17.07.2019

Sven Rothfuß fährt in Albstadt vorne mit

Eine Flut von 2400 Mountainbikern wälzten sich am vergangenen Samstag über die 83 Kilometer lange Strecke des Assa Abloy Albstadt Bike Marathons. Unter ihnen sechs Fahrer und eine Fahrerin in den Teamfarben von toMotion Racing by black tusk, dem Lindauer Mountainbike-Rennstall. Der schnellste von ihnen, Sven Rothfuß vom toMotion Nachwuchs Team TNT, mischte ganz vorne mit und überquerte am Ende als Gesamt-24. die Ziellinie. Seine TNT-Teamkollegin Marla Krauss erreichte in der Damen-Lizenzklasse Platz acht. Weitere gute Ergebnisse für toMotion gab es in München: beim 24h-Race im Olympiapark fuhren sowohl Sascha Strauß als Einzelfahrer, als auch Anja Knaub im Zweierteam mit Bettina Graßl aufs Podium.

In Albstadt, der Metropole auf der Schwäbischen Alb, wurde am vergangenen Samstag die 25. Auflage des Assa Abloy Albstadt Bike Marathons gefeiert. Dieses Rennen bietet traditionell nur eine Strecke an, die es jedoch in sich hat: 83 Kilometer, gespickt mit 2000 Höhenmetern. Der technische Anspruch des Marathons ist nicht hoch – es handelt sich um ein schnelles Rennen, das zumeist über sogenannte „Waldautobahnen“ führt. Trotzdem ist der Anspruch dieses Rennens nicht zu unterschätzen, denn zwei giftige Anstiege erwarten die Teilnehmer erst nach Kilometer 65 und ziehen demjenigen, der sich seine Kräfte nicht gut eingeteilt hat, vollends den Stecker.

Sven Rothfuß kennt dieses Rennen gut und hat mit seinen 22 Jahren schon eine Menge Rennerfahrung gesammelt. 2018 hatte er die 83 Kilometer in 3:11 Stunden bewältigte – in diesem Jahr wollte er seine Zeit unterbieten. „Bis Kilometer 30 hielt ich mich in einer großen Führungsgruppe mit ungefähr 40 Fahrern auf“, berichtete er. „Dann tat ich mich mit fünf weiteren Fahrern zusammen und wir ließen die Spitzengruppe fahren. Bis Kilometer 50 war die Strecke noch relativ flach, aber dann fingen die Berge an, mit teils sehr steilen und knackigen Anstiegen.“ Rothfuß kämpfte sich durch und überquerte die Ziellinie nach 3:08:14 Stunden als 23. Lizenzfahrer und auf Rang 24 des Gesamtklassements. „Bin mit der Leistung sehr zufrieden, da ich meine Zeit im Vergleich zu letztem Jahr um drei Minuten verbessern konnte“, kommentierte der junge toMotion-Racer sein Rennen.

Weniger rund lief es für seinen Teamkollegen Christian Ludewig. „Es war eine Achterbahn der Leistung“, erinnert er sich. „15 Minuten lang gute Beine und danach 20-30 Minuten ein komplett leeres Gefühl und schlapp.“ Folgerichtig war Ludewig in diesem Jahr rund sechs Minuten langsamer als 2018 und musste sich mit Rang 58 der Lizenzklasse zufrieden geben. Auch Norbert Fischer behält den diesjährigen Albstadt Bike Marathon nicht in guter Erinnerung. „Bereits nach 20 Sekunden hatte ich einen kapitalen Sturz. Da war das Rennen psychologisch schon gelaufen“. Froh über die technisch nicht sonderlich anspruchsvolle Strecke, kämpfte er sich trotzdem durch und war im Ziel mit seiner Zeit von 3:45:45 Stunden durchaus zufrieden. Gregor Hösler, der erst seit einigen Wochen Teammitglied von toMotion Racing by black tusk ist, bestritt in Albstadt sein erstes Mountainbikerennen überhaupt. Und das in der beachtlichen Zeit von 3:51:15 Stunden, womit er in der Masters1-Kategorie Platz 64 erreichte. „Es hat Spaß gemacht“, fasst er seine Premiere zusammen, „auch wenn ich mich unterwegs ab und zu über Fahrer geärgert habe, die mich nicht vorbei lassen wollten“.

