29.08.2017

toMotion-Racer haben Bad Salzig fest im Griff

Traditionell zählt das Team toMotion Racing by black tusk beim Sebamed Bike Day im rheinland-pfälzischen Bad Salzig nicht nur zahlenmäßig, sondern auch leistungsmäßig zu den stärksten Teams. Sieben der elf angetretenen Fahrerinnen und Fahrer standen am Ende des Tages auf den Podien der Gesamtwertung oder ihrer Alterskategorien. Vor allem die Damen punkteten in Bad Salzig: Gwenda Rüsing trug auf der Mittelstrecke den Gesamtsieg bei den Damen davon, Nachwuchstalent Runa van Sterkenburg tat es ihr auf der Kurzdistanz gleich. Auf der Langstrecke belegten Danièle Troesch und Sabine Stampf die Plätze drei und vier der Damen-Gesamtwertung. Gerd Neumann siegte auf der Mittelstrecke bei den Senioren 4, Andreas Schaible war auf der Kurzstrecke stärkster Fahrer bei den Senioren 1.

„Es war ein tolles Wochenende!“ fasst Sabine Stampf den Sebamed Bike Day zusammen. Von der ansprechenden Streckenführung über die entspannte Atmosphäre bei den Rennorganisatoren bis hin zu einem Rennen, in dem sie „endlich mal meine Renntaktik und meinen Essplan im Rennen eingehalten habe und Spaß auf der Strecke hatte“ passte für sie alles. Gemeinsam mit Danièle Troesch, Max Friedrich und Sven Schmid hatte sich Stampf für die lange Streckenvariante mit 80 Kilometern und 1900 Höhenmetern entschieden. Sie teilte ihr Rennen taktisch klug ein und musste sich am Ende in der Altersklasse Seniorinnen nur Bettina Dietzen und ihrer Teamkollegin fileadmin/user_upload/images/PDF/2017/Steckbriefe/Steckbrief-Daniele_Troesch_2017.pdfDanièle Troesch geschlagen geben, die beide mit knapp 90 Sekunden Vorsprung vor Stampf ins Ziel kamen. Troesch verpasste den Sieg in der Seniorinnen-Kategorie um lediglich zwölf Sekunden.

  

Max Friedrich, der in der Vorwoche den fünften Lauf des MTB Hessencup in Baunatal in der Kategorie Lizenz Senioren 2-4 für sich entschieden hatte, schrammte in Bad Salzig mit Rang vier bei den Senioren 2 knapp am Podium vorbei. Er war einen guten Teil des Rennens in Begleitung seines erst 17-jährigen Teamkollegen Sven Schmid vom toMotion Nachwuchs Team (TNT) gefahren und gemeinsam überquerten die beiden am Ende die Ziellinie auf dem Hinterrad. Schmid sicherte sich mit seiner hervorragenden Zeit von 3:23.31 Stunden den 14. Platz der Herren-Elite-Wertung.

  

Auch auf der Mittelstrecke über 45 Kilometer und 1100 Höhenmeter triumphierten zwei Teammitglieder des Lindauer Rennstalls. Gwenda Rüsing setzte sich gegen die gesamte Damenkonkurrenz durch und sicherte sich den Sieg in der Damen-Gesamtwertung. In der Kategorie Senioren 4 stand Dr. Gerd Neumann mit einer halben Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten ebenfalls ganz oben auf dem Podium.

  

Weitere fünf toMotion-Racer hatten sich für die Kurzdistanz mit 29 Kilometern und 750 Höhenmetern entschieden. Schnellster Teamfahrer war Andreas Schaible, der sich trotz eines Verfahrers aufgrund falscher Angaben eines Streckenpostens nach 1:21:56 Stunden den Sieg in der Senioren 1-Kategorie erkämpfte. Knapp fünf Minuten nach Schaible überquerte das erst 13-jährige toMotion-Nachwuchstalent Jos van Sterkenburg die Ziellinie und sicherte sich damit Rang drei der U15-Altersklasse.

  

Seine Schwester Runa van Sterkenburg hatte sich für dieses Rennen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: sie wollte nicht nur ihre Vorjahreszeit verbessern, sondern sich auch den Sieg im 30-köpfigen Damen-Starterfeld sichern. „Dass es mir tatsächlich gelingt, daran habe ich ehrlich gesagt etwas gezweifelt. Aber wie heißt es so schön, wenn man etwas wirklich will, dann klappt es auch“. Und so fuhr die 16-jährige nach 1:37:50 Stunden als strahlende Siegerin über die Ziellinie. Mit den Plätzen fünf und sieben der Senioren 1-Kategorie trugen Stephan Günther und Jürgen Wenger zwei weitere Top-Ten-Platzierungen zur hervorragenden toMotion-Ausbeute bei.

