04.11.2020

Rückblick auf die toMotion Mountainbike-Saison 2020: wenige Rennen und kreative Alternativen

Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben im Jahr 2020 nachhaltig geprägt. Für viele Mitglieder des Lindauer Mountainbike-Teams toMotion Racing by black tusk bedeutete sie vor allem eines: wenige bis gar keine Rennen. Viele Veranstalter scheuten Aufwand und Verantwortung, welche die Organsiation einer Sportveranstaltung in Pandemiezeiten mit sich bringt, so dass nur ein Bruchteil der geplanten Mountainbikerennen tatsächlich stattfanden. Einige rennbegeisterte Teammitglieder nahmen spät in der Saison doch noch an Rennen teil. Andere ließen sich kreative Alternativen einfallen und suchten sich ihre eigenen Herausforderungen auf dem Bike.

Ab Juni wurden die Corona-Beschränkungen wieder gelockert, so dass im Sommer dann doch noch einige Rennen stattfanden. Drei der ursprünglich geplanten elf toMotion-Teamrennen wurden nicht abgesagt, sondern mit strengen Sicherheitsauflagen durchgeführt: die Sigma Bike Challenge in Neustadt an der Weinstraße, die „Grüne Hölle Freisen“  und die Albgold Trophy in Trochtelfingen auf der Schwäbischen Alb. In Neustadt standen rund ein Dutzend toMotion-Fahrer an der Startlinie, von denen Mark Jagenow, Marcel Scheu vom TNT-Team sowie Gabi Scheu, die den Sprung aufs Altersklassen-Podium schaffte, ein besonders starkes Rennen fuhren. Sieben toMotion-Racer nutzten Anfang September die Chance, das 2h-Rennen „Grüne Hölle Freisen“ zu fahren. Jos van Sterkenburg siegte in der U19-Kategorie, Gwenda Rüsing wurde bei den Seniorinnen Zweite. An der Albgold Trophy nahmen Anfang Oktober ebenfalls acht Teammitglieder teil. Bei diesem schnellen Rennen mit geringem Trailanteil legten drei toMotion-Racer die 46 Kilometer lange Strecke trotz starkem Wind mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von  über 30 km/h zurück. Wieder war Mark Jagenow, der in der Vorwoche beim Trail Hype in Titisee Neustadt einen Altersklassensieg eingefahren hatte, der schnellste toMotion-Fahrer. Mit etwas Detektivarbeit brachte er es in der Saison 2020 auf insgesamt 13 Renneinsätze.

 

 

Für Danièle Troesch war es trotz Corona-Beschränkungen eine erfolgreiche Rennsaison. Mitte Februar verband sie eine außergewöhnliche Urlaubsreise mit einem sportlichen Erfolg und fuhr mit ihrem Lebenspartner Olivier Guth in der Mixed-Kategorie des zweitägigen Wüstenrennens Samarathon in Israel den Gesamtsieg ein. Eine Woche nach ihrer Rückkehr sicherte sie sich den zweiten Platz der Damen-Gesamtwertung beim Raid Poli Mountainbike-Marathon in Südfrankreich. Im August erkämpfte sich das Duo Troesch/Guth Platz fünf der Mixed-Gesamtwertung beim legendären fünftägigen Swiss Epic. Beim dreitägigen Mouflon Tracks Etappenrennen in Polen freute sich toMotion-Neuzugang Evgeny Sidorenko über Gesamt-Platz drei seiner Alterskategorie. Niklas Gathof vom toMotion Nachwuchs Team TNT beschritt in der Lockdown-Zeit neue Wege und nahm an etlichen virtuellen Zwift-Rennen der German Cycling Association GCA teil. Im Verlauf von mehreren Zwift-Rennserien schaffte es das toMotion-Nachwuchstalent rund ein Dutzend Mal aufs virtuelle Podium.

 

Viele andere toMotion-Teammitglieder verzichteten in diesem besonderen Jahr auf Rennteilnahmen und widmeten sich anderen Projekten. Einige der selbstgestellten Herausforderungen forderten ähnlich viel Energie und Durchhaltevermögen wie ein Rennen. So absolvierte Jan Finster gemeinsam mit seinem Freund André Haußmann den Stoneman Taurista innerhalb von 24 Stunden und erkämpfte sich damit eine weitere Stoneman-Trophäe in Gold. Heiko Röhrig schaffte mit einem „Everesting 10K Roam“ seinen zweiten Eintrag in die Everesting Hall of Fame. Außerdem fand er heraus, dass es möglich ist, an einem einzigen Tag im Hellen 500 Kilometer auf dem Rad zurückzulegen. Daniel Bürgin absolvierte Anfang Mai sein erstes Everesting und auch er schaffte mit 9129 gefahrenen Höhenmetern auf Anhieb die Aufnahme in die Everesting Hall of Fame. Anfang Juli nahm er dann gemeinsam mit Sascha Ernst eine BelchenHochDrei-Tour in Angriff, in deren Verlauf die beiden drei Gipfel in drei Ländern an einem Tag bezwangen - ein Unternehmen, das sich auf 311 Kilometer und 4231 Höhenmeter summierte. 

 

 

Manche toMotion-Teammitglieder legen nun über den Winter die Füße hoch, um im Frühjahr wieder ins Training einzusteigen. Die Leistungsträger im Team haben nach einer mehrwöchigen Saisonpause bereits jetzt mit einem strukturierten Training für die Rennsaison 2021 begonnen. Eines wird wohl allen Mountainbike-Enthusiasten gemein sein: die Spannung, was das Mountainbike-Jahr 2021 für sie bereit hält und in welchem Rahmen und Umfang sie ihren Sport dann ausüben können.


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