25.09.2018

Wieder mehrere Podiumsplatzierungen für toMotion Racing

Die Mountainbike-Rennsaison neigt sich langsam ihrem Ende zu, aber noch haben die Lindauer Mountainbike-Racer im schwarz-cyanfarbenen Dress ihren Rennkalender nicht ganz abgearbeitet. Am vergangenen Wochenende standen Teammitglieder von toMotion Racing by black tusk wieder bei mehreren Rennen auf dem Podium. Dennis Hussner konnte seinen Erfolgen der Vorwoche einen Altersklassen-Sieg beim Woidman MTB-Marathon im bayerischen Thurmansbang hinzufügen. Der TNT-Jungracer Sven Schmid erkämpfte sich beim Marathon der bewegungsWELTEN in Arnstadt Platz drei bei den Junioren, sein Teamkollege Louis Loschonsky wurde beim Hohberg Bike Marathon in Plüderhausen Zweiter. Gabi Scheu freute sich in Plüderhausen auf der Kurzstrecke über Gesamtrang drei bei den Damen.

Nachdem er sich im vergangenen Jahr in Thurmansbang mit Platz vier begnügen musste, hatte Dennis Hussner beim Woidman Marathon noch eine offene Rechnung zu begleichen. Entsprechend motiviert ging er trotz Regen und herbstlichen 10 Grad Celsius ins Rennen. „Viel Teer sahen meine Reifen nicht - der komplette Kurs verlief über Waldboden, viele flowige Trails und böse aufgeweichte Wiesen, dazu ein permanentes Auf und Ab im Cross Country Stil“, beschreibt er die Rennstrecke. Der toMotion-Fahrer hatte in der ersten Rennhälfte viel Spaß und führte das Feld an. Ab Kilometer 50 begann jedoch sein Leidensweg. „Mir ging es hundeelend, dazu kam Unterkühlung am ganzen Körper und die Strecke wurde brutal schwierig. Schalten und bremsen waren fast nicht möglich, denn die Hände waren wie gefrorene Koteletts.“. So quälte er sich die verbliebenen 18 Kilometer bis ins Ziel und musste auf dem Weg noch zwei Plätze abgeben. Belohnt wurden die Anstrengungen am Ende jedoch mit Gesamtrang drei und einem Sieg in seiner Alterskategorie Männer Ü40.

Sven Schmid vom toMotion Nachwuchs Team TNT verbrachte das Wochenende im thüringischen Arnstadt. Bei den „bewegunsWELTEN Mountainbiking“ bestritt er am Samstag sein erstes Enduro-Rennen und nahm am Sonntag dann noch am MTB-Marathon teil. In der Enduro-Disziplin waren einerseits künstliche Hindernisse, Drops und Treppen in der Stadt zu bewältigen, andererseits jedoch auch schöne Trails im Thüringer Wald. „Soweit hat alles gut geklappt und wirklich mega Spaß gemacht“, bewertete der junge toMotion-Fahrer sein erstes Enduro-Rennen überhaupt, bei dem er Rang 10 bei den Herren belegte. Am nächsten Tag stand bei Dauerregen der Marathon an, bei dem die Teilnehmer noch unterwegs entscheiden konnten, welche Streckenlänge sie fahren wollten. Angesichts der Belastungen des Vortags entschied sich Schmid für die 33 Kilometer lange M-Variante und freute sich am Ende über Platz drei bei den Herren. „Die Trails waren ein Traum und gefühlt gingen 80 Prozent über Trails, zehn Prozent über Wiese und Schotter und fast kein Asphalt. Die Strecke ist echt zu empfehlen!“ 

  

Im baden-württembergischen Plüderhausen hatte sein TNT-Teamkollege Louis Loschonsky auf der 44 Kilometer langen Mittelstrecke des Hohberg Bike Marathons ebenfalls mit Regen, Wind und Schlamm zu kämpfen. Nachdem er das Tempo der Spitze nicht mitgehen konnte und zwischenzeitlich etwas zurückfiel, konnte er in der letzten Runde nochmals zwei Plätze gut machen und kam als Zweiter der Kategorie Junioren ins Ziel. In der Gesamtwertung belegte er damit Rang neun. Auf der Kurzstrecke mit 22 Kilometern und 550 Höhenmetern waren gleich drei Fahrer in schwarz-cyan unterwegs. Schnellster toMotion-Racer war der 14-jährige Marcel Scheu, der die Ziellinie nach 1:00:37 Stunden überquerte und sich damit in der stark besetzten U23-Kategorie Platz zehn erkämpfte. „Hätte es eine U17-Wertung gegeben, wäre ich Dritter geworden“, zeigt er sich zufrieden mit seinem Rennergebnis. Eine knappe Minute nach seinem Teamkollegen überquerte Rafael Huber die Ziellinie und verpasste mit Rang vier bei den Herren nur knapp das Podium. Marcels Mutter Gabi Scheu bewältigte die Strecke vier Minuten schneller als im Vorjahr und freute sich über Gesamtrang drei bei den Damen sowie einen Altersklassensieg.

  

Christian Ludewig ist mit seiner Firma ProcyCL Organisator, Ausrichter und Streckenchef der Internationalen MTB-Bundesliga-Rennen in Freudenstadt. Vor heimischem Publikum ließ er es sich nicht nehmen, sowohl das erstmals ausgetragene Short Race, als auch den Cross Country Marathon mitzufahren. Dabei musste er den Belastungen und dem hohen Stresspegel der vorangegangenen Tage Tribut zollen und sich mit hinteren Plätzen zufrieden geben. „Der Spaß war es aber voll wert – auf kommendes Jahr freue ich mich jetzt schon!“, blickt er dennoch zufrieden zurück.

Ergebnisübersicht:

Woidman Marathon, Thurmansbang (68 km, 2100 hm)

1. Platz Ü40                       Dennis Hussner (2:48:56) (3. Platz Gesamt)

 

Bewegungswelten Enduro-Race, Arnstadt

Enduro-Race

10. Platz Herren                 Sven Schmid (00:13:32)

Marathon Runde M (33 km)

3. Platz Herren                  Sven Schmid (1:43:00)

Kombi-Wertung

7. Platz                              Sven Schmid

 

Hohberg Bike Marathon, Plüderhausen

Mittelstrecke (44 km, 1100 hm)

2. Platz Junioren                Louis Loschonsky (1:50:32)

Kurzstrecke (22 km, 550 hm)

1. Platz Seniorinnen          Gabi Scheu (1:19:09) (3. Platz Gesamt)
4. Platz Herren Elite          Rafael Huber (1:01:19)
10. Platz Junioren             Marcel Scheu (1:00:37)

 

Int. MTB-Bundesliga, Freudenstadt (Short Race, Runden à 900 m, 8 hm)

19. Platz Herren Liz          Christian Ludewig (0:28:00) (14 Runden)

Int. MTB-Bundesliga, Freudenstadt (XCM, Runden à 4,1 km, 190 hm)

24. Platz Herren Liz          Christian Ludewig (1:17:00) (5 Runden)

 

Original-Rennberichte:

Dennis Hussner, 1. Platz Herren Ü40 beim Woidman Marathon in Thurmansbang:

„Bei herbstlichen 10 Grad Celsius und Regen stand ich beim diesjährigen Woidman am Start. Nachdem ich im letzten Jahr unglücklich vom Stockerl geschubst wurde, hieß es offene Rechnung begleichen. Die 68er Runde startete zusammen mit der großen Runde, in der die bayerische Marathon Meisterschaft ausgetragen wurde. Das Tempo war entsprechend hoch. Die ersten zwei Kilometer ging es auf Asphalt steil nach oben und dann sofort in den ersten Trail. Viel Teer sahen meine Reifen nicht, der komplette Kurs verlief über Waldboden, viele flowige Trails und böse aufgeweichte Wiesen, dazu ein permanentes Auf und Ab im Cross Country Stil. Wenig Zeit zum Ausruhen. Ich fand schnell meinen Rhythmus und konnte mich in der ersten Rennhälfte kontinuierlich und ohne Schwierigkeiten nach vorne schieben. Noch machte der Kurs trotz Regen viel Spaß. Nach 44 km ging es durch das Zielgelände in die nächste kleinere Runde. Ein Streckenposten informierte mich ungefragt, dass ich der Führende sei, ich konnte es gar nicht glauben. Jetzt hieß es durchhalten, konzentriert fahren und verpflegen. Ab Kilometer 50 begann der Leidensweg. Der Koffein-Booster suchte sich seinen Weg durch Magen und Darm und mir ging es hundeelend. Dazu kamen Durchkühlung am ganzen Körper und die Strecke wurde brutal schwierig. Schalten und bremsen war fast nicht möglich, denn die Hände waren wie gefrorene Koteletts. Ich zählte 18 lange Kilometer auf meinem Garmin zurück und addierte noch zwei Kontrahenten oben drauf, denen ich mich kampflos ergeben musste. Völlig erschöpft erreichte ich das Ziel, errang noch den Klassensieg und gesamt P3.“