  

  

  

 

Ergebnisübersicht:

20. Internat. MTB-CC, Ottenschlag (19,2 km, 720 hm)

9. Platz AK           Niklas Zankl (1:13:00)

 

Hattgenstein Zauberwald Rennen, (Trial und XCO)

2. Platz Gesamt U15        Jos van Sterkenburg (0:27:36)

 

MTB HessenCup 2017, Baunatal

1. Platz Liz Sen 2-4           Max Friedrich (0:55:4)

 

Sebamed Bike Day, Bad Salzig

80 km / 1900 hm

2. Platz Seniorinnen         Danièle Troesch (3:46:17) – 3. Platz Gesamt
3. Platz Seniorinnen         Sabine Stampf (3:48:45) – 4. Platz Gesamt
4. Platz Sen 2                  Max Friedrich (3:23:32)
14. Platz Elite                  Sven Schmid (3:23:31)

45 km / 1100 hm

1. Platz Gesamt                Gwenda Rüsing (2:12:43)
1. Platz Senioren 4            Gerd Neumann (2:14:56)

29 km / 750 hm

1. Platz Gesamt                Runa van Sterkenburg (1:37:50)
1. Platz Sen 1                   Andreas Schaible (1:21:56)
3. Platz U15                     Jos van Sterkenburg (1:26:23)
5. Platz Sen 1                   Stephan Günther (1:27:54)
7. Platz Sen 1                   Jürgen Wenger (1:30:22)

 

Original-Rennberichte:

Nicky Zankl, 9. Platz AK beim 20. Internat. MTB-CC in Ottenschlag am 20.08.2017:

„An diesem Wochenende stand mit einem UCI-Rennen in Österreich nach ein paar Wochen Training mal wieder ein Rennen für mich an, das ich beenden konnte. Die XCO- Strecke war naturbelassen, sehr schön zu fahren und aufgrund des Regens am Vortag durchaus technisch anspruchsvoll. Der Start verlief gut und ich konnte in die erste Abfahrt als 7. einfahren. Im 2. Uphill begingen meine Vordermänner einen taktischen Fehler, wodurch ich mich bis auf Platz 2. verbessern konnte. Leider hielt diese Position nicht besonders lange, da ich wegen eines Fahrfehlers stürzte und so den kleinen Vorsprung und meine Platzierung verlor. Danach musste ich mich erst einmal wieder sammeln und verlor weitere Plätze. So kam ich als 13. in die 2. Runde. Jedoch konnte ich mich in den weiteren 4 Runden trotz weiterer 2 Stürze auf Platz 9 verbessern. So habe ich jetzt immerhin meine ersten UCI Punkte in einem anspruchsvollen Rennen mit internationalem Starterfeld (nur 2 deutsche Fahrer) eingefahren.“

Jos van Sterkenburg, 2. Platz U15 beim Hattgenstein Zauberwald Rennen am 20.08.2017:

„Gestern startete ich zum ersten Mal beim Zauberwald Rennen in Hattgenstein. Schon beim Abfahren der Strecke vor zwei Wochen mochte ich die Strecke nicht wirklich. Denn sie bot keinerlei Möglichkeiten zum Überholen. Das Rennen gehört zur MTB-Liga-Saar-Pfalz und war somit eine Pflichtveranstaltung für mich, um in die Punkte zu fahren. Bei diesem Rennen gab es keine normale Wertung, sondern eine Kombiwertung, bestehend aus Trial und dem XCO. Pro Fehler gab es beim Trial drei Punkte Abzug, beim Rennen pro Platz zwei. Der Trial ging über zwei Sektionen mit fünf bzw. sechs Abschnitten. Den ersten konnte ich fehlerfrei absolvieren und den zweiten mit nur zwei Fehlern. Damit landete ich auf Platz zwei, den ich mir mit zwei anderen teilte. Ich konnte 24 Punkte einsacken für die Wertung. Im Rennen startete ich wegen einer fehlerhaften Auswertung aus der zweiten Reihe. Die meisten konnte ich schon im Startloop nach dem fünfsekündigen Jagdstart einholen, bis mich jemand in einer Kurve abdrängte und mich so zum Stehen brachte! Dieser bekam dann wenige Meter weiter seine gerechte Strafe mit einem Defekt. Das Rennen über fuhr ich mit Platz 3 zusammen und wir schlossen immer mehr zum Ersten auf. Im letzten Trail wurden ich und der dritte dann von einer kurz bevorstehenden Überrundung aufgehalten und mein kleiner Vorsprung auf den Dritten war wieder dahin. Der Erste konnte so das Rennen mit elf Sekunden Vorsprung gewinnen. Im Zielsprint wurde ich in der letzten Kurve auf der inneren Spur von einer weiteren Überrundung aufgehalten und konnte den Zielsprint so nicht beenden. Daher wurde ich nur Dritter. Das hieß weitere 26 Punkte für mich. Da der Erste im Trial mit mir punktgleich war und der Zweite drei Punkte weniger hatte, konnte ich den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegen.“

