21.04.2020

Stark dabei im virtuellen Radrennen: Niklas Gathof fährt in beim Bundesliga-Rennen als zweiter U19-Fahrer ins Ziel

Außerordentliche Umstände erfordern außerordentliche Maßnahmen. Da Radrennen als Großveranstaltungen für die nächsten Monate abgesagt sind, hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) seine Bundesliga-Straßenrennen kurzerhand auf den Bildschirm verlegt. Niklas Gathof aus Amtzell hat sein Lindauer Team toMotion Racing by black tusk beim ersten virtuellen Bundesliga-Lauf würdig vertreten: er kam als zweiter U19-Fahrer ins Ziel und sicherte sich unter rund 300 Teilnehmern den 50. Gesamtplatz.

 

Der 16-jährige Niklas Gathof aus Amtzell im Allgäu ist einer der Anwärter auf einen Platz im toMotion Nachwuchs Team und wird gleichzeitig von der German Cycling Academy (GCA) als Nachwuchstalent gefördert. So nimmt Gathof auf Einladung der GCA an einer fünfteiligen Serie von Bundesliga-Straßenrennen teil, die im April und Mai ausgetragen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie hat der BDR diese Rennen in die virtuelle Welt verlegt, wo die Teilnehmer nichtsdestotrotz mit vollem Körpereinsatz gegeneinander antreten.

Die moderne Technik macht es möglich: wer über einen Fahrrad-Heimtrainer und einen Bildschirm verfügt, kann anhand einer Software namens Zwift Rennen gegen andere Radsportler fahren. Dabei wird die zu fahrende Strecke in den Heimtrainer einprogrammiert, so dass das Geländeprofil – also Steigungen oder Gefälle -  durch mehr oder weniger Widerstand beim Treten simuliert wird. Den Fahrern wird im Verlauf des Rennens also mal mehr, mal weniger Leistung abverlangt. Wie schnell sie das Rennen fahren, entscheiden sie selbst. Jeder von ihnen sieht sich und die anderen Teilnehmer auf seinem Bildschirm als stilisierte Radfahrerfiguren und kann über eine Wertungsliste verfolgen, auf welchem Platz im Feld er sich befindet und welchen Abstand er zu den Fahrern vor und hinter sich hat. Unfälle sind im virtuellen Raum nicht möglich, so dass die Zwift-Rennen für die Teilnehmer zwar schweißtreibend, aber weniger gefährlich sind als reale Rennen.  

Der erste Lauf der virtuellen Zwift-Bundesliga wurde am vergangenen Samstag ausgetragen. „Trotz des traumhaften Wetters befanden sich ca. 300 Deutsche auf der Rolle, um sich in die Punkte der Bundesliga einzufahren“, berichtet Niklas Gathof. „Ausgetragen wurde das Rennen im normalen Rennverfahren, d.h. mit einem Massenstart und anschließend ging es auf zwei Runden à 20 Kilometer und 174 Höhenmeter.“ Die ersten zehn Kilometer konnte der junge toMotion-Racer im Hauptfeld mitfahren. Am fünf Kilometer langen Anstieg ordnete er sich unter den ersten 50 ein, musste die Spitzengruppe jedoch ziehen lassen. Auf der zweiten Runde hielt sich Gathof in der Verfolgergruppe, innerhalb derer am Berg um jede Position gekämpft wurde. Nach 39 Kilometern begann der Zielsprint, in dem der 16-Jährige gegen seine erwachsenen Konkurrenten gut mithielt und sich damit nach 54 Minuten den 50. Gesamtplatz erkämpfte. „In der Altersklasse U19 erzielte ich den zweiten Platz mit wenigen hundertstel Sekunden Rückstand auf den Sieger“, berichtet er stolz.

Weitere vier Zwift-Rennen, in denen er Punkte für die Bundesliga-Gesamtwertung sammeln kann, stehen für Niklas Gathof an den kommenden Wochenenden auf dem Programm.



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