02.03.2021

toMotion-Fahrer ziehen positive Bilanzen

Am vergangenen Samstag ging die eSports Liga der German Cycling Association mit ihrem fünften Lauf zu Ende. Rückblickend sind beide teilnehmenden Teammitglieder des Lindauer Rennstalls toMotion Racing by black tusk mit ihren Ergebnissen mehr als zufrieden. Thore Perske wurde in der 320 Fahrer umfassenden Elite-Kategorie Siebter der Gesamtwertung, Nachwuchsfahrer Niklas Gathof verpasste mit Rang vier der U19-Gesamtwertung denkbar knapp einen Podiumsplatz. Auch ihr Teamkollege Christian Fuhr blickt auf ein erfolgreiches virtuelles Rennen zurück: bei der Ötztaler Radmarathon Challenge auf Rouvy, bei der alle Pässe des realen Ötztal-Marathons virtuell bezwungen werden müssen, erkämpfte er sich Gesamt-Platz 22 in einem über 4000-köpfigen Teilnehmerfeld.

Der fünfte und letzte Lauf der GCA eSports Liga hatte es am vergangenen Wochenende noch einmal in sich. Nach zweieinhalb welligen Runden war auf dem 37,4 Kilometer langen Kurs New York City KOM After Party ein 1,4 Kilometer langer, giftiger Schlussanstieg mit Steigungen bis zu 16 % zu bewältigen. Thore Perske legte das Rennen zunächst wieder in der Spitzengruppe zurück und ging zusammen mit ca. 60 Fahrern in den Anstieg. Dieser hat im Schnitt zwar nur 6,4 % Steigung, besteht aber  aus steilen Abschnitten von bis zu 16 %, einem Flachstück und einer Rampe bis zur Ziellinie“, beschreibt er den letzten Rennabschnitt. „Im steilen Abschnitt konnte ich dann das Tempo der Spitze nicht mehr mitgehen und musste reißen lassen. Im Zielsprint holte ich noch zwei Fahrer ein und kam so auf Position 15 ins Ziel.“ Damit nimmt Thore Perske Platz sieben der Gesamtwertung mit nach Hause – ein Ergebnis, mit dem er bei der Anmeldung wahrlich nicht gerechnet hatte. „Mit den Plätzen 22, 4, 4, 16 und 15 bin ich auch mit meiner Konstanz zufrieden“, lautet sein Fazit. „Wenn es in den Massensprint geht, kann ich schon ganz gut vorne mithalten (das waren die vierten Plätze). An Anstiegen fehlen mir aber noch ein paar Prozent.“.  

Auch Niklas Gathof zieht eine positive Bilanz. Da nur vier der fünf Rennen in die Gesamtwertung einfließen (ein Streichergebnis), tat seine Teilnahme am Landeskader-Training am vorvergangenen Wochenende den Ergebnissen keinen Abbruch. Nach einem achten Platz im fünften Lauf konnte sich das 17-jährige toMotion-Nachwuchstalent am Ende über Rang vier der U19-Gesamtwertung freuen. „Die Rennserie war klasse, um das Renn-Feeling und die Schmerzgrenze in Corona-Zeiten nicht ganz zu vergessen“, fasst er zusammen. Gathofs Stärke liegt in den Anstiegen: „Da habe ich einen Gewichtsvorteil und war somit an den Bergen immer vorn vertreten. Die flachen Strecken und Sprintankünfte waren hingegen sehr mühsam für mich. Deshalb versuchte ich, Zielsprints so gut es geht durch Angriffe am Berg zu vermeiden. Insgesamt war ich mit meiner Leistung zufrieden – schade nur, dass ich einen Podiumsplatz knapp verpasst habe.“.  Nun fokussiert sich der toMotion-Racer auf eine erfolgreiche Mountainbike-Rennsaison, die voraussichtlich am 21.3. mit dem Bundesliga-Rennen in Obergessertshausen beginnt.

Ein weiterer Teamkollege, Christian Fuhr aus Limburg an der Lahn, stellte sich ebenfalls einer virtuellen Herausforderung: auf Rouvy nahm er an der Ötztaler Radmarathon Challenge teil. Im Zeitraum vom 8. bis 28. Februar 2021 mussten die 4302 teilnehmenden Radsportler alle vier Pässe des realen Ötztal-Radmarathons in virtueller Form bewältigen: Brenner, Jaufenpass, Kühtai und Timmelsjoch. Fuhr wurde erst sehr spät auf diese Challenge aufmerksam und musste daher alle vier Passüberquerungen innerhalb einer knappen Woche in Angriff nehmen. „Da ich aufgrund des knappen Zeitfensters die Pässe vorher nicht mehr abfahren wollte, entschloss ich mich, alle vier Pässe in einem für mich sicheren Leistungsbereich zu bezwingen. Damit wollte ich vermeiden, dass ich kurz vor Ende einbreche.“.  Eine Strategie, die aufging: mit einem soliden Tempo erkämpfte sich Fuhr den 22. Gesamtplatz in dem mehr als 4000 Fahrer umfassenden Teilnehmerfeld. „Im Nachhinein ist es natürlich schön zu wissen, dass noch ein bisschen mehr drin gewesen wäre“, kommentiert er augenzwinkernd.