Max Friedrich, 1. Platz AK beim HessenCup Baunatal in Bad Salzdetfurt am 21.08.:

„MTB Hessencup beim Citycross in Baunatal. Tolle Strecke inmitten der Innenstadt. Genau so bringt man den Sport zu den Zuschauern! Im Kampf um Platz 3 hatte ich dann einen Reifendefekt und bog erst mal zum Auto ab, um das Hinterrad zu wechseln. Wieder zurück auf die Strecke und dann doch als erster der AK gefinished. COOL!“

Danièle Troesch, 2. Platz Seniorinnen beim Sebamed Bike Day in Bad Salzig, Langstrecke:

„Am 27. August habe ich am Marathon in Bad Salzig teilgenommen. Ich habe mich auf der lange Strecke angemeldet. Die Strecke war 80 km lang mit 1900 Höhenmeter. Höhenprofil sah etwas einfach aus: es ging immer Berg auf und ab. Die Anstiege waren nie sehr lang. Das bedeutet, dass es wichtig ist, in Gruppen zu fahren, um den Windschatten ausnutzen zu können. Ich wusste noch vom letzten Jahr, dass es ein paar Kilometer nach dem Start einen Trail gab. Letztes Jahr hatte ich nämlich Zeit verloren, weil ich ein bisschen langsam losgefahren awr. Dieses Jahr habe ich versucht, schneller zu sein und es hat sich gelohnt: ich konnte den ersten kleinen Trail genießen. Es ging dann weiter, meistens auf Schotter, teilweise auf Trails. Ich wusste nie, auf welchem Platz ich war. Ich war auch öfters alleine. Plötzlich kam eine Gruppe von hinten nach ungefähr 50 km. Da war eine andere Dame. Ich bin mit dieser kleinen Gruppe weitergefahren und habe auch gesehen, dass ein Fahrer ihr immer Windschatten gegeben und auf sie gewartet hat. Da ich das Höhenprofil auf dem Lenker hatte, wusste ich, dass es vor dem Ziel noch einen oder zwei längere Anstiege gab. Sobald es wieder berghoch ging, bin ich mein Tempo weiter gefahren und konnte ein bisschen Vorsprung rausfahren. Als ich im Ziel ankam, habe ich erfahren, dass ich 3. Dame war und 2. ins Altersklasse. Ich habe mich noch mehr gefreut, als Sabine ankam, weil sie die andere Fahrerin noch überholen konnte. Zwei toMotion-Fahrerinnen auf dem Treppchen - es ist immer schöner, wenn man mit eine Teamkollegin zur Siegerehrung gehen kann :-).“

Sabine Stampf, 3. Platz Seniorinnen beim Sebamed Bike Day in Bad Salzig, Langstrecke:

„Nach den positiven Berichten von Teammitgliedern und weil es ein Teamrennen ist, entschied ich mich, erstmals beim Sebamed Bike Day an den Start zu gehen. Da ich mich dieses Jahr vermehrt auf die Langstrecke konzentriere, meldete ich für die Langstrecke über 80 Kilometer und 1.900 Höhenmeter. Ich reiste schon am Vortag an, da ich bei Judith & Peter Mallmann wie schon mehrmals zuvor eine schöne Übernachtungsmöglichkeit hatte. Danièle hatte dieselbe Idee und so genossen wir beide den Mallmannschen Übernachtungsservice. Als dritter Übernachtungsgast kam Michael aus Duisburg vom befreundeten Team Hüttenzauber (https://www.facebook.com/TeamHuettenzauber/)  in Genuss der Gastfreundschaft von Judith & Peter. Am Abend trafen wir einige Teamkollegen, allen voran Harry & Gwenda, die sich wie immer toll um die Organisation der Rennbetreuung kümmerten. Genüsslich speisten wir in einem Bopparder Touristenlokal am Rhein mit Blick auf das Weltkulturerbe und besprachen, wer wann wo Trinkflaschen abgibt, aufnimmt und wieder abgibt, wobei sich der Genuss eher auf das Weltkulturerbe als auf das Essen bezog. Bei manchen musste man schon genauer hinschauen, um das auf der Speisekarte angekündigte Essen auf dem Teller finden. Nun gut... man soll ja auch am Vorabend nicht zu viel essen. Das belastet nur und schließlich gab es noch ein Eis "to go" und belegte Brote im "Hotel Mallmann" :-)

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker zu einer für einen Renntag sehr humanen Zeit um 6:45 Uhr. Nach einem entspannten Frühstück fuhren wir die 5 km zu Start/Ziel - natürlich mit dem Auto, um die Beine noch zu schonen. Obwohl die Parksituation mehr als bescheiden an Start/Ziel ist, da am selben Tag noch eine RTF veranstaltet wurde, war ich positiv überrascht von der insgesamt sehr angenehmen und entspannten Atmosphäre beim Sebamed Bike Day. Keinerlei Hektik ... nirgends :-)

Das übertrug sich auf mich und so stand ich tiefenentspannt mit Puls 80 am Start. Ich nahm mir vor, das Rennen ruhig anzugehen, nicht zu überziehen auf den ersten 20-25 Kilometern und dann zu schauen, was heute geht. Und es ging was... bis Kilometer 26 konnte ich etwas Körner sparen, da ich mit einem Mann fuhr, der ein sehr gutes und für mich angenehmes Tempo fuhr. Ab der ersten Verpflegungsstelle trennten sich allerdings unsere Wege und von da an war ich allein unterwegs. Da ich am Anfang nicht überzogen und mich nicht ins Laktat gefahren hatte, konnte ich auch allein und ohne Windschatten Gas geben. Ab Kilometer 55 wusste ich dann auch von meiner Platzierung im Frauenfeld, nachdem mir Harry bei unserer zweiten Teamverpflegung zurief, ich liege auf Platz 5 und Danièle und eine weitere Frau seien lediglich ca. 1 Minute vor. Da war mein Ehrgeiz geweckt und ich schaffte es, zumindest die niederländische Konkurrentin, die das gesamte Rennen im Windschatten ihres Mannes fuhr, einzuholen. Ich sah sie schon mehrmals an den Anstiegen im Rennen, doch gelang es mir in den doch recht windanfälligen "Flach"Passagen mangels Windschatten nicht, an sie heranzukommen. Am letzten längeren Anstieg habe ich sie dann aber doch noch ein- und überholen können. Sicherlich kam mir zugute, dass ich heute über die gesamte Renndistanz Druck auf den Pedalen hatte und der Beginn des Anstiegs auf Asphalt war. Auf den letzten 5 Kilometern konnte ich auf sie noch einen komfortablen Vorsprung von mehr als 4 Minuten rausfahren. Doch leider kam ich nicht mehr an Danièle, die einen super dritten Platz einfuhr (Gratulation nochmal an dieser Stelle :-), und Bettina Dietzen heran, die beide ca. 1:30 Minuten vor mir ins Ziel kamen. So wurde ich Gesamtvierte und kam in der Seniorinnenwertung auf Platz 3. Trotz des verpassten Podiums in der Gesamtwertung war ich super zufrieden, da ich endlich mal meine Renntaktik und meinen Essplan im Rennen eingehalten habe und Spaß auf der Strecke hatte. Da haben sich auch die Schmerzen in den Beinen irgendwie gut angefühlt :-)

Zum Schluss bleibt nur zu sagen: Vielen Dank an alle Helfer & Betreuer von toMotion für das tolle Wochenenden!!!“

Sven Schmid, 14. Platz Elite beim Sebamed Bike Day in Bad Salzig, Langstrecke:

„Gleich mal vorweg: das Rennen ist echt stark!  

