20.07.2018

Was ist noch möglich für toMotion bei der Bike Transalp 2018?

Von Val di Sole nach Valle del Chiese hatten die Teilnehmer der Bike Transalp 2018 nochmals eine lange Etappe mit 80 Kilometern und 2800 Höhenmetern zu bewältigen. Max Friedrich und Danièle Troesch behaupteten ihren dritten Platz in der Mixed-Kategorie und machten auf ihre direkten Konkurrenten um Platz drei der Gesamtwertung weitere fünf Minuten gut. Das Duo Gerstmayer/Rothfuß kam auf Rang 14 der Men-Wertung ins Ziel und hat vor der Schlussetappe in der Gesamtwertung einen Rückstand von rund drei Minuten auf Platz 13. Für Marla Krauss und Sven Schmid scheint der 9. Platz der Mixed-Gesamtwertung eine klare Sache zu sein. Sie haben aktuell nach hinten einen Vorsprung von rund 25 Minuten, nach vorne beträgt der Abstand eine knappe Stunde. Simon Hahn und Florian Klapper verloren einander heute nach einem technischen Defekt und kamen mit 20 Minuten Abstand auf Tagesrang 46 ins Ziel. Mit ihrem aktuell 40. Platz im Men-Gesamtklassement haben sie einen Rückstand von rund zehn Minuten auf Platz 39.

„Der letzte Ritt im Meistertrikot!“ begann der noch-amtierende Deutsche Meister im MTB Cross-Country, Max Friedrich vom Lindauer MTB-Team toMotion Racing by black tusk, seinen Rennbericht zur sechsten Etappe der Transalp. Morgen findet die diesjährige Deutsche Meisterschaft ohne Beteiligung des toMotion-Racers statt und so wird Max Friedrich das weiße Trikot ablegen und die Schlussetappe der Transalp wieder im schwarz-cyanfarbenen toMotion-Trikot mit den schwarz-rot-goldenen Bündchen fahren. Er und seine französische Teampartnerin Danièle Troesch waren auf der sechsten Transalp-Etappe wieder gut unterwegs und hatten zeitweise sogar Anschluss an die Gesamt-Zweiten der Mixed-Kategorie. Unterwegs hatten sie nicht nur mit den Anstiegen, sondern auch mit dem Wetter zu kämpfen: gegen Ende der Etappe begann es zu regnen, woraus im Ziel dann ein Wolkenbruch wurde. Doch da hatten die beiden toMotion-Racer ihr drittes Tagespodium in Folge bereits in der Tasche. „Leider haben wir heute auf CBZ ASFALTOS 7C nur knapp fünf Minuten rausfahren können. Sie sind immer noch 14 Minuten vor uns als Dritte im Gesamtklassement. Es wird schwer morgen, aber wir werden wieder kämpfen.“

  

Auch David Gerstmayer und Sven Rothfuß wird auf der Schlussetappe nichts geschenkt. Sie kamen heute nach 4:07:46 Stunden als Vierzehnte ins Ziel, ihr Rückstand auf Platz 13 der Gesamtwertung beträgt aber nur gut zwei Minuten. Läuft das Rennen für die beiden toMotion-Youngster morgen gut, könnten sie sich auf der Etappe von Valle del Chiese nach Arco noch Rang 13 der Men-Gesamtwertung erarbeiten.

  

Marla Krauss und Sven Schmid gelang es, sich auf den ersten elf neutralisierten Kilometern an mehreren Mixed-Teams vorbei zu schieben und gingen dadurch mit einer guten Ausgangsposition in den ersten langen Anstieg, wo sie auch gleich eine Lücke zu den anderen Mixed-Teams reißen konnten. „Die erste Abfahrt nahmen wir schnell, aber sicher“, erinnert sich Marla Krauss. „Der zweite Anstieg wurde schnell zum Trail, und teilweise mussten wir vom Rad und schieben. Es fing an zu regnen, was die Wurzeln und Steine sehr rutschig werden ließ. Sven konnte mich heute erneut viel unterstützen und bergab motivierte er mich auch. So konnten wir wieder den 9. Tagesrang erreichen, unseren neunten Gesamtrang verteidigen und den Vorsprung sogar ausbauen. Wir freuen uns auf die letzte Etappe!“

