10.03.2020

Podium unter südfranzösischer Sonne: Platz zwei für Danièle Troesch nach spontanem Start beim Raid Poli

Eine Woche nach ihrer Rückkehr aus dem sonnigen Israel hatte Danièle Troesch vom wechselhaften Wetter im Elsass die Nase gestrichen voll. Spontan entschloss sich die Mountainbikerin vom Lindauer Team toMotion Racing by black tusk, gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Olivier Guth an die Mittelmeerküste zu fahren, um in La Cadière d’Azur am Raid Poli Mountainbike Marathon teilzunehmen. Der Wettergott ließ die beiden nicht im Stich und so genossen sie einen sonnigen Tag auf den südfranzösischen Trails. Am Ende nahm Danièle Troesch den zweiten Gesamtplatz bei den Damen mit nach Hause, Olivier Guth erkämpfte sich Platz drei seiner Alterskategorie.

Mit freiem Kopf konnte Danièle Troesch nicht an den Start gehen, denn das Thema Corona hat auch Frankreich momentan fest im Griff. Erst am Vortag hatte die Sonderschul-Lehrerin erfahren, dass ihre Schule für zwei Wochen geschlossen wird. Entsprechend unkonzentriert ging die Elsässerin an den Start und benötigte einige Zeit, um ins Rennen zu finden. Auch das Höhenprofil kam ihr anfangs nicht entgegen – erst als nach ca. 15 Kilometern die Anstiege begannen, blühte die toMotion-Racerin auf. „Insgesamt gab es drei längere Steigungen mit Blick aufs Meer und gleich darauf schöne Trails zum Runterfahren, mit vielen Steinen, Staub, Stufen und Kurven. Es wurde einem nie langweilig“, erinnert sich Troesch. Obwohl sie sich einen Kilometer vor dem Ziel noch kurz verfuhr, erkämpfte sie sich nach knapp vier Stunden Fahrzeit den zweiten Gesamtplatz der Damen-Konkurrenz. „Die Beine fühlten sich insgesamt ein bisschen müde an, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, und das ist ja die Hauptsache“, fasst sie ihr Rennen zusammen.

 

Ergebnis:

Raid Poli MTB Marathon, La Cadière d’Azur (62 km, 1750 hm)

3. Platz Gesamt                Danièle Troesch (3:59:53)

 

Original-Rennbericht:

„Seitdem wir aus Israel zurück sind, war das Wetter im Elsass nicht besonders schön. Ich war meistens mit meinem Rennrad unterwegs, weil ich keine Lust hatte, ständig mein MTB zu putzen. Auf trockene Trails hatte ich Lust. Deswegen habe ich mich kurzfristig entschieden, für das Wochenende nach Südfrankreich zu fahren. In der Nähe von Marseille fand der Raid Poli MTB Marathon statt. Ungefähr 60 km und 1700 Höhenmeter. Am Start ging es zuerst mal bergab und dann war es flach. Ich fühlte mich sehr unsicher, als manche Fahrer an mir vorbei schossen und verlor deswegen auch Zeit. Nach acht Kilometern ging es endlich bergauf. Insgesamt gab es drei längere Steigungen mit Blick aufs Meer und gleich danach schöne Trails zum runterfahren, mit vielen Steinen, Staub, Stufen und Kurven... Die letzten 15 Kilometer waren abwechslungsreich: rauf, runter, links, rechts, Trail, Schotter, Kurven. Es wurde einem nie langweilig. Da musste man wirklich aufpassen und auch auf die Schilder achten. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich mich einen Kilometer vor dem Ziel noch verfahren habe und einen Trail zu weit runter gefahren bin. Später habe ich erfahren, dass jemand Schilder weggemacht hat, woraufhin einige Fahrer in die falsche Richtung gefahren sind. Zum Schluss bin ich als 2. Dame ins Ziel gekommen. Die Beine fühlten sich insgesamt ein bisschen müde an, aber es hat trotzdem Spaß gemacht, und das ist ja die Hauptsache :-D.“


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