25.06.2019

Zweimal Podium für Runa van Sterkenburg

Am vergangenen Sonntag versuchte sich die 18-jährige Runa van Sterkenburg vom Lindauer MTB-Team toMotion Racing by black tusk erstmals an der Power-Track-Distanz der Black Forest Ultra Bike in Kirchzarten. Mit Erfolg, denn nach 80 Kilometern und 2230 Höhenmetern stand sie als Zweite der Hauptklasse Damen auf dem Podium. Zwei Wochen zuvor hatte sie beim Laacher See Marathon ebenso wie ihr Bruder Jos in ihrer Alterskategorie den Sieg eingefahren. Danièle Troesch wurde in Kirchzarten auf der 75-Kilometer Marathon-Distanz Dritte bei den Seniorinnen 2, nachdem sie zwei Wochen zuvor beim französischen Raid Vauban einen zweiten Platz erreicht hatte. Bei der L’Ardennes Trophy im belgischen La Reid verpasste Gwenda Rüsing im Zielduell das Podium und wurde mit fünf Sekunden Rückstand Vierte.

Runa van Sterkenburg war mit ihren 18 Jahren die mit Abstand jüngste Teilnehmerin auf der Power Track Distanz des diesjährigen Black Forest Ultra Bike in Kirchzarten. Obwohl es ihr bei diesem Rennen primär darum ging, sich an die längeren Distanzen heranzutasten, quälte sie sich an den langen, steilen Anstiegen mit Erfolg: nach 4:50:56 Stunden rollte sie als Zweite der Hauptklasse Damen und Gesamt-Sechste über die Ziellinie. Auf der mit 75 Kilometern etwas kürzeren Marathon-Distanz belegte ihre Teamkollegin Danièle Troesch nach 3:48:15 Stunden Rang drei ihrer Altersklasse. Am Pfingstsonntag war die 41-jährige Französin im Département Hautes Alpes den Raid Vauban gefahren. Aufgrund des Gewitterrisikos hatte der Veranstalter die Strecke leicht gekürzt, nichtsdestotrotz hatte sie den Teilnehmern mit langen Trailabfahrten und grandiosen Aussichten noch eine Menge zu bieten. Danièle Troesch bewältigte die auf 70 Kilometer verteilten 2800 Höhenmeter in etwas mehr als sechs Stunden und kam als Gesamt-Vierte bzw. Altersklassen-Zweite ins Ziel.

  

Jos van Sterkenburg, der in Kirchzarten altersbedingt nur auf dem 39-Kilometer Short Track starten durfte, hatte es mit einer starken U17-Konkurrenz zu tun und kam in seiner Alterskategorie über Rang 12 nicht hinaus. Mit seiner starken Leistung freute er sich jedoch über Gesamtplatz 32 von mehr als 800 Short-Track-Startern. Zwei Wochen zuvor war der 15-Jährige im rheinland-pfälzischen Nickenich ein überzeugendes Rennen gefahren. Bei dem erstmalig stattfindenden Marathon am Laacher See belegte er auf der Jugend-/Einsteigerstrecke in einem 102 Teilnehmer starken Fahrerfeld den zweiten Gesamtrang und holte sich in der U17-Kategorie überlegen den Sieg.

Anja Knaub wurde beim Super Giro Dolomiti von ihrem neuen Teamkollegen Gregor Hösler begleitet, der die 207 Kilometer und 4200 Höhenmeter auf dem Rennrad erstmalig in Angriff nahm. Beide hatten sich im Vorfeld entschieden, dass Knaub unterwegs keine Unterstützung von ihrem Teamgefährten annehmen würde, und so erkämpfte sich die Münchnerin im Gegensatz zu vielen Konkurrentinnen ihren fünften Platz in der W2-Kategorie ohne männliche Hilfe. Hösler bewältigte die anspruchsvolle Strecke in 7:31 Stunden und scheint Geschmack daran gefunden zu haben: im Verlauf der Saison möchte er weitere Rennen fahren – sowohl auf dem Rennrad, als auch auf dem Mountainbike.

toMotion Nachwuchsfahrer Niklas Gathof startete am vergangenen Samstag beim zweiten Lauf des OMV Cup, der unter dem Namen Rad & Roll als Hindernis-Zeitfahren in Tettnang ausgetragen wurde. Am Ende fehlten dem 15-Jährigen nur 0,9 Sekunden zum Sieg. Am Pfingstsamstag erkämpfte sich der Schüler aus Amtzell beim Harder Night Race in einem starken Fahrerfeld aus Schweizern und Österreichern den fünften Platz der U17-Kategorie.