  

Im Team Simon Hahn/Florian Klapper kam es auf der sechsten Etappe zu einem Missverständnis. Nach einem Defekt an Hahns Bike verloren sie einander an einem langen Berg. Simon Hahn, der Florian Klapper irrtümlicherweise vor sich vermutete, fuhr die Etappe mit viel Druck zuende, kam dadurch jedoch rund 20 Minuten vor seinem Teampartner ins Ziel. Damit wurden die beiden toMotion-Fahrer am Ende auf Tagesrang 46 ihrer Kategorie gewertet, konnten in der Men-Gesamtwertung ihren 40. Rang jedoch halten.

  

Teamchefin Andrea Potratz ist zufrieden mit Tag sechs: „Heute war es nochmal eine längere Etappe. Alle sind sehr gut durchgekommen und konnten ihre starken Leistungen bestätigen. Morgen heißt es nochmals Gas geben, aber trotzdem mit Sicherheit ins Ziel fahren, damit alle gesund und gemeinsam ankommen. Bei dem Gewitter am Schluss hat man mal wieder gesehen, wie wichtig es ist, ein Betreuerteam dabei zu haben, um alle nassen Fahrer schnell ins Hotel bringen zu können.“

Die Schlussetappe der diesjährigen Transalp hat es noch einmal in sich. Sie führt über 60 Kilometer und 2309 Höhenmeter von Valle del Chiese nach Arco. Zwei giftige Anstiege mit jeweils rund 900 Höhenmeter warten auf die Transalp-Teilnehmer und diverse ruppige Abfahrten, die anstrengend werden für Hände und Arme.  Erst wenn die letzten Kilometer auf dem Weg nach Arco überwunden sind, ist die Transalp 2018 wirklich geschafft und die Biker dürfen sich auf das verdiente Bad im Gardasee freuen.

 

Ergebnisübersicht:

Etappe 6 Val di Sole – Valle del Chiese (79,5 km, 2805 hm)

14. Platz Männer   David Gerstmayer / Sven Rothfuß (4:07:46,3) (14. Platz Gesamt)
3. Platz Mixed        Max Friedrich / Danièle Troesch (4:49:47,4) (4. Platz Gesamt)
46. Platz Männer   Florian Klapper / Simon Hahn (5:08:16,6) (40. Platz Gesamt)
9. Platz Mixed        Sven Schmid / Marla Krauss (5:22:17,7) (9. Platz Gesamt)

 

Original-Rennberichte:

Etappe 6:

Danièle Troesch, 3. Platz Mixed (4. Platz Gesamtwertung):

„Heute war die 6. Etappe zwischen Val di Sole und Val del Chiese. Ungefähr 80 km und einige Höhenmeter standen auf dem Programm. Zuerst hat es mit 10 km leicht bergab angefangen. Da wir auf einem Radweg gefahren sind, war es neutralisiert. Es lief viel besser, als ich gedacht hatte. Ich verliere bei sowas immer Zeit, weil so viele Fahrer sich vordrängeln. Aber heute Morgen war es OK. Dann gab es 3 längere Berge, dazwischen eine Schiebepassage und einige Trails. Wir sind wieder als 3. Mixed-Team über die Ziellinie gefahren.
Nur noch eine Etappe und dann können wir in den Gardasee springen! :-)“

Max Friedrich, 3. Platz Mixed (4. Platz Gesamtwertung):

