02.10.2017

Max Friedrich im Interview

Max Friedrich ist einer der „Großen“ im Team toMotion Racing by black tusk. Er lernte uns kennen, als er 2014 die Transalp als Mixed-Partner von Jana Zieschank bestritt. Das intensive Teamerlebnis bei toMotion Racing überzeugte den 40-jährigen Kelkheimer, so dass er seit der Saison 2015 im schwarz-cyanfarbenen Trikot des Lindauer Rennstalls unterwegs ist. Max Friedrich, der von 1998 bis 2008 Mountainbike-Profi war, hat in seiner langen Rennkarriere schon vieles gewonnen. Von 2008 bis 2013 war er sechsmal in Folge Deutscher Meister im MTB-Marathon. 2009 errang er außerdem den DM-Titel im MTB Cross Country – ein Erfolg, den er in diesem Jahr überraschend wiederholte. Wir stellen dir also gerade den amtierenden Deutschen XCO-Meister vor.

Max Friedrich arbeitet als Entwicklungsingenieur für einen namhaften Reifenhersteller und befasst sich bei der Arbeit vor allem mit der Entwicklung von Fahrradkomponenten. Außerdem hat er das Label MaXalami gegründet, unter dem er das selbst entwickelte, gleichnamige Tubeless-Flickenset sowie diverses Zubehör vertreibt. In der wenigen Freizeit, die ihm neben Arbeit und Sport noch bleibt, engagiert sich der fröhliche Kelkheimer bei der Freiwilligen Feuerwehr. Eine große Leidenschaft von Max sind die großen Etappenrennen in Südafrika. Seit Jahren nimmt er am Cape Pioneer teil, das er 2014 mit Jana Zieschank in der Mixed-Kategorie gewann und bei dem er 2016 gemeinsam mit Danièle Troesch auf Platz 3 der Mixed-Gesamtwertung fuhr. Beim legendären Cape Epic erkämpfte er sich im Januar 2017 gemeinsam mit Thorsten Keller Platz vier der Masters-Gesamtwertung.

Auch in diesem Jahr fliegt Max Friedrich Mitte Oktober wieder zum Cape Pioneer nach Südafrika, das er dieses Mal an der Seite des Südafrikaners Fanie Venter bestreiten wird. Weshalb sich Max besonders gern an das Cape Pioneer von 2016 erinnert, erfährst du in unserem Interview:

 

Hallo Max, bitte stelle dich kurz vor.

Ich bin Max, 40, und wohne in Kelkheim im Taunus.

Wer gehört sonst noch zu deiner Familie?

Meine Schwester Julia und mein Schwager Thomas aus Warendorf, die mich auf vielen Rennen betreuen. Ihre Kinder Laura, Nina und Clara helfen fleißig bei MaXalami mit. Dann natürlich noch meine Eltern Barbara und Christian, die im schönen Reit im Winkl wohnen und auch ihren Urlaub nach meinem Rennterminen planen.

Ansonsten habe ich viele Fahrräder. :-)

Welchen Beruf übst du aus? Was gefällt dir daran?

Ich bin Entwicklungsingenieur für Fahrradkomponenten. Hier kann ich meine Ideen und mein Wissen aus eigenen Erfahrungen in einem Produkt umsetzen.

Was bedeuten dir Sport im Allgemeinen und das Mountainbiken im Besonderen?

Es ist immer wieder interessant, was man doch mit seinem Körper machen kann und ihn zu einem Saisonhöhepunkt in Form bringen kann. Ich liebe die Bewegung in der Natur und die Technik des Fahrrades.

  

Gibt es für dich noch etwas anderes als Arbeit und Mountainbiken?

Da bleibt eigentlich nicht mehr viel Zeit, aber wenn in Kelkheim jemand die 112 anruft, fahre ich auch mal gerne in einem roten Auto.

Wie schaffst du es, dein Training mit Beruf und Familie bzw. Freunden in Einklang zu bringen?

„Wenn man es wirklich will, geht das auch irgendwie!“
Ich trainiere entweder vor oder nach der Arbeit. Den Arbeitsweg nutze ich gleich zum Training. Wichtiger als das Training bei einem stressigen Job in die Länge zu ziehen, ist die Regeneration. Deshalb sind abends mindestens zwei Stunden Sofa eingeplant, ob mit oder ohne Computer auf dem Schoß. Am Wochenende fahre ich dann auch mal gerne mit Freunden.

Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du und wie viele trainierst du?

Als Angestellter bin ich 40 Stunden tätig. MaXalami braucht auch noch etwas Zeit :-).

Training sind dann so zwischen 12 und 15 h pro Woche.

Passt du deine Ernährung an deinen Sport an und worauf achtest du?

Mit den Jahren hab ich natürlich ein Gefühl dafür aufgebaut, was mir gut tut und was nicht. Die früheren Pasta Orgien gehören inzwischen der Vergangenheit an.
Ich esse einfach das, worauf ich Lust habe und das ist dann meistens das, was  mein Körper braucht.

Wie sieht ein typischer Tag unter der Woche bei dir aus?

5:45 Uhr                           Aufstehen
6:00-8:30 Uhr                  Training
08:30-17:00 Uhr               Arbeit
17:30-22:00 Uhr               Entspannung und auch etwas Arbeit für MaXalami

Woran erinnerst du dich in der vergangenen Saison besonders gern?

An das Etappenrennen Cape Pioneer in Südafrika, bei dem wir mit einigen Teamfahrern teilnahmen. Ein tolles Erlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Tolle Natur und super Orga.
Und natürlich die deutsche Meisterschaft dieses Jahr, wo ich total unerwartet deutscher Meister wurde. Das war fast der schönste meiner acht DM Titel. Auch, weil wir mit Jule, Thomas, Harry und Gwenda danach noch feierten.

  

Welche Ziele hast du dir für die Saison 2017 gesetzt?

Ein Ziel, auf dem Podium bei der deutschen Meisterschaft zu stehen, hab ich ja schon erfüllt. :-)

Das nächste Ziel ist natürlich die DM Marathon im September. Im Oktober werde ich die Saison wieder in Südafrika beim Cape Pioneer abschließen.

  

  


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