 

Bei den Damen erreichte Marla Krauss ihr persönliches Ziel, die 83 Kilometer in weniger als vier Stunden zu fahren. Damit erkämpfte sie sich unter 120 gestarteten Damen den 13. Gesamtrang und fuhr in der Lizenzklasse auf Rang 8. „Der Albstadt Marathon ist jedes Jahr wieder ein Highlight. Die Strecke war wieder top und die Leute am Rand sowieso.“

Im Olympiapark München wurde am selben Wochenende das 24-Stunden-Race ausgetragen. Auf dem 6,1 Kilometer langen Rundkurs erlebten die Teilnehmer höchst wechselhaftes Wetter, das ihnen Regen, Wind, Gewitter und auch ein paar Sonnenstrahlen präsentierte. toMotion Racing konnte sich bei diesem Rennen über zwei Podiumsplatzierungen freuen: Sascha Strauß belegte als Einzelfahrer in der Kategorie Senioren mit 75 gefahrenen Runden Rang drei, ebenso wie Anja Knaub und ihre Teampartnerin Bettina Graßl, die als Zweierteam angetreten waren und gemeinsam 76 Runden und damit mehr als 460 Kilometer bewältigten. Parallel dazu fand ein 8-Stunde-Race statt, bei dem toMotion Racing by black tusk von zwei neuen Teammitgliedern, Veronika Auer und Benjamin Els, vertreten wurde. Gemeinsam fuhren sie in acht Stunden 38 Runden und erreichten damit Rang neun in der Zweierteam-Wertung, in der vor allem reine Männerteams angetreten waren.

 

Einige weitere Fotos aus Albstadt:

 

 

 

Ergebnisübersicht:

Assa Abloy Albstadt Bike Marathon (83 km, 2000 hm)

8. Platz Liz Damen             Marla Krauss (3:57:20) (13. Platz Gesamt)
23. Platz Lizenz                 Sven Rothfuß (3:08:14) (24. Platz Gesamt)
41. Platz Masters3             Norbert Fischer (3:45:45)
58. Platz Lizenz                 Christian Ludewig (3:36:16)
64. Platz Masters1             Gregor Hösler (3:51:15)
205. Platz Masters2           Jan Finster (4:22:02)
207. Platz Masters1           Daniel Schmitt (4:44:57)

 

24h-Race, Olympiapark München (Runden à 6,1 km und ca. 100 hm)

Senioren Einzel

3. Platz                              Sascha Strauß (75 Runden)

Zweierteam Mixed

3. Platz                              Anja Knaub / Bettina Graßl (76 Runden)

8h-Race, Olympiapark München

Zweierteam

9. Platz                              Veronika Auer / Benjamin Els (38 Runden)

 

Schwarzwald König, Schauinsland (Bergzeitfahren, 11,5 km /770 hm)

38. Platz Männer                David Klaiss (0:41:09)

 

Original-Rennberichte:

Marla Krauss, 8. Platz Lizenz Damen (13. Platz Gesamt Damen) beim Assa Abloy Albstadt Bike Marathon:

„Der Albstadt Marathon ist jedes Jahr wieder ein Highlight. Die Strecke war wieder top und die Leute am Rand sowieso. Nachdem ich die ersten zwei Verpflegungspunkte auch noch sehr gut in meinem persönlichen Zeitplan lag, war nach der Schanze in Onstmettingen kurz die Luft raus. Aber nach einem kleinen Tief konnte ich mich wieder motivieren und so doch noch mein Ziel unter 4h zu fahren erreichen.“

Sven Rothfuß, 21. Platz Lizenz (24. Platz Gesamt) beim Assa Abloy Albstadt Bike Marathon:

„Um 10:00 Uhr ging ich auf die Strecke des Assa Abloy Bike Marathon mit 83 km und 2000 hm. Die Strecke war sehr nass, teils sehr ausgewaschen und rutschig, da es in der Nacht zuvor stark geregnet hatte. Am Morgen war es aber dann zum Glück trocken. Auf den ersten paar Metern nach dem Start stürzte ein Fahrer vor mir. Ich konnte den Sturz umfahren, sonst verlief der Start reibungslos. Bis Kilometer 30 konnte ich mich in der großen Spitzengruppe mit ungefähr 40 Fahrern aufhalten. Dann tat ich mich mit fünf weiteren Fahrern zusammen und wir ließen die Spitzengruppe fahren. Bis Kilometer 50 war die Strecke noch relativ flach, aber dann fingen die Berge an, mit teils sehr steilen und knackigen Anstiegen. Als ich den letzen Anstieg bezwungen hatte, war ich froh, da ich wusste, nun geht es nur noch bergab und ich meine Beine nach 80 km ordentlich spürte. Die Ziellinie überquerte ich dann nach 3 Stunden und 8 Minuten, das hieß für mich Platz 24 insgesamt und Platz 21 in meiner Altersklasse. Bin mit der Leistung sehr zufrieden, da ich meine Zeit im Vergleich zu letztem Jahr um 3 Minuten verbessern konnte.“

Norbert Fischer, 41. Platz Masters3 beim Assa Abloy Albstadt Bike Marathon:

„Dieses Rennen ist schnell geschildert. Kapitaler Sturz nach 20!!! Sekunden. Da war das Rennen psychologisch schon gelaufen. Gefahren bin ich dann trotzdem, technisch so schlecht wie noch nie. Gott sei Dank war die Strecke nicht anspruchsvoll. Was tatsächlich noch brauchbar war, war meine Rennzeit, alles andere muss ich jetzt schnell vergessen.“

Christian Ludewig, 58. Platz Lizenz beim Assa Abloy Albstadt Bike Marathon:

„Ein Rennen, das ich bereits nach dem Start und ersten Berg abgehakt habe. Es war eine Achterbahn der Leistung. Ein komisches Rennen, was ich seit langen gefahren bin. Wenn man weiß, man könnte schneller, doch der Körper streikt einfach immer wieder. Am Ende habe ich es als gutes Training gesehen, auch für die kommende Saisonhälfte und die zwei anstehenden 12h Rennen. Am Ende war ich rund 6 Minuten langsamer als 2018.“

Jan Finster, 205. Platz Masters2 beim Assa Abloy Albstadt Bike Marathon:

„Nach der super Stimmung im Vorjahr war klar, dass ich hier wieder am Start sein musste. Dieses Mal als Teamrennen organisiert, bot sich neben dem Vorteil der zusätzlichen Betreuung die Gelegenheit, mit dem einen oder anderen toMotion-Fahrer ins Gespräch zu kommen.

Die Strecke war trotz des Regens in der Vorwoche und nächtlichem Gewitter in einem top Zustand. Auch die Temperatur passte mit 16 Grad am Start. Ich startete in Startblock E mit dem festen Vorsatz, das Feld wie im Vorjahr von hinten aufzurollen :-). Das klappte in der ersten Rennhälfte ganz gut und ich hangelte mich von Gruppe zu Gruppe. Besonders in den Abfahrten konnte ich diverse Plätze gut machen, allerdings fehlten mir heute in den Anstiegen ein paar Prozent und so versuchte ich dort, meine jeweilige Position so gut es ging zu halten. Gerade aber auf den letzten knapp 10 km, als sich eine kurze Rampe an die andere anschloss, war die Luft ziemlich raus.

Auch dieses Mal gab es leider wieder einige Unfälle - so stürzte ein Fahrer in einer steilen Abfahrt direkt neben mir. Ich wartete kurz, bis der Kollege wieder stand und verlor dadurch auch nur wenig Zeit. Eine witzige Anekdote zwischendrin gab es noch, als ich nach diverser Führungsarbeit im Mittelteil einen nun schon eine Weile an meinem Hinterrad hängenden Kollegen bat, mal in den Wind zu gehen. Er meinte nur: "Ach lass mal, ist für mich eigentlich ganz bequem so." Da blieb mir nix anderes übrig, als den "frechen" Kerl kurze Zeit später abzuhängen.

