16.10.2018

Olaf Kaden verteidigt seinen Meistertitel im Mountainbike Orienteering (MTBO)

Am Sonntag, den 7. Oktober gelang Olaf Kaden vom Lindauer Team toMotion Racing by black tusk im brandenburgischen Waldsieversdorf eine überraschende Titelverteidigung: auch 2018 darf er sich Deutscher Meister im Mountainbike Orienteering nennen. Auf einer schönen Strecke mit dichtem Wegenetz, viel Sand, Seen und einigen kurzen Anstiegen traf er die richtigen Entscheidungen und fuhr am Ende als Sieger der stark besetzten M50-Kategorie ins Ziel. Runa und Jos van Sterkenburg beendeten am vergangenen Wochenende ihre Rennsaison beim Schmelzer Geländetag mit zwei Podiumsplätzen. Marcel Scheu freute sich beim Engel Cup in Daugendorf über Platz fünf, während sich seine Mutter Gabi mit Rang sieben ihrer Alterskategorie zufrieden geben musste.

MTBO ist ein Wettkampfsport, der seine Wurzeln im Orientierungslauf hat. Verwendet werden Orientierungs-Spezialkarten, auf denen Start, Ziel sowie mehrere Kontrollposten eingetragen sind. Aufgabe der Athleten ist es, die eingetragenen Kontrollposten schnellstmöglich in der vorgegebenen Reihenfolge anzufahren – über die beste Route entscheidet dabei jeder Teilnehmer selbst. Wichtig sind daher eine schnelle Routenwahlentscheidung und ein gutes Kartengedächtnis. Olaf Kaden,  der diese Sonderform des Mountainbike-Sports seit vielen Jahren betreibt, konnte in diesem Jahr nicht wirklich zielgerichtet trainieren. Trotzdem gelang ihm am vergangenen Wochenende der große Wurf: die überraschende Titelverteidigung bei der Deutschen Meisterschaft 2018.

Ausgetragen wurde das Rennen in Waldsieversdorf, nordöstlich von Berlin. Das Gelände, welches ähnliche Eigenschaften aufwies wie Kadens Heimrevier, lag dem Mann aus dem hessischen Dreieich und so konnte er bereits am Samstag beim letzten Lauf des Deutschland Cups einen Sieg für sich verbuchen. „Das erweckte Hoffnungen für das Rennen am Sonntag, ging es hier doch um die DM-Titelverteidigung! Gleiches Gelände, gleiche Beine (natürlich steckte der  Vortag noch drin). Vom Start weg lief es etwas zäher, es gab auch viele Routenwahlmöglichkeiten.“ Olaf Kaden traf die richtigen Entscheidungen und rollte nach rund 32 Kilometern und 390 Höhenmetern als Erster seiner Alterskategorie M50 über die Ziellinie.

Im saarländischen Schmelz bestritten die Geschwister Runa und Jos van Sterkenburg nach einer langen Saison ihren letzten Renneinsatz des Jahres 2018. Beim Schmelzer Geländetag, einem Cross-Country-Rennen, stand Runa van Sterkenburg am Ende ganz oben auf dem U19-Podium, ihr Bruder Jos wurde Zweiter der Kategorie U17. Mit diesem Ergebnis sicherte er seiner Mannschaft auch Platz zwei der regionalen Ligawertung. „Nun geht es in die wirklich nötige Saisonpause und danach wieder Vollgas mit dem Training weiter, um die kommende Saison rocken zu können“, freute er sich.

  

Für Gabi und Marcel Scheu endete die Rennsaison mit dem Engel Cup in Daugendorf. Der 14-jährige Marcel fuhr trotz der Nachwirkungen einer Erkältung ein starkes Rennen und erkämpfte sich Rang fünf bei den U19-Junioren. Gabi konnte sich zwar über ihre zweitschnellste Zeit auf dieser Strecke freuen, was in einer stark besetzten Alterskategorie Seniorinnen 2 in diesem Jahr jedoch nur zu Platz sieben reichte.

 

Ergebnisübersicht:

Deutsche Meisterschaft 2018 im Mountainbike Orienteering (MTBO)

1. Platz M50                      Olaf Kaden

 

Schmelzer Geländetag

1. Platz U19                       Runa van Sterkenburg (8 Runden – 2:17:49))
2. Platz U17                       Jos van Sterkenburg (6 Runden – 1:22:28)

 

Engel Cup, Daugendorf (45 km, 900 hm)

5. Platz Junioren               Marcel Scheu (1:51:26)
7. Platz Seniorinnen 2       Gabi Scheu (2:22:42)

 

Original-Rennberichte:

Olaf Kaden, 1. Platz M50 bei der Deutschen Meisterschaft 2018 im MTBO:

„Überraschungssieg bei der MTBO-DM!
Das Finale der MTBO-Saison fand dieses Jahr im Osten von Berlin statt. Dichtes Wegenetz, viel Sand, Seen und einige kurze Anstiege. Fast vergleichbar mit dem Gonsenheimer Wald, dem bevorzugten Revier der Mainzer Trainingsgruppe (danke Harald!!).
Das Jahr war eher durchwachsen, kein wirklich zielgerichtetes Training machbar... dennoch:
Am Samstag ein Lauf zum D-Cup, der lief vom Start weg richtig super! Kam gleich in den „Flow“, keine Orientierungsfehler, super schnelle Beine, alle Wegabzweige etc. auf Anhieb gefunden... einfach genial! Die unerwartete Belohnung: Platz 1 in der Klasse M50 (ja, das sind die Erwachsenen...).
Das erweckte Hoffnungen für das Rennen am Sonntag, ging es hier doch um die DM-Titelverteidigung! Gleiches Gelände, gleiche Beine (natürlich steckte der  Vortag noch drin). Vom Start weg lief es etwas zäher, es gab auch viele Routenwahlmöglichkeiten. Welche Verbindung von 3 nach 4, welche von 8 nach 9? Bei letzterer denkt man doch, die kleine Straße im Norden sei schneller - weit gefehlt! Bei der Auswertung im Ziel zeigte sich, dass die direkte und kürzere Verbindung durch das Wegelabyrinth im Wald um einiges schneller war. Am Ende dann doch vorn... und den DM-Titel erfolgreich verteidigt!!!“

Gabi Scheu, 7. Platz AK beim Engel Cup in Daugendorf:

„So, nun haben wir auch unser letztes Saisonrennen geschafft. Marcel fuhr richtig gut trotz Restschnupfen und Stau am Start, er wurde 5. bei den Junioren U19!  Ich fuhr zwar meine zweitbeste Zeit auf der Strecke, aber die Konkurrenz war groß und ich war noch nicht vom Rennen am letzten Sonntag erholt. Hab mich komplett platt gefahren und wurde nur 7. meiner AK.“

Runa van Sterkenburg, 1. Platz U19 beim Schmelzer Geländetag:

„Saisonabschluss beim Geländetag in Schmelz. Bei ungewohnt warmen und trockenen Bedingungen stand gestern das letzte Rennen für dieses Jahr im saarländischen Schmelz an. Um 15:15 Uhr wurde gestartet und dann hieß es 2 h auf der Strecke seine Runden zu drehen. Nach dem eher bescheidenen Start verging die erste Stunde fast wie im Flug: Ich konnte mich langsam wieder nach vorne arbeiten und ein gutes Tempo finden. 
Die zweite Hälfte schien die Zeit entschieden langsamer voranzuschreiten. Rückenschmerzen trugen wohl ihr übriges dazu bei. Gegen Ende der zwei Stunden und meiner Runde wurde mir zugerufen, dass die Führenden nicht mehr weit weg sind und bald im Ziel sein werden. Also wurde das Tempo erst mal etwas zurückgeschraubt, um eine weitere Runde zu vermeiden. Aber meine Blicke nach hinten, wann sie denn endlich kommen, waren nicht erfolgreich und so wartete noch eine weitere Runde auf mich. Nach 2:17:49 war die Endzeit und damit ist mit einem Altersklassensieg jetzt auch erst mal die Saisonpause eingeläutet.“

Jos van Sterkenburg, 2. Platz U17 beim Schmelzer Geländetag:

Am Samstag war auch für mich der langersehnte Saisonabschluss. Dieser fand für mich beim Kultrennen, dem Schmelzer Geländetag, statt in Form eines Cross-Country Rennens. Schon bei den letzten Rennen spürte ich meine schweren Beine und die über 20 Rennen der Saison. Diese riefen auch schon nach der Saisonpause. Unüblicherweise fuhr ich mich gemeinsam mit Uwe Köhler auf der Straße warm und nahm das Rennen relativ gelassen, da wir es nur noch fuhren, um bei der regionalen Mannschaftswertung gut zu punkten. Also startete das Rennen mit einem schnellen Massenstart. Für mich waren 6 Runden + Startloop zu fahren. Vom Start aus begann die Elite direkt mit einem hohen Tempo, was ich als Nachzügler gerade so mitgehen konnte. Die ersten drei Runden fuhr ich alleine und konnte mein Tempo fahren. Dann bekam ich Schaltprobleme, was wahrscheinlich an der noch sehr neuen Schaltung lag. Nachdem ich die Schaltung eingestellt hatte, fanden sich zwei, die mit mir fuhren und mit denen ich das Rennen auch noch bis ins Ziel fuhr. Wie erwartet konnte ich den zweiten Platz belegen, der unserer Mannschaft den zweiten Platz in der regionalen Ligawertung verschaffte. Nun geht es in die wirklich nötige Saisonpause und danach wieder Vollgas mit dem Training weiter, um die kommende Saison rocken zu können J. Auch dieses Jahr noch mal vielen, vielen Dank an das Team, viel Bekannte und meine Eltern, die mich das ganz Jahr über tatkräftig unterstützt haben.“



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