19.05.2020

Virtuelles Junioren Gesamt-Podium für Niklas Gathof

Die Bundesliga-Rennserie 2020 der German Cycling Association (GCA) ist Geschichte. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Rennen erstmalig ausschließlich virtuell ausgetragen. Fünf Rennen an fünf aufeinanderfolgenden Wochenenden waren zu bestreiten auf Kursen, die großen Rennrad-Klassikern wie Alpe d’Huez, Innsbruck und Harrogate nachempfunden waren. Die Teilnehmer fuhren die virtuellen Zwift-Rennen zwar auf der Rolle in ihren eigenen vier Wänden, hatten aber dieselben Distanzen und Höhenmeter zu bewältigen wie auf den echten Rennstrecken und kämpften dabei erbittert um jede Position. In die Wertung kamen bei diesen Rennen nur die Ergebnisse von Fahrern mit Rennlizenz. Niklas Gathof vom toMotion Nachwuchs Team TNT trat bei der virtuellen GCA-Bundesliga gegen eine rund 300-köpfige Männer-Konkurrenz an, unter ihnen auch einige Teams, die sonst die realen Bundesligarennen fahren. Als drittbester Junioren-Fahrer stellte er sein Talent dabei eindrucksvoll unter Beweis.

Es lief nicht immer rund für den 16-jährigen toMotion-Racer aus Amtzell im Allgäu. Nachdem er sich in den ersten beiden Rennen Platz zwei und drei bei den U19-Fahrern erkämpft hatte, tat er sich am dritten Wochenende schwer. Auf der 28,3 km langen Strecke mit 1086 Höhenmetern und Bergankunft ging Gathof zunächst das hohe Tempo der Spitzengruppe mit. „Zu Beginn des zwölf Kilometer langen Schlussanstiegs mit acht Prozent Steigung waren dann meine Beine leer und ich musste mich den Berg hochkämpfen“, erinnert er sich. So musste er sich bei diesem Rennen mit Platz 161 der Gesamtwertung und dem 24. U19-Rang zufrieden geben.

Das vierte Rennen war mit 53 Kilometern bei nur 166 Höhenmetern sehr schnell, so dass das Feld fast das gesamte Rennen über eng beieinander blieb. Erst kurz vor dem Ziel kam es zu einem Schlusssprint, bei dem sich der toMotion-Nachwuchsfahrer auf Platz 70 rettete. Das hohe Tempo machte auch den anderen Junioren zu schaffen, so dass Niklas Gathof wiederum auf Rang drei seiner Alterskategorie ins Ziel fuhr.

Das Schlussrennen der fünfteiligen Rennserie war dem UCI World Harrogate Circuit von 2019 nachempfunden und hielt ein Sägezahnprofil für die Teilnehmer bereit. Die Steigungen summierten sich dabei auf 732 Höhenmeter, verteilt auf eine Strecke von 41 Kilometern Länge. „Der Kurs spielte mir in die Karten“, verrät der Amtzeller und so setzte er sich in der stetig kleiner werdenden Verfolgergruppe fest, nachdem er am Berg den Anschluss an die 25 Mann starke Spitzengruppe verloren hatte. „Im Zielsprint konnte ich mich gegen meine Konkurrenten durchsetzen und erreichte mit Platz 32 mein bestes Ergebnis bei dieser Rennserie“, berichtet er stolz. Damit konnte sich der 16-Jährige in der Gesamtwertung der Männer über Platz 60 von 150 Teilnehmern freuen. Unter den 24 teilnehmenden Junioren Junioren fuhr Niklas Gathof mit dem dritten Gesamt-Platz aufs virtuelle Podium.


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