26.04.2018

Runa van Sterkenburg im Interview

Runa van Sterkenburg ist der Neuzugang und zugleich das „Küken“ im toMotion Nachwuchs Team. Seit dieser Saison hält die siebzehnjährige Gymnasiastin aus dem rheinland-pfälzischen Mannebach gemeinsam mit Marla Krauss die vier „wilden Jungs“ im TNT-Team in Schach und hat mit ihnen viel Spaß bei gemeinsamen Trainingswochenenden, beim Trainingslager in der Provence und auch bei diversen Rennen. Für diese Saison hat sich Runa unter anderem wieder die Teilnahme an der Salzkammergut Trophy vorgenommen, wo sie im vergangenen Jahr auf der F-Strecke auf Platz 5 ihrer Alterskategorie ins Ziel kam. Die ganze Familie van Sterkenburg fährt Mountainbike und ist im Team toMotion Racing by black tusk sehr aktiv: so organisierte sie beispielsweise im Frühjahr 2018 bereits zum zweiten Mal ein Trailwochenende für Teammitglieder an der Saarschleife. Wie Runa ihre Ernährung an den Sport anpasst und welche Ziele sie sich für die Saison 2018 gesetzt hat, erfährst du in unserem Interview:

Hallo Runa, bitte stelle dich kurz vor.

Hallo, ich bin Runa und bin Ende letzten Jahres 17 geworden. Ich komme aus dem rheinland-pfälzischen Mannebach, einem kleinen Dorf nahe der französischen und luxemburgischen Grenze.

Wer gehört sonst noch zu deiner Familie?

Meine Eltern, Peter und Petra und mein jüngerer Bruder Jos, die auch alle Mountainbike fahren. Unser Kater Snorre vervollständigt dann die Familie. :)

  

Du gehst noch in die Schule, nicht wahr? Was gefällt dir dort, was machst du nicht so gern?

Ja, ich gehe im Moment in die 11. Klasse am Gymnasium Saarburg, wo ich in zwei Jahren mein Abi mache. An Fächern gefallen mir meine drei Leistungskurse Deutsch, Englisch und Bio und natürlich Sport. Mathe und Geschi sind jetzt eher nicht so mein Fall. ;)

Was bedeuten dir Sport im Allgemeinen und das Mountainbiken im Besonderen?

Sport ist zum einen ein Ausgleich zur Schule, wo ich mehr oder weniger den ganzen Tag sitze und eher mit dem Kopf arbeite. Zum anderen kann ich beim Sport einfach mal abschalten, und auch Zeit für mich haben. Das Gefühl, etwas geleistet zu haben und sich dabei auch immer wieder neu herauszufordern, findet man so wohl einfach nur beim Sport.

Beim Mountainbiken ist das Besondere für mich, dass man sich in der Natur aufhält und auch immer wieder neue Wege fahren, sein „Revier“ vergrößern und einfach nie „auslernen“ kann. Die Technik, um Trails immer sicherer und schneller fahren zu können, kann man immer weiter verbessern.

   

Wenn ich mich manchmal im Training bei Intervallen frage, warum ich mir das eigentlich antue, finde ich spätestens in Wettkämpfen immer eine Antwort darauf. Das Gefühl, nach einem Rennen ins Ziel zu kommen und die Erfolge vom Training wirklich zu sehen, ist einfach toll. Und wenn´s noch ne Podiumsplatzierung ist, ist die Freude natürlich umso größer. :)

Gibt es für dich noch etwas anderes als Schule und Mountainbiken?

Seit Herbst versuche ich, einmal  pro Woche laufen zu gehen, wenn das Wetter und die Zeit es zulassen.  Viel Zeit bleibt dann nicht mehr. :) Aber ich treffe mich auch gerne mit meinen Freunden und unternehme etwas.

Wie schaffst du es, dein Training mit Schule und Familie bzw. Freunden in Einklang zu bringen?

