meiner Altersklasse, auch als einziger, aber vor 10 von 12 Hobbyfahrern und dem U19 Fahrer. An sich eine wirklich sehr gelungene Veranstaltung, auch mit dem Faktor, die Einnahmen zu spenden.

David Klaiss, 22. Platz AK beim Ebersteinburg-Bergzeitfahren in Förch (Straßenrennen):

„Der Start war direkt an der Straße. Es war ein gestaffelter Start, jede Minute ist einer gestartet. Man wurde am Sattelrohr festgehalten und konnte daher gleich einklicken. Gleich nach dem Start sprintete ich auf meinem Rennrad los. Es ging erst nicht so steil hoch, aber dann wurde es immer steiler. Nach der Hälfte kam eine kleine Abfahrt, gleich danach kam wieder ein Anstieg, der dann auch am Ende zu immer steiler wurde. Die letzte paar Meter gab ich dann nochmal alles. Nach dem Rennen sind wir dann noch im Biergarten gemütlich zusammen gesessen und haben auf die Siegerehrung gewartet.“



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