26.10.2017

Sven Rothfuß im Interview


 

Sven Rothfuß, einer der sechs Fahrer des toMotion Nachwuchs Teams TNT, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf jeden Fall bei Daniel Bürgin, Sportblogger im Team toMotion Racing by black tusk, der Sven in seinem Blogbericht über das Saison-Abschlusstreffen so beschreibt: „Bei mir in der Gruppe ist Sven Rothfuß, ein unscheinbarer, drahtiger Kerl mit ruhigem Gemüt und roter Mähne. Setzt man ihn auf ein Bike, eskaliert der Typ aber gänzlich - in Münsingen nahm er mir 20 Minuten ab und dieses Jahr war er einer der erfolgreichsten Fahrer im Team.“

Neben Daniel hat sich Sven aber auch die Anerkennung vieler anderer Teamkollegen verdient. Denn er bekam (gemeinsam mit Jos und Runa van Sterkenburg) beim Saisonabschluss den toMotion-Nachwuchsförderpreis 2017 überreicht. Kein Wunder, denn Sven blickt auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurück. So wurde er mit seinem TNT-Team Europameister 2017 im 12h-MTB (6er-Team). Gemeinsam mit seinem Freund und Teamkollegen Christian Ludewig errang er außerdem den Vize-Weltmeistertitel im 12h-MTB im 2er-Team. Erstmalig nahm Sven in diesem Jahr an der Deutschen Meisterschaft im MTB-Marathon teil und wurde als schnellster toMotion-Racer 35. bei den Elite Herren. Ein beachtliches Ergebnis für einen erst 20-jährigen Mountainbiker.

  

Was Sven beruflich macht und welche Leidenschaft er neben dem Mountainbiken noch hat, erfährst du in unserem Interview:

Hallo Sven, bitte stelle dich kurz vor.

Mein Name ist Sven Rothfuß, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Durrweiler / Pfalzgrafenweiler bei Freudenstadt.

Wer gehört sonst noch zu deiner Familie?

Meine Mutter Ursula und mein Vater Jürgen. Sie begleiten mich auch meistens zu den Rennen und unterstützen mich dort tatkräftig. Des Weiteren habe ich noch eine ältere Schwester (Denise), die 24 Jahre alt ist.

Welchen Beruf übst du aus? Was gefällt dir daran?

Momentan befinde ich mich im vierten Lehrjahr meiner  Ausbildung zum Feinwerkmechaniker, Fachrichtung Maschinenbau. Mir gefällt es, Teile zusammen zu bauen, die dann im Gesamten eine Funktion erfüllen. Mir macht es Spaß, mit Metall zu arbeiten und mich handwerklich zu betätigen.

Was bedeuten dir Sport im Allgemeinen und das Mountainbiken im Besonderen?

Sport bedeutet mir sehr viel, er ist immer eine gute Abwechslung  zu meinem  Alltag. Am meisten gefällt es mir natürlich auf meinem Mountainbike, wenn ich mich auf einer technisch anspruchsvollen Strecke richtig schön auspowern kann. Was auch immer wieder Spaß macht ist, sich mit seinen Freunden an einem Anstieg zu messen. Im Winter geh ich auch gerne Langlaufen/Skaten.

  

Gibt es für dich noch etwas anderes als Arbeit und Mountainbiken?

Eine weitere Leidenschaft von mir sind sportliche Autos mit viel PS und einem lauten Auspuff. Ich unternehme auch sehr gerne etwas mit meinen Freunden, aber genieße es auch mal zu relaxen.

Wie schaffst du es, dein Training mit Beruf und Familie bzw. Freunden in Einklang zu bringen?

Meine Eltern halten mir zuhause immer den Rücken frei, sodass ich Zeit fürs Training habe. Wenn es etwas zu erledigen gibt, wie Holz hacken und Rasen mähen, mache ich dies meistens am Wochenende. Unter der Woche unternehme ich wegen des Trainings sehr selten etwas mit Freunden, dafür haben sie aber auch eigentlich fast immer Verständnis. Wir verabreden uns dann immer am Wochenende.

Wie viele Stunden pro Woche arbeitest du und wie viele trainierst du?

Pro Woche arbeite ich 37 Stunden. Ich trainiere 5 Tage in der Woche, aber wie viel dies ist, ist schwer zu sagen, da Andrea mir einen Trainingsplan schreibt und der eigentlich immer zeitlich variiert. Aber 10 Stunden Rad fahren pro Woche sind es allemal.

Passt du deine Ernährung an deinen Sport an und worauf achtest du?

Meine Ernährung ist dank Andreas Hilfe auch auf meinen Sport abgestimmt. Besonders achte ich auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Zusätzlich achte ich noch darauf, dass ich viel Eiweiß, gute Fette und wenig Kohlenhydrate zu mir nehme. Was das Kochen angeht, ist meine Mutter der Vollprofi, sie zaubert immer etwas Leckeres.

Wie sieht ein typischer Tag unter der Woche bei dir aus?

Ich stehe um 6 Uhr auf, frühstücke dann und mache mich anschließend auf den Weg zur Arbeit, die um 7 Uhr anfängt. Mittags um 12 Uhr komme ich immer zum Mittagessen heim. Nach Feierabend, gegen 17 Uhr, schwinge ich mich dann auf mein Bike zum Trainieren. Danach werden noch angefallene Sachen erledigt oder etwas für die Schule gelernt. Vor dem Schlafengehen relaxe ich noch etwas vor dem TV.

Woran erinnerst du dich in der vergangenen Saison besonders gern?

In der Saison 2017 wird mir der Vizeweltmeistertitel im 12h 2er Team mit Christian Ludewig in Erinnerung bleiben, ebenso wie die Europameisterschaft im 12h 6er Team mit dem TNT-Team. Eine Erfahrung wert war auch die Deutsche Marathon Meisterschaft in Gruibingen, da es meine erste Deutsche Meisterschaft war und die Strecke hart. Zum Saisonabschluss habe ich mich noch sehr über den Nachwuchsförderpreis gefreut.

Welche Ziele hast du dir für die Saison 2018 gesetzt?

In der Saison 2018 habe ich vor, mein erstes Etappenrennen zu fahren. Außerdem werde ich noch ein paar Rennen in den Alpen fahren, da mir steile und lange Anstiege liegen. Im Bereich Cross Country möchte ich auch etwas mehr machen, um in diesem Bereich auch zusätzliche Rennerfahrung zu sammeln. Natürlich habe ich vor, meine Leistung  immer weiter zu steigern und besser zu werden.  

  


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