Diesmal hatte ich viel weniger Probleme mit meinem Rücken und ich hab gleich vom Start weg Gas gegeben, um an den vorderen Gruppen dran bleiben zu können. So konnte ich mich schon früh recht weit vorne einordnen. Dadurch, dass ich getaped war, hatte ich im Verlauf des Rennens deutlich weniger Probleme mit meinem Rücken und vor allem viel später. Ich habe mich den größten Teil des Rennens echt gut gefühlt, das habe ich auch sicher den Top organisierten Verpflegungsstationen des Teams zu verdanken. Meine Verpflegung hat auch perfekt gepasst, Fitrabbit vor dem Rennen, Long Energy in den Flaschen, Liquid Energy und Muscle Relax in der Rückentasche, von letzterem hätte ich vielleicht 2 mitnehmen sollen.

Von den ersten 40 km bin ich einen Großteil mit Raphael, der von meinem Tempo überrascht war, gefahren und er hat mich ständig gepusht. Auch in der zweiten Hälfte konnte ich die Geschwindigkeit halten, um mit Max das Rennen zu Ende fahren, auf das Ende hin haben wir uns gegenseitig motiviert. Bei unserer gemeinsamen Fahrt konnte ich auch einiges von ihm lernen, das mir geholfen hat, meine Leistung aufrecht zu halten, obwohl mein Rücken nicht 100 % war. Schöne Trails und auch das Panorama, das einige Mal echt super war, haben auch dazu beigetragen, das Tempo und den Kopf hoch zu halten. Auf den letzten 10-15 km kamen dann die Krämpfe, aber ich hatte ja mit Muscle Relax vorgesorgt und ich konnte mein Tempo weiter bis ins Ziel halten. Dabei und dadurch haben wir noch eine ganze Reihe Fahrer überholt. Den Zielbogen haben dann Max und ich mit einem Wheelie genommen. Platz 29 und 30. Die Strapaze hat sich gelohnt!

Ich konnte mich erst mal nicht mehr bewegen. Nicht beugen, nicht in die Knie gehen, ich war einfach fertig - aber es hat sich gelohnt, alles aus sich raus zu holen.“

Andreas Schaible, 1. Platz Senioren 1 beim Sebamed Bike Day in Bad Salzig, Kurzstrecke:

„Kurze Zusammenfassung: erste Startreihe, genialer Start wie immer, dann mit der Führungsgruppe schnell vom Feld abgesetzt und zügig unterwegs. Blick nach hinten zeigt: niemand folgt uns, also schon mal ein komfortabler Vorsprung auf das Hauptfeld. Bei km 21 dann ein Streckenp(f)osten, der offensichtlich seine Tageshöchstform noch nicht ganz erreicht hat, denn er schickt uns in die falsche Richtung. Als wir dann an einer nicht gesperrten Hauptstraße ankommen, ist klar: hier läuft gerade was gewaltig falsch. Also wieder zurück, unten kommt jetzt natürlich die Verfolgergruppe rein, alles Young Guns. Nun sind bestimmt zehn Fahrer vor uns, die vorher noch weit weg waren. Nun heißt es engagiert reinhängen, zu verlieren gibt‘s nichts mehr. Mit viel Wut und hohem Krafteinsatz über die Äcker gedrückt und einen nach dem anderen wieder kassiert. In den nächsten Minuten noch ein paar eingesammelt, jetzt hängt in der letzten Abfahrt vorm Ziel nur noch einer vor mir, verliert aber seine Kette und ich bin wieder im Spiel. Um nichts anbrennen zu lassen, dann in den Abfahrten volles Risiko und das Tempo bis auf die Zielgerade gebracht. Nochmal zum Sprint anziehen und: trotz Pech, das Glück ist mit den Tüchtigen: 1. Platz AK / 7. Platz Overall. Sunday funday ;-)“

Runa van Sterkenburg, 1. Platz Gesamt beim Sebamed Bike Day in Bad Salzig, Kurzstrecke:

„Heute ging es nach Bad Salzig zum Sebamed Bikeday, eine meiner Lieblingstrecken. Wie bereits im Vorjahr entschied ich mich, die Kurzstrecke mit 29 km und knapp 750 hm zu fahren. Ich hatte mir erst mal natürlich zum Ziel gesetzt, die Vorjahreszeit zu verbessern. Aber damit nicht genug, ich wollte außerdem die Kurzstrecke bei den Frauen gewinnen. Dass es mir tatsächlich gelingt, daran habe ich ehrlich gesagt etwas gezweifelt. Aber wie heißt es so schön, wenn man etwas wirklich will, dann klappt es auch.

Nun aber dazu, wie das Rennen verlief. Ich startete aus der zweiten Reihe und kam echt gut weg Start. Ich habe gleich am Anfang gemerkt, dass von den Beinen her heute auf jeden Fall was geht. Am langen Anstieg konnte ich ein gutes Tempo finden und fuhr gemeinsam mit der letztlich Zweitplatzierten. Auf den flachen Stücken wechselten wir uns immer ab und arbeiteten uns auf der Strecke immer weiter vor. Als ich den höchsten Punkt erreicht hatte, hieß es nur noch: An den kurzen Anstiegen Zähne zusammen beißen und bergab konzentrieren, damit bis zum Ziel nichts mehr schief geht. In der Abfahrt der letzten Rampe, die nochmal alle Kräfte aus den Beinen zog, konnte ich meine Mitstreiterin noch abhängen. Mit dem Wissen, die Führende auf der Kurzstrecke zu sein, ging es jetzt nur noch die letzte Abfahrt ins Ziel runter. Schon einige Meter vor dem Ziel hatte ich ein Lachen im Gesicht :)

Nach 1:37:50 erreichte ich also sehr, sehr glücklich und überaus zufrieden das Ziel. Mein Ziel, die Kurzstrecke bei den Frauen zu gewinnen, habe ich tatsächlich auch erreicht, trotz der anfangs beschriebenen Zweifel :)

Das Endresultat lautet damit 2x Platz 1 für mich.“

Jos van Sterkenburg, 3. Platz U15 beim Sebamed Bike Day in Bad Salzig, Kurzstrecke:

„Heute fand zum achten Mal der SebaMed Bike Day statt. Ich startete dieses Jahr zum zweiten Mal dort und ging voller Hoffnung auf das Podium ins Rennen. Mal wieder startete ich durch meine altersbeschränkte Auswahl der Strecken auf der 29 Kilometer langen Kurzstrecke. Diese beinhaltete 750 hm. Vom Start kam ich sehr gut weg und konnte mein Tempo konstant fahren. Hin und wieder fuhr ich Teilstücke mit anderen zusammen, mit denen ich mich in der Führungsarbeit abwechselte. Dadurch, dass ich meine Konkurrenten alle kannte, wusste ich jederzeit meine Platzierung. Dass mehr als Platz 3 nicht drin war, war mir schon vor dem Rennen klar, aber diesen hatte ich mir auch als Ziel gesetzt. Als ich das Schild "noch 5 km" sah merkte ich, dass meine Beine noch mal unbedingt schmerzen wollten. Also fuhr ich die Strava Bergwertung hoch, aber ohne viel Erfolg, nach 400 m wollten die Beine dann doch nicht mehr.  Immerhin war ich jetzt  oben und es ging bis ins Ziel nur noch über Trails runter. Als Dritter konnte ich das Rennen beenden, heilfroh, dass es hingehauen hatte. Wie immer gab es mal wieder sehr hochwertige Sachpreise für alle Altersklassen, von denen ich dieses Jahr endlich auch einen hatte. Für mich gab es dann ein Paar Handschuhe, ein Handtuch und einen der berühmten Sebamed Koffer, von denen wir mittlerweile fast zehn habe ;-). Im toMotion Team-Zelt saßen wir dann alle noch ein bisschen beieinander und ließen die Veranstaltung ausklingen.“

Jürgen Wenger, 7. Platz Senioren 1 beim Sebamed Bike Day in Bad Salzig, Kurzstrecke:

„Mit schweren Beinen bin ich nach Boppard angereist. Meine spontane Rennradtour vom Freitag machte sich bereits beim Warmfahren bemerkbar. Vom Start weg konnte ich das Tempo gut mitgehen, mein Augenmerk lag gestern aber auf Durchkommen, denn mein Knie macht, sobald ich richtig Druck auf´s Pedal geben will, immer noch Probleme. Allerdings wollte ich das Rennen in Boppard  unter allen Umständen fahren. Mein Plan war, am Start so gut es geht mitzugehen und nach der Startphase und dem ersten Anstieg dann im Schonmodus durchzukommen. Mit durchschnittlich 250 Watt ging‘s dann den Berg hoch. Irgendwann hielt das Kinetic-Tape nicht mehr so richtig und es fing wieder an zu stechen. Also let´s have fun und genieß die Strecke, dachte ich mir. So habe ich das Rennen als 39 gesamt und AK Platz 7 beendet. Nächste Woche geht‘s endlich zum Arzt.“


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