29.10.2019

Rafael Huber im Interview

Rafael Huber gehört zum toMotion-Standort Schwäbische Alb und wohnt in Abstatt, in der Nähe von Heilbronn. In seinem Beruf als Physiotherapeut arbeitet er an einer psychosomatisch-orthopädischen Klinik. Die Kombination aus Patienten mit psychischen und/oder orthopädischen Erkrankungen ist vielfältig und interessant und stellt Rafael täglich vor neue Herausforderungen.

Gerade im Frühjahr legt der junge Physiotherapeut den Arbeitsweg gerne mit dem Rad zurück. Die insgesamt 70 Kilometer sind optimal für das Grundlagenausdauer-Training und nebenbei kommt er dann fit und munter in der Arbeit an. „Was gibt es denn Besseres, als früh morgens um 05:30 Uhr auf dem Weg zur Arbeit Trails zu surfen?! ;-)“ Nachdem er 2019 sein Rennpensum etwas reduziert hatte, möchte Rafael in der kommenden Saison wieder mehr Rennen fahren. Auch die Teilnahme an einem 12-Stunden-Rennen hat er sich vorgenommen.

Obwohl Rafael Hunde liebt, kann er aus Zeitgründen keinen eigenen Vierbeiner halten. Davon profitieren die Hunde des nahegelegenen Tierheims, die regelmäßig mit dem sportlichen Junggesellen Gassi gehen dürfen.

Welches weitere, eher Männer-untypische Hobby Rafael Huber fast täglich pflegt, erfährst du in unserem Interview:

Hallo Rafael, bitte stelle dich kurz vor.

Mein Name ist Rafael Huber, ich bin 24 Jahre alt und wohne in Abstatt. Das liegt in der Nähe von Heilbronn, am Fuß der Löwensteiner Berge.

Wer gehört sonst noch zu deiner Familie?

Neben meinen Eltern noch mein Bruder, der 20 Jahre alt ist.

Welchen Beruf übst du aus? Was gefällt dir daran?

Ich bin Physiotherapeut in einer psychosomatisch-orthopädischen Klinik. Mir gefällt besonders die persönliche Herausforderung der einzelnen Patientenfälle, sowie die Arbeit mit Sport, Körper und Geist. So habe ich schon viel Fachwissen in das eigene Training übertragen, das ist auch bei trainingsbegleitenden Maßnahmen sehr hilfreich.

Was bedeuten dir Sport im Allgemeinen und das Mountainbiken im Besonderen?

Ein Leben ganz ohne Sport ist für mich undenkbar. Im Training kann ich ganz bei mir sein und auf eine gesunde Weise vom Alltag abschalten. Mountainbiken bedeutet für mich vor allem eines: Freiheit. Nur auf dem MTB ist man nicht an Wege oder Straßennetze gebunden und kann aus eigener Kraft jedes Ziel erreichen.

Fährst du Rennen und wenn ja, was sind deine Lieblingsrennen?

Ja ich fahre Rennen. Mein absolutes Lieblingsrennen ist der Bike the Rock in Heubach, wo nächstes Jahr ja die Deutsche Meisterschaft im Marathon ausgetragen wird. Ein hartes Rennen mit genialer Stimmung im Start-/Zielbereich, sowie entlang der Strecke!

 

Gibt es für dich noch etwas anderes als Arbeit und Mountainbiken?

Neben und nach dem Bike gibt es noch meine Freundin… Spaß ;) Natürlich ist es mir auch sehr wichtig, viel Zeit in Beziehung und Freunde zu investieren. Dann gibt es da noch Essen. Ich koche seeehr gerne und viel, vor allem Pasta, was bei leistungsorientiertem Sport auch ein wichtiger Bestandteil ist.

Wie schaffst du es, dein Training mit Beruf und Familie bzw. Freunden in Einklang zu bringen?

Da gibt es für mich nur ein Wort, nämlich Trainings- und Alltagsplanung. Wenn man eine klare Struktur hat, ist es nicht schwer, alles aufeinander abzustimmen. Sicherlich ist es situationsbedingt nicht immer möglich, aber wir sind alle keine Berufssportler, daher sollte man selbst auch über Ausnahmen hinweg sehen.

Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du und wie viele trainierst du?

Ich arbeite 40 Std./Woche und trainiere mit Wochenende ca. 12 Std. auf dem Bike sowie 2x Krafttraining im Gym.

Passt du deine Ernährung an deinen Sport an und worauf achtest du?

Ich achte auf eine ausgewogene Ernährung, welche zum Kalorienbedarf im Radsport passt. Allgemein versuche ich, mich bewusst zu ernähren und „Müll“ wie Fast Food zu vermeiden.

Wie sieht ein typischer Tag unter der Woche bei dir aus?

Ich stehe um 05:30 Uhr auf und beginne den Tag mit einem großen Müsli. Nach Feierabend um 16:00 Uhr fahre ich nach Hause, erledige evtl. Tätigkeiten im Haushalt und gehe anschließend gleich aufs Rad. Nach dem Training wird für den Abend sowie den nächsten Tag gekocht und dann ist es sehr schnell auch wieder Zeit zu schlafen.

Welche Begegnung (beim Mountainbiken oder außerhalb des MTB-Sports) bleibt dir in schöner Erinnerung?

Als ich vor 2 Jahren in Heubach Bart Brentjens vor dem Rennen an der Akkreditierung traf. Ein echt cooler Typ und eine sehr besondere Begegnung für mich, da er als erster Olympiasieger im XCO auch viel für die Entwicklung des MTB-Sports getan hat.

Woran erinnerst du dich in der vergangenen Saison besonders gern?

An die vielen erlebten Eindrücke mit dem Team bei den verschiedenen Rennen. Man ist nie alleine und kann sich gegenseitig unterstützen!

Welche Ziele hast du dir für die Saison 2020 gesetzt?

Wieder mehr Rennen zu fahren, nachdem ich diese Saison mein Pensum etwas reduziert hatte. Ein 12h Rennen wäre auch mal eine tolle Erfahrung. Desweiteren ist es mir wichtig, gesund und verletzungsfrei zu bleiben.


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