Beim Canyon Rhein-Hunsrück Marathon in Rhens teilte sich Simon Hahn sein Rennen über 57 Kilometer und 1700 Höhenmeter gut ein. Obwohl er lange Zeit alleine im Wind unterwegs war, hatte er „am Ende noch sehr gut Druck auf dem Pedal und konnte in den letzten 15-20 km noch 7 Plätze gut machen“, wie er berichtet. „Bei sehr guter Konkurrenz hat es diesmal trotzdem „nur“ zu Platz 12 gesamt und Platz 8 in der Elite gereicht. Angesichts meiner Leistungswerten und dem Rennverlauf bin ich mit diesem Ergebnis jedoch ziemlich zufrieden.“

 

Ergebnisübersicht:

Laacher See MTB Marathon, Nickenich

Mittelstrecke (60 km, 1700 hm)

1. Platz AK                         Runa van Sterkenburg (3:14:55) (6. Platz Gesamt)

Kurzstrecke (30 km, 900 hm)

1. Platz AK                         Jos  van Sterkenburg (1:22:36) (2. Platz Gesamt)

 

Super Giro Dolomiti (207 km,  4200 km)

5. Platz W2                        Anja Knaub (7:59:42) (6. Platz Gesamt)
48. Platz M1                      Gregor Hösler (7:31:05)

 

Harder Night Race (Runden à 1,2 km)

5. Platz U17                       Niklas Gathof (18 Runden in 1:05:25)

 

L’Ardennes Trophy, La Reid (45 km, 1400 hm)

4. Platz Gesamt                 Gwenda Rüsing (3:04:34)

 

Raid Vauban, Mont Dauphin (70 km, 2800 hm)

2. Platz AK                         Danièle Troesch (6:07:12) (4. Platz Gesamt)

 

Sellaronda Hero, Wolkenstein (60 km, 3200 hm)

19. Platz AK                       Michael Morgenroth (6:00:21)

 

Ultra Bike, Kirchzarten

Ultra-Distanz (109 km, 3100 hm)

30. Platz Sen1                   Mark Jagenow (5:12:47)
37. Platz Sen3                   Norbert Fischer (5:43:53)
79. Platz HKL Männer         Thore Perske (6:56:53)
190. Platz Sen2                 Maurice Perske (6:56:53)

Power Track (80 km, 2230 hm)

2. Platz HKL Frauen             Runa van Sterkenburg (4:50:56) (6. Platz Gesamt)

Marathon Distanz (75 km, 2134 hm)

3. Platz Sen2                      Danièle Troesch (3:48:15) (9. Platz Gesamt)

Short Track (39 km, 930 hm)

12. Platz U17                     Jos van Sterkenburg (1:32:59)
26. Platz U17                     Marcel Scheu (1:41:06)

 

Canyon Rhein-Hunsrück Marathon, Rhens

Mitteldistanz (57 km, 1700 hm)

8. Platz HKL Herren          Simon Hahn (2:35:00)

 

OMV Cup Rad&Roll (Hindernis-Zeitfahren), Tettnang (10,7 km, 30 hm)

2. Platz AK                      Niklas Gathof (0:20:01)

 

Original-Rennberichte:

Runa van Sterkenburg, 1. Platz AK (6. Platz Gesamt) beim Laacher See MTB Marathon, Mittelstrecke:

„Gestern ging es nach Nickenich, wo der 1. Marathon am Laacher See stattfand. Um mich an die längeren Distanzen, auch vor allem im Hinblick auf die Ultra Bike in 2 Wochen, wo es auf den Power Track (80 km, 2200 hm) geht, heranzutasten, fiel die Entscheidung für die 60 km Strecke am Laacher See.

Start war um 9:45 Uhr, und ich pünktlich um 9:40 Uhr im Startblock. Nach der neutralisierten Startphase sah ich rechts und links von mir die Fahrer förmlich vorbei fliegen. Aber es waren ja immerhin noch knapp 60 km, also erst mal langsam anfangen. Zum warm werden erst mal 200 hm hoch, einer der wenigen gleichmäßigen Anstiege, wie sich später herausstellte. Von da an ging es wellig weiter, immer mal wieder hoch und runter.

Dann irgendwann kam die Stelle, die auf meinem Höhenprofil aussah wie überhängend. Im vorhinein darüber nicht weiter nachgedacht, war diese Darstellung jetzt völlig nachvollziehbar. Um mich herum begannen nahezu alle zu schieben, aber darauf hatte ich zu dem Zeitpunkt gar keine Lust, und so hieß es irgendwie einfach weiter treten und slalomartig um die anderen herumfahren.

Endlich, oben angekommen. Bald darauf, an der 1. Verpflegung, erst mal die Flasche auffüllen. Iso schien mir die bessere Wahl als Wasser, was sich als Fehler herausstellte, als ich sprudeliges ISO-Getränk in meine Flasche wandern sah. Auch das noch. Die Alternative wäre nicht Wasser, sondern Sprudel gewesen, welcher sich an der 2. Verpflegung zu dem Iso gesellte. An dieser Stelle ein Tipp an den Veranstalter: beim nächsten Mal vielleicht besser Getränke ohne Kohlensäure an der Verpflegungsstellen anbieten ;)

Als zum Schluss nochmal der erste Teil vom Anfang der Strecke befahren wurde, trat ein wenig Verwunderung auf, ob das wirklich richtig war. Aber es war, da ich kurze Zeit später auch schon über die Ziellinie fuhr. Mit 3:37 h hieß das am Ende 6. Frau gesamt und 1. in der FHK, leider als einzige.“