„Der letzte Ritt im Meistertrikot! Und wieder Podium bei der vorletzten Etappe der Bike Transalp.
Heute waren es dann doch wieder harte 80 km und 2.800 Höhenmeter von Val di Sole nach Valle del Chiese.
Leider gab es wieder 12 km Neutralisation, die auch noch bergab auf einem Radweg gingen. Doch die Bedenken waren unbegründet. Wir kamen wieder ohne Zeitverlust auf unsere Konkurrenz in den ersten Berg hinauf zum Campo Carlo Magno. Es lief wieder sehr gut für Danièle und mich und bei der Feedzone bei km 31 hatten wir sogar mal kurz den Anschluss auf Platz 2 mit Andrea und Marc Böttger.
Nach einer fiesen Laufpassage am Passo Pregn da l’Ors kamen dann die ersten Tropfen aus dem Himmel. Doch das war glücklicherweise erst mal ein kurzer Schutt. Ohne Zwischenfälle fuhren wir durch die Wald-Trails. Am letzten langen Asphaltanstieg begann es dann erneut wieder zu regnen. Dieses Mal aber richtig. Das Auf und Ab bis zum Ziel war dann wirklich kein Genuss mehr. Nach dem herzlichen Empfang und die Freude über Platz drei wurde der Regen immer krasser – eher ein Wolkenbruch! Gut, das Sabine Loacker da war und wir mit dem Auto zum Hotel chauffiert wurden.
Leider haben wir heute auf CBZ ASFALTOS 7C nur knapp 5 min rausfahren können. Sie sind immer noch 14 min vor uns als Dritte im GC. Wird schwer morgen, aber wir werden wieder kämpfen.“

Sven Rothfuß, 14. Platz Men (14. Platz Gesamtwertung):

„Erneut starteten wir aus dem Startblock A1. Dann hieß es erst mal in der neutralisierten Zone (11 km lang) den guten Startplatz zu halten. Das Rennen bestand aus drei Anstiegen. Am ersten Anstieg hieß es unser Tempo fahren, am zweiten dann schön Plätze oder Zeit auf die Verfolger gut machen, und am letzten Anstieg hieß es alles geben, was die Beinen hergeben, es war ja auch schließlich die vorletzte Etappe der diesjährigen Transalp. Nach 4 Stunden und 7 Minuten kamen wir dann auf Position 14 ins Ziel. Wir haben gut als Team zusammengehalten und können somit mit unserer Platzierung zufrieden sein.“

Marla Krauss, 9. Platz Mixed (9. Platz Gesamtwertung):

„Die vorletzte Etappe hatte es nochmal in sich, 80 km mit fast 3000 hm waren zu bewältigen. Bei den ersten 11 neutralisierten km versuchten wir an den ersten Mixed-Teams vorbei zu fahren und so eine gute Ausgangslage zu haben. Gleich am ersten Berg konnten wir dann eine Lücke zu den hinter uns platzierten Mixed-Teams reißen. Die erste Abfahrt nahmen wir schnell, aber sicher. Der zweite Anstieg wurde schnell zum Trail, und teilweise mussten wir vom Rad und schieben. Es fing an zu regnen, was die Wurzeln und Steine sehr rutschig werden ließ. Sven konnte mich auch heute viel unterstützen und bergab motivierte er mich auch. So konnten wir wieder den 9. Tagesrang erreichen und unseren neunten Gesamtrang verteidigen und den Vorsprung sogar ausbauen. Wir freuen uns auf die letzte Etappe. Danke wieder an die Betreuer, heute haben wir wieder mal gesehen, wie schön es ist, nicht an der Verpflegung anhalten zu müssen.“

Simon Hahn, 46. Platz Men (40. Platz Gesamtwertung):

„Heute auf der vorletzten  Etappe der Transalp mussten wir nochmal 80 Kilometer und 
3000 hm überwinden.
Die ersten 10 Kilometer Neutralisation waren etwas hektisch, da kamen wir jedoch
noch ganz gut durch. Dann ist es bei uns im Team leider etwas falsch gelaufen. Durch
ein blödes Missverständnis haben wir uns an einem langen Berg verloren. Nach einem
Defekt dachte ich, dass Flo vor mir ist, obwohl er hinter mir war. Daraufhin bin ich das
gesamte Rennen mit relativ viel Druck vorne gefahren, um Flo einzuholen. Grundsätzlich
kamen wir beide ziemlich gut durch, am Ende lagen jedoch etwa 20 Minuten zwischen
uns. Morgen auf der letzten Etappe gilt es dann nochmal  gemeinsam am Gardasee
anzukommen.“

 

Noch einige weitere Fotos von Etappe sechs:

  

  

  


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