17.09.2018

Mark Jagenow im Interview

Stille Wasser gründen tief – dieses Stichwort fällt uns zu unserem Teammitglied Mark Jagenow ein. Wenn man ihn auf Rennen trifft, springen einem vor allem seine Tattoos ins Auge: eine große Schlange windet sich um seinen linken Arm, auf dem rechten Ellbogen prangt ein Spinnennetz. Viel reden tut er nicht, dafür ist er auf dem Mountainbike schnell unterwegs und hat in der Saison 2018 schon diverse Top-Ten-Platzierungen zum toMotion-Racing-Teamergebnis beigetragen - unter anderem jeweils einen sechsten AK-Platz beim Waldhaus Bike Marathon und beim Ironbike Marathon in Ischgl auf der Mittelstrecke sowie Rang zwei beim Hegau Bike Marathon auf der Kurzdistanz und einen Sieg bei der Murgtal Trophy, ebenfalls auf der Kurzstrecke. Mark ist eher der schweigsame Typ, hält aber doch einige Überraschungen für uns bereit. Was er beruflich macht und welches außergewöhnliche Hobby er neben dem Mountainbiken mit Begeisterung betreibt, erfährst du in unserem Interview:

Hallo Mark, bitte stelle dich kurz vor.

Mark Jagenow, 37 Jahre, Bad Säckingen.

Wer gehört sonst noch zu deiner Familie?

Meine zwei Mädels – meine Frau Nicole (36) und meine Tochter Lisa (8).

Welchen Beruf übst du aus? Was gefällt dir daran?

Ich bin hauptamtlich bei der Feuerwehr Bad Säckingen angestellt. Besonders gefallen mir dabei die Vielseitigkeit und die tägliche Herausforderung. Und natürlich der Faktor, dass man Menschen helfen kann.

Was bedeuten dir Sport im Allgemeinen und das Mountainbiken im Besonderen?

Sport bringt mir den Ausgleich zum Beruf. Wenn es mal ein langer Tag im Büro war, dann ist es der Sport, der einem den Kopf frei macht.

  

Gibt es für dich noch etwas anderes als Arbeit und Mountainbiken?

Meine dritte Leidenschaft nach Feuerwehr und Biken ist das Deejaying, das ich bereits seit mehr als 15 Jahren professionell betreibe. Von der kleinen Geburtstagsparty bis zum Mega-Event mit 1000 Personen ist alles dabei.

  

Wie schaffst du es, dein Training mit Beruf und Familie bzw. Freunden in Einklang zu bringen?

Das ist eigentlich die größte Herausforderung an der ganzen Sache! Man muss seinen Tag sehr konsequent durchtakten und auf das eine oder andere Schöne verzichten (Schwimmbad etc.) Aber der wichtigste Faktor sind meine Frau und meine Tochter! Ohne ihre selbstlose Unterstützung könnte ich das Ganze nicht so betreiben, wie ich es momentan tue.

Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du und wie viele trainierst du?

Bei der Arbeit habe ich eine 39-Stunden-Woche. Das reicht  aber meistens nicht.

So ca. 10 bis 15 Stunden pro Woche trainiere ich, im Winter/Frühjahr mehr. Aber im Moment wird es tendenziell weniger. Gerade jetzt im Spätsommer/Herbst werden die DJ-Termine mehr. Da bin ich meistens Samstagnacht noch am Auflegen.

Passt du deine Ernährung an deinen Sport an und worauf achtest du?

Im Winter/Frühjahr schaue ich ein bisschen drauf und trinke auch keinen Alkohol. Aber wie jetzt im Sommer ist es schwer, sich am Grillbuffet zurück zu halten. Und dann darf es auch gerne  mal ein Bierchen sein! Das ist für mich auch ein stückweit Motivation und Belohnung.

Wie sieht ein typischer Tag unter der Woche bei dir aus?

Oh, je. Da weiß ich gar nicht, ob ich das so Öffentlich erzähle! Weil wie oben schon erzählt, ist der sehr durch getaktet. Und eigentlich sehr verrückt. OK. Meistens geht es früh um sieben auf die Arbeit. Da ich flexible Arbeitszeiten habe, entscheide ich. Wenn es z.B. regnet, arbeite ich auch mal zehn Stunden und mehr. Wenn es schön ist, haue ich auch mal früher ab. Je nach Arbeitsaufkommen. Nach dem ersten Feierabend geht es dann aufs Bike oder Rennrad, oft zwei oder drei Stunden. Dann bin ich kurz zum Essen daheim und muss meistens am Abend wieder zur Feuerwehr. Wir sind eine Freiwillige Feuerwehr! Da finden die meisten Sitzungen und Übungen am Abend statt. Ja, und da kommt die Zeit mit der Familie leider ein bisschen kurz. Ich versuche aber, das in den Ferien und an freien Tagen zu kompensieren (so gut es geht).

   

Woran erinnerst du dich in der vergangenen Saison besonders gern?

Mmmh, da gibt es ein paar Momente, die speziell und schön waren! Aber renntechnisch sind die alpinen Rennen (Ischgl, Montafon) am schönsten. Und da erinnere ich mich gerne dran. Vor allem, wenn man noch eine gute Zeit rausgehauen hat!

An der Stelle möchte ich noch ein schlechtes Erlebnis erwähnen: die Geschichte mit der Wertung beim Ultra Bike Marathon. Die ja zum Glück dann doch noch gut ausgegangen ist!

Welche Ziele hast du dir für die Saison 2018 gesetzt?

Endlich mal ein Etappenrennen fahren! Und natürlich besser werden! J


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