Sven Schmid, 10. Platz Herren beim Enduro-Rennen und 3. Platz Herren beim Marathon (Runde M) der Bewegungswelten in Arnstadt:

„Am Samstag stand mein allererstes Enduro-Rennen an. Hatte ich schon lange vor, hat aber nie klappen wollen. Hab mich Mega gefreut zu sehen, wie es so ist und war auch richtig begeistert von der Stimmung und dem Umgang untereinander. 6 Stages waren zu absolvieren und dazwischen mussten ca. 30 km und etwa 1150 hm mit dem Bike zurückgelegt werden. Vor der ersten Stage musste ich noch am Rad schrauben, so dass ich erst mal zu spät gekommen bin, aber hat nichts gemacht, da alle nacheinander mit 30s Abstand starteten. Anstrengender als erwartet war es, mit dem großen Bike zu sprinten und dabei perfekte Fahrtechnik hinzulegen und so weit nach vorn zu schauen wie es geht. Es wurde "auf Sicht gefahren", das heißt die Strecke durfte vorher nicht besichtigt oder abgefahren werden.
Aber soweit hat alles gut geklappt und wirklich Mega Spaß gemacht. Die erste und letzte Stage gingen durch die Stadt über künstliche Hindernisse, Drops und Treppen. Der Rest ging über schöne Trails, die teils technisch, teils flowig waren. Der Untergrund im Thüringer Wald gefällt mir ehrlich gesagt sehr gut. Raus gekommen ist ein 27./132 Platz gesamt und 10/40. bei den Herren. Also bin echt zufrieden fürs erste Enduro Rennen. Und Potential für Verbesserung ist auf jeden Fall noch da.

Am Sonntag hieß es dann beim Marathon an den Start zu gehen. Es hatte schon vor dem Start geregnet und bei 11 Grad und Dauerregen wollte ich dann nicht unbedingt 4 h auf dem Rad sitzen. Wusste auch nicht, wie sich die Beine anfühlen nach dem Endurorennen.
Hatte also vor 33 km zu fahren und wenn ich mich gut fühle, evtl. auf die 54 km zu wechseln. Das war schon eine Besonderheit bei dieser Veranstaltung, denn die Streckenlänge, die man fahren wollte, konnte jeder im Rennen entscheiden. Es gab eine 12 km Startrunde und danach eine 21 km Runde, die dann entweder 1, 2 oder 3x gefahren werden konnte.
Ich konnte am ersten Berg schon gut mithalten und die Beine fühlten sich sehr gut an. Konnte mein Tempo Mega gut fahren und in den Trails nochmal Zeit holen, da ich die Strecke teils schon vom Vortag kannte. Die Trails waren einfach ein Traum und gefühlt gingen 80 Prozent über Trails, 10 Prozent über Wiese und Schotter und fast kein Asphalt. Die Strecke ist echt nur zu empfehlen.  Nach etwa 30 km fühlten sich meine Beine dann doch schon gestresst an durch den Vortag, und nach kurzer Rücksprache mit meinem perfekt informierten Betreuerteam - Platzierung gut - habe ich dann entschieden, nach 33 km durchs Ziel zu fahren. Mit dem 11. gesamt und 3. in der AK  bin ich echt zufrieden. Zusätzlich gab es noch eine Enduro / Marathon Gesamtwertung über alle Altersklassen, Strecken, männlich und weiblich, auch da reichte es für den 7ten Platz.
Also Arnstadt, bis nächstes Jahr!“

Louis Loschonsky, 2. Platz Junioren beim Hohberg Bike Marathon in Plüderhausen, Mittelstrecke:

„Am Sonntag den 23. Sept. ging es in Plüderhausen zum 8. Hohberg-Bikemarathon an den Start. Ich freute mich sehr auf das Rennen, denn es ist eines meiner Lieblingsrennen. Um 10:45 Uhr fiel der Startschuss. Alle Fahrer des Rennens wurden auf die Strecke gelassen und somit begann der Kampf, um vorne an der Spitze mitfahren zu können. Ich konnte leider in der Hälfte der ersten Runde das Tempo der Spitze nicht mithalten, musste mein Tempo reduzieren und meinen 5. Platz an die hinteren Fahrern abgeben. Das Wetter machte mir sehr zu schaffen... Regen, Wind und Matsch. Dennoch konnte in der letzen Runde wieder um 2 Plätze nach vorn fahren. Kam mit Platz 9 Gesamt ins Ziel.“

Rafael Huber, 4. Platz Herren Elite beim Hohberg Bike Marathon in Plüderhausen, Kurzstrecke:

„Ein Rennen mit riesigen Ups und großen Downs. Ich gab ab Start Vollgas, da es nur 22 km Kurzdistanz zu bewältigen galt. Ich befand mich in einer 5er Gruppe zusammen mit Marcel Scheu, doch ich konnte mich dort nicht richtig einfinden. Es hat sich angefühlt, als ob deren Turbo 0,1 Bar mehr Ladedruck macht, das kleine Quäntchen eben! Also ließ ich mit einem weiteren Fahrer der Gruppe etwas abreißen, behielt die anderen jedoch immer in Sichtweite. Etwa auf km 22 konnte ich mich von meinem Mitfahrer absetzen und zur alten Gruppe aufschließen. Ich wunderte mich kurz, woher dieser plötzliche Durchzug kam… Ab diesem Zeitpunkt war der Knoten geplatzt und der Druck auf dem Pedal war wieder zurück. Leider zu spät, zudem regnete es während dem Rennen teilweise stark und so rutschte ich im schnellen Downhill auf einer nassen Wurzel ab. Kein Sturz, aber ein Beinahe-Sturz, der mich Zeit kostete. Ärgerlich! Zeit verloren und die Gruppe auch. Glücklicherweise hatten wir genug Puffer auf die Verfolger herausgefahren, und so konnte ich das Rennen im all-out Modus die letzten km auf Platz 4 der Herren Elite ins Ziel fahren. Das passt, so kann sich die Saison dem Ende zu neigen.“

Gabi Scheu, 1. Platz Seniorinnen beim Hohberg Bike Marathon in Plüderhausen, Kurzstrecke:

„Gestern starteten Marcel und ich wie jedes Jahr beim Hohberg Bikemarathon in Plüderhausen, quasi vor unserer Haustür. Am Start war es windig und regnerisch, aber bei einer Runde ist man ja gleich wieder zurück :-). Meine Beine fühlten sich gut an und ich konnte am ersten Anstieg gleich zwei junge Mädels überholen. Erst mal die total beschlagene Brille wegstecken und weiter ging‘s. Ich wusste schon am Start, dass ich die einzige in meiner AK war, aber ich fuhr trotzdem was ging, um in der Gesamtplatzierung zu punkten. Hinter mir war meine Freundin Julia, ganz ungewohnt, da sie sonst immer vor mir fährt, aber sie hatte ein schweres Fully als Handicap, da ihr Hardtail noch im Umbau ist. Trotz einsetzendem Regen und rutschigen Trails auch bergauf, konnte ich alles prima fahren, bis dann ein sogenannter "Rückeweg" auftauchte, komplett schmierig und schlammig... Bin so gut es ging "durchgesurft", habe aber leider dann doch noch eine Schlammpackung kassiert. Zum Glück nix weiter passiert und weiter ging’s. Inzwischen war es von oben wieder trocken. Von einem Streckenposten erfuhr ich, dass ich an 3. Stelle bei den Frauen lag und das motivierte mich, weiter Gas zu geben. So kam ich als 1. meiner AK und Gesamtdritte ins Ziel, 4 Minuten schneller als im Vorjahr!“

Marcel Scheu, 10. Platz Junioren beim Hohberg Bike Marathon in Plüderhausen, Kurzstrecke:

„Am Sonntag stand ich um 11 Uhr bereit zum Start auf der Kurzstrecke. Ich kam vom Start gleich gut weg und sah nach ein paar km immer noch die Spitze des Feldes. Es fand sich eine Gruppe und es lief richtig gut. Unterwegs fing es an zu schütten und die Gruppe fiel auseinander, nur ein Fahrer von Bikes and Boards und ich blieben übrig, die anderen mussten abreißen lassen. Wir hielten das Tempo weiter hoch, schlossen zu 2 Fahrern auf und pushten uns so gegenseitig hoch. Zu viert kamen wir dann in Richtung Ziel zum letzten Mini-Anstieg, aber leider konnte ich die 3 nicht abhängen und so reihten wir uns im Sekundenabstand in die Trail-Einfahrt zum Ziel ein. Ich war damit 10. meiner AK Junioren U 23 und auf Gesamtplatz 15 von 55 Fahrern. Bei einer U 17-Wertung wäre ich 3. geworden, damit war ich durchaus zufrieden.“

Christian Ludewig, 19. Platz beim Short Race der Internationalen MTB-Bundesliga in Freudenstadt:

„Das erste Short Race (XCC) der Bundesligageschichte. Die Premiere auf dem unteren Marktplatz Freudenstadt. In meiner Heimatstadt durch die Wasserfontänen. Unbeschreiblich der Moment, wenn man da teilnehmen darf, an den eigenen Heimrennen, die man mit organisiert. Natürlich konnte ich nicht die Leistung bringen wie sonst. Durch Organisation und Aufbau war ich gut eingenommen und hatte einen anderen Stresspegel. Somit ging es mir um den Spaß und die Atmosphäre vor heimischem Publikum.
Der Start an sich verlief nicht reibungslos. Links eingeklickt und durch den schnellen, starken Antritt rechts rausgerissen. Erste Kurve, erster Crash anderer Fahrer. Wieder runterbremsen und dann war das Hauptfeld weg. Es ist wie Peloton fahren, einmal das Feld gerissen und der Windschatten weg, ist es extrem schwer durch zu kommen. Dennoch hatte ich Spaß, habe auf die Kürze des Rennens mein Potential aber nicht richtig ausschöpfen können. Mir liegen dann wohl doch längere Distanzen, aber wie geschrieben - der Spaß war es mir voll wert.“

Christian Ludewig, 24. Platz beim XCM der Internationalen MTB-Bundesliga in Freudenstadt:

„Mit das wichtigste Rennen 2018. Mein Heimrennen. Als Organisator, Streckenchef und Ausrichter ist das vor heimischem Publikum natürlich ganz oben auf der Agenda! Morgens habe ich es mir noch überlegt, überhaupt zu starten. Das Pensum der letzten Tage und das Short Race tags zuvor waren doch sehr fordernd. Zumal ich mich am Donnerstag verhoben habe und ziemlich Rückenschmerzen hatte. Doch das galt für mich nicht als Ausrede und ich stand am Start. Die ersten beiden Runden fiel es mir schwer, dann habe ich reingefunden und bin meinen Rhythmus gefahren. Es war nass und der sandige Boden klebte das Bike ziemlich zu. Als vorletzter konnte ich mich gut absetzen zum Hintermann und habe andere Fahrer noch überholt, welche jedoch dann ausgestiegen sind. In der vorletzten Runde passierte dann das Unmögliche wieder. Wie 2017, bei der Premiere, verkantete sich ein Stock in meinem Schaltwerk. Schreiend und wütend im Wald stehend habe ich den Stock raus gemacht und die Kette wieder drauf gefummelt. Marcus Bangert, welcher letzter Fahrer war aktuell, war wieder auf 10 Sekunden ran und ich habe gekämpft, dass ich nicht Letzter werde. In der letzten Runde konnte ich dann meine Wut am Startanstieg rauslassen und mich wieder reinfinden. Am Ende war ich auf dem 24. Rang und hatte wieder einen guten Abstand herausgefahren auf meinen Hintermann. Es war ein toller Kampf und ich trainiere weiter, um da besser zu werden. Mit meiner Leistung bin ich soweit auch voll zufrieden. Es standen 445W NP auf der Uhr und da geht aber noch mehr. Es madert mich etwas, da immer hinterher zu fahren... XCO macht doch riesig Spaß! Das Quälen, die Technikanforderungen und das Format allgemein machen schon Bock :-) Auf kommendes Jahr freue ich mich jetzt schon :D“


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