Schlussendlich war ich mehr als 16 Minuten schneller als im Vorjahr und landete damit perfekt in meinem persönlichen Zielkorridor. Die Zeit reichte sogar für das erste Drittel aller Starter, womit ich sehr zufrieden bin. Für die Unterstützung an der Strecke vielen Dank an das super Publikum in Albstadt und die Betreuung durch Frija, Matthias, Noé und meinen Sohn Vincent, der das zum ersten Mal und ganz toll gemacht hat :-).“

Daniel Schmitt, 207. Platz Masters1 beim Assa Abloy Albstadt Bike Marathon:

„So, endlich habe ich es auch mal zum Mountainbike Marathon Klassiker auf der Alb geschafft ;-). Es war ein ziemlich zäher Kampf, vor allem die ersten 2 Stunden. Dann kam der Motor so langsam zum Laufen. Vollgas bei der Sprintwertung an der Skisprungschanze, ca. 30 m vor Ende des Anstieges schaltete ich, es rutschte die Kette, ich wollte das Bike noch ausbalancieren, es ging aber nicht mehr, also kippte ich mit dem Bike um und machte mit dem weichen Rasen der Skisprungschanze Bekanntschaft ;-). Und das vor den Hunderten von Zuschauern dort - na toll, dachte ich. Trotz alledem hat der Marathon viel Spaß bereitet, besonders die technischen Passagen bergab wie bergauf, die auch etwas rutschig und schmierig durch den Regen vor dem Marathon waren, sie ließen sich aber gut bewältigen. Hier konnte ich auch eine Menge Fahrer überholen.“

Anja Knaub, 3. Platz Zweierteam Mixed beim 24-Stunden-Rennen in München:

„In diesem Jahr stand für mich das 24 h Rennen in einem 2er Team auf dem Programm. Da ich für die Race Around Austria Challenge noch ein längeres Training benötigte, schien dies ideal. So war der Plan folgender: Bettina sollte starten und die ersten 6 h fahren und ich sollte dann die 12 h inklusive Nacht fahren, bevor Bettina wieder die letzten 6 h übernehmen sollte. Es war klar, dass wir mit dieser Taktik wahrscheinlich wenig Möglichkeiten hatten, um zu siegen, aber da wir beide eher viel Ausdauer haben, entschieden wir dies so. Leider haben sich dann keine weiteren Frauenteams angemeldet und deshalb mussten wir in der MIXED Kategorie antreten - was auch irgendwie schwierig ist.

Die Wetterprognose war schlecht und die Strecke mit 4 km eher eine mit Drehwurm-Charakter. Durch die Nässe war die Sturzgefahr sehr hoch und nachdem um 19.30 Uhr ein Unwetter kam, wurde das Rennen bis morgens um 5.00 Uhr unterbrochen. Ich war gerade mal 1,5 h auf der Strecke. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir 50 min. Rückstand - auch wegen einer längeren Reparaturpause.

Als ich morgens startete, merkte ich, dass die Beine richtig gut waren und deshalb fuhr ich auch für meine Verhältnisse schnell los und hielt die ganzen 7 h einen 10 Minuten Schnitt. Damit bin ich sehr zufrieden. Ich konnte noch 30 Minuten zufahren und als ich die Runde Rückstand am Ende nicht mehr einholen konnte und es wieder regnete, entschied ich, die letzte Runde nicht mehr zu fahren und lieber mit den Kindergarten-Fans zu feiern.

Fazit: Trotz Rückenschmerzen in der gesamten Woche steigt die Formkurve an und ich habe die besten Fans und BetreuerInnen, und mit Bettina eine klasse Teampartnerin. Jetzt heißt es Schmerzen in den Griff zu bekommen. Die Zeit läuft bis zum 14.8.“

David Klaiss, 38. Platz Männer beim Bergrennen Schwarzwald König am Schauinsland:

„Das Wetter war gut. Es war ein Einzelstartrennen. Gleich nach dem Start kam ich gut voran. Bei der Hälfte hatte ich einen kleinen Einbruch und wurde langsamer. Zum Glück kam ein ganz kleines gerades Stück Strecke, das mir reichte, mich wieder zu erholen. Somit konnte ich wieder etwas schneller fahren. Das letzte Stück gab ich dann nochmal alles und sprintete voll ins Ziel.“

 

 


Facebook