28.02.2019

Michael Morgenroth im Interview

Michael Morgenroth, der zum Standort Schwäbische Alb gehört, hat im Team toMotion Racing by black tusk vor allem eines: viel Spaß mit seinen Teamkollegen. Und das vorzugsweise bei Etappenrennen, wie der Zillertal Trophy im Jahr 2017 und der Alpentour Trophy in 2018. Zusammen mit seinen Kumpels Norbert Fischer und Chris Schaaf fährt er zwar nicht ganz vorne mit, aber die drei sorgen sowohl auf der Strecke als auch abends im Hotel für eine gelöste, fröhliche Atmosphäre, die auch auf die anderen Teammitglieder abfärbt.

Und obwohl Michael bei den Rennen immer eine solide Leistung abliefert, gehört für den Schwaben aus Gäufelden bei Herrenberg ein bisschen Jammern zum Geschäft. „Was, schon wieder Zeit für einen Leistungstest?“. Oder, bei der Zillertal Trophy 2017: „Ach, willst du die Etappe nicht heute für mich fahren?“. Natürlich muss er doch immer selbst ran – und als Bewegungstier, das es mindestens viermal die Woche frühmorgens ins Fitnessstudio oder zum Intervalltraining in den Wald zieht, macht ihm das auch nicht wirklich etwas aus.

Welche Rennen der IT-Ingenieur sonst noch gerne fährt und wie er zum Thema Fahrtechnik steht, erfährst du in unserem Interview:

Hallo Michael, bitte stelle dich kurz vor.

Mein Name wie in der Überschrift :-) , ich bin 56 Jahre alt und wohne in Gäufelden, zwischen der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald.

Wer gehört sonst noch zu deiner Familie?

Ich habe zwei Kinder, die aber schon 20 und 24 Jahre alt sind und bin auch verheiratet. Wir leben noch alle zusammen, zumindest die meiste Zeit.

   

Welchen Beruf übst du aus? Was gefällt dir daran?

Ich arbeite bei einem IT Unternehmen im SAP Bereich. Meine Aufgaben sind aber nicht im technischen Bereich, sondern mehr organisatorische Dinge.

Besonders gefallen mir daran die Abwechslung and die Flexibilität, so hat man doch die Möglichkeit, seinen Arbeitstag selber zu gestalten, was der Freizeit und dem Hobby entgegen kommt.

Was bedeuten dir Sport im Allgemeinen und das Mountainbiken im Besonderen?

Meine Hobbies waren schon immer im Sportbereich, in jüngeren Jahren waren das Fußball, Tennis und Skifahren. Wozu ich während dieser Zeit überhaupt keine Lust hatte waren Ausdauersportarten, bis etwa vor zehn Jahren als ich mein erstes Mountainbike kaufte. Ich fing langsam mit kleinen Ausfahrten in der Umgebung an, erweiterte diese dann über mehrere Jahre auf lange Touren im bergigeren Gelände, um dann schließlich 2012 in den Wettkampfbereich vorzustoßen.

Mountainbiken macht mir einfach Spaß. Im Sommer morgens um 7 Uhr durch den Wald zu fahren ist schon eine tolle Sache, und dabei hat man einen großen Aktionsradius, besonders wenn man mit dem Rennrad unterwegs ist. So lernt man Orte in der Umgebung kennen, welche man zu Fuß oder mit dem Auto nie sieht.

Fährst du Rennen und wenn ja, was sind deine Lieblingsrennen?

Wie schon erwähnt fahre ich seit 2012 etwa acht bis zehn Rennen pro Jahr.

Am besten gefallen mir der Albstadt Bike Marathon, der Schwarzwald Bike Marathon in Furtwangen und mein Hausrennen, die Schönbuch Trophy.

Hierzu: Fahrtechnik ist zwar schön, aber nicht meine Spezialität. ;-)

Gibt es für dich noch etwas anderes als Arbeit und Mountainbiken?

Neben Arbeiten und Sport mache ich noch einige Unternehmungen mit der Familie/Freunden, wir reisen zum Beispiel sehr gerne. Sonst habe ich keine weiteren nennenswerte Hobbies, bzw. keine Zeit.

Wie schaffst du es, dein Training mit Beruf und Familie bzw. Freunden in Einklang zu bringen?

Ja, hier hab ich den Riesenvorteil, dass ich Frühaufsteher bin. Da kann ich schon vor dem Frühstück Trainingeinheiten absolvieren. Im Winter gehe ich viermal in der Woche um 06:00 Uhr ins Fitnessstudio, im Sommer dann auch mal um 05:30 zum Intervalltraining in den Schönbuch, danach dann Frühstück und zur Arbeit. So hat man am Abend bzw. am Wochenende den restlichen Tag über Zeit für andere Dinge.

Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du und wie viele trainierst du?

Ich arbeite 40 Stunden pro Woche und trainiere meistens so etwa 10-15 Stunden.

Passt du deine Ernährung an deinen Sport an und worauf achtest du?

Ich versuche, mich gesund zu ernähren, ausgewogen, nicht zu viele Kohlenhydrate, nicht zu spät, ..... Oft klappt das auch, aber halt nicht immer. Mein Laster - Haribo und Schokolade – ich arbeite dran :-).

Wie sieht ein typischer Tag unter der Woche bei dir aus?

5:30-06:00 Uhr aufstehen und ins Fitnessstudio oder aufs Rad, 7:00 Uhr Frühstück, 07:45 Uhr zur Arbeit, 17:45 Uhr wieder zuhause. Am Abend je nach Jahreszeit kleinere Dinge erledigen, schwimmen gehen, spazieren, fernsehen,...  und dann meistens schon vor 22:00 Uhr ins Bett.

Woran erinnerst du dich in der vergangenen Saison besonders gern?

Das Team-Etappenrennen (Alpentour-Trophy) wird mir in Erinnerung bleiben -  das ist schon was besonderes, das man bei Eintagesrennen so nicht erlebt.

  

Zu erwähnen ist auch das Wetter 2018: 100%-ige Ausbeute, nur schönes, trockenes Wetter bei allen zwölf Renntagen. Mal schauen, was 2019 kommt.

Welche Ziele hast du dir für die Saison 2019 gesetzt?

Für 2019 habe ich eigentlich keine besonderen Ziele. Ich werde wieder einige Rennen bestreiten und versuchen, die Zeiten zu verbessern, dabei sturz- und verletzungsfrei zu bleiben.

  

  


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