In meiner Familie fahren auch alle Mountainbike, von daher habe ich von da auch immer Unterstützung. Wir fahren auch ab und zu gemeinsame Touren an Wochenenden.  Meine Freunde haben auch wirklich immer Verständnis dafür, wenn ich mal nicht mitgehen kann, weil ich ein Rennen habe oder trainiere.

Schule und Training funktioniert eigentlich gut zusammen. Lernen und Hausaufgaben mache ich weitgehend in Freistunden, so hab ich dann mittags bzw. nachmittags Zeit zum Trainieren.

Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du für die Schule und wie viele trainierst du?

In der Schule habe ich 31 Unterrichtsstunden pro Woche, dreimal habe ich bis 16 Uhr Schule, mittwochs bis 12 Uhr und freitags bis 13 Uhr. Lernen und Hausaufgaben versuche ich weitgehend in meinen Freistunden zwischendrin zu machen, damit ich, wenn ich zu Hause bin, mich aufs Training konzentrieren, oder auch einfach mal nichts tun kann. Vor Kursarbeiten ist es dann etwas mehr Zeit für die Schule.  Mein Training nimmt zwischen 8 und 12 Stunden pro Woche ein.

Passt du deine Ernährung an deinen Sport an und worauf achtest du?

Ja, auf jeden Fall. Ich finde Ernährung ein sehr interessantes Thema, deswegen beschäftige ich mich auch gerne damit und versuche dann, einige Dinge auch umzusetzen.

Ich passe meine Kohlenhydrataufnahme an mein Training an und esse viel frisches Obst und Gemüse, vor allem Beeren esse ich besonders gern. :) Ich bereite mir abends immer mein Mittagessen für die Schule vor, und Fertigprodukte vermeide ich generell. Wir machen zu Hause recht viel selber und gekocht wird sowieso jeden Tag frisch. Man weiß, was drin ist, und es schmeckt einfach am besten. ;) Auch Nutella mache ich gerne selber, es schmeckt besser als das Original und ist dazu auch noch gesünder.

Wie sieht ein typischer Tag unter der Woche bei dir aus?

Je nachdem, wann die Schule für mich anfängt (montags & freitags um 8:35 Uhr, dienstags & donnerstags um 7:50 Uhr, mittwochs um 9:40 Uhr), stehe ich zwischen 6 und 8 Uhr auf. Dann wird erst mal was gefrühstückt und dann geht’s per Bus in die Schule. Je nachdem, wann Schulschluss ist, bin ich gegen 13/14/17 Uhr zu Hause und trainiere dann. Abends richte ich mein Mittagessen für die Schule und esse noch eine Kleinigkeit.

Woran erinnerst du dich in der vergangenen Saison besonders gern?

Meine Highlights in der Saison waren definitiv die Salzkammergut-Trophy, der Montafon Marathon und die Ultra Bike. Die Stimmung an der Strecke bei den größeren Veranstaltungen und auch im Start/Zielbereich ist einfach eine ganz besondere. Die Rennen in den Alpen waren für mich auch ganz besondere Erfahrungen. Zum einen ist das von der Strecke her was ganz anderes als hier bei uns daheim, und man hat noch tolle Aussichten während dem Rennen.

  

  

Welche Ziele hast du dir für die Saison 2018 gesetzt?

Ich möchte mich dieses Jahr hauptsächlich auf die Mittelstrecken konzentrieren und da versuchen, mich möglichst gut zu platzieren. Dann fahre ich dieses Jahr auch wieder bei der Salzkammergut-Trophy mit, wo ich letztes Jahr mit dem 5. Platz in der Altersklasse knapp am Podium vorbei bin. Da habe ich mir fest vorgenommen, dieses Jahr unter die ersten drei zu fahren. Bei der Ultra Bike starte ich auch wieder, mit dem Ziel, bei der Frauenwertung unter die ersten 5 zu kommen. Ob´s dann letztlich klappt, wird sich herausstellen. ;)

Ansonsten will ich dieses Jahr auch einfach wieder viel Spaß bei den Rennen, beim Training und bei gemeinsamen Team-Events und Ausfahrten haben. :)

  

 

 

 


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