Jos van Sterkenburg, 1. Platz AK (2. Platz Gesamt) beim Laacher See MTB Marathon:

„Gestern ging es zum erstmalig stattfindenden Marathon am Laacher See. Nach knapp 2 Stunden Augenpflege im Auto waren wir dann angekommen. Mit noch leicht müden Beinen von Intervallen am Mittwoch gingen wir wie üblich Startnummern und Beutel abholen, um dann die Räder startbereit zu machen. Dann war ich an der Reihe, mich startbereit zu machen und ging für eine gute halbe Stunde auf die Rolle. Bei wirklich klasse Strecken- und Rennbedingungen fiel der Startschuss um 10.45 Uhr. Von dort an ging es neutralisiert eine Straße hoch, die ich schon am Kopfe des Feldes bezwingen konnte. Anschließend hatte sich eine temporäre Spitzengruppe von 8 Mann gebildet. Anschließend hatten wir uns verfahren und waren wieder eins mit dem Feld. Dann hieß es wieder eine neue Lücke zu fahren, die ich mit 4 weiteren Fahrern ausbauen konnte. Nach wenigen Kilometern musste der erste reißen lassen und wir fuhren zu viert weiter. Auf halber Strecke ließen wir aufgrund eines Schleichers einen weiteren Fahrer zurück. An einem der vielen Schotterberge konnte einer unseres Trios einen kleinen Vorsprung rausfahren, den ich und mein Hintermann versuchten zuzufahren, aber nicht erfolgreich schafften. Wenige Kilometer vor dem Ziel schlossen wir auf eine in etwa gleich schnelle Gruppe der 45 km Strecke auf, die wir dann zerrissen und zwei Fahrer zu unserer dazugewannen. In dieser Konstellation fuhren wir dann bis ins Ziel, wobei ich den Zielsprint unter uns vier gewinnen konnte. Schlussendlich konnte ich meine Altersklasse gewinnen und ebenso den 2. Platz unter allen 102 Fahrern belegen. Langsam komme ich dem Gesamtsieg immer näher ;).“

Niklas Gathof, 5. Platz U17 beim Harder Night Race:

„Am Samstag, den 08.06.2019 startete ich beim Harder Night Race in Hard am Bodensee. Die Rennstrecke verlief in einem Stadtpark und es wurden künstliche Hindernisse aufgebaut. Um 20:00 Uhr startete die U17m im Hauptrennen mit bekannten Profis wie Daniel Federspiel und Thomas Litscher. Auf der 1,2 km langen Strecke im Stadtpark wurden 1 Std + 1 Runde gefahren, wobei ich 18 Runden absolvierte und in der U17 den 5. Platz bei einem starken Fahrerfeld aus Schweizern und Österreichern belegte. Top XCO Worldcup Fahrer Thomas Litscher absolvierte nur 3 Runden mehr als ich.“

Dennis Hussner, Gesamt-Rang 24 Sportklasse 3 bei der Alpentour Trophy:

„Nach dem vorzeitigem Aus nach der zweiten Etappe der Alpentour Trophy 2018, hieß es dieses Jahr mindestens, die Vier-Tage-Rundfahrt zu beenden.

Die ersten beiden Etappen schreiben sich fast identisch, nur dass die erste Etappe am Donnerstag die Königsetappe war. Obwohl ich an beiden Tagen recht zeitnah zum Start rollte, ging es immer aus der letzten Startreihe ins Rennen. Frühaufsteher waren da schon eine Stunde vor Start da, Einrollen war zweitrangig. Bei Kaiserwetter ging es in die neutralisierte Phase, chaotisch war noch schmeichelhaft für das, was so einige Mitstreiter auf ihren Bikes veranstalteten. Einzelheiten werde ich an dieser Stelle auslassen. Von hinten pflügte ich quasi durchs Feld, oftmals nicht so einfach, da beide Etappen gespickt waren mit vielen langen Wurzeltrails und langen, steilen Rampen, die mir und meinem Hardtail zusetzten. Mein Rücken dankte es mit Schmerzen.

Bei Etappe drei verzichtete ich auf „längeres“ Einrollen und war prompt ein paar Meter weiter vorn im Startblock. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon einen Schritt weiter als im Jahr 2018, und somit nahm ich es einfach etwas lockerer. Irgendwie kam ich in den Flow, den ich die ersten beiden Tage so vermisst hatte, und die Etappe war einfach einfacher und schneller. 

Am Tag vier ging es ans Einzelzeitfahren auf die Schafalm Planai, eine Premiere für mich. Umso aufgeregter war ich vorm Start. Fokussiert nahm ich den Trail nach oben in Angriff, und prompt war ich nach 800(!!!) Metern durch. Warum um alles in der Welt nimmt man so einen Blödsinn in Kauf und fährt einen Trail bergauf, den Downhiller geschmeidig bergab fahren? Solche Gedanken sind noch harmlos. Nach endlosen 74 Minuten, circa 10 km und knapp 1200 hm ging diese Qual über Wurzeln, Geröll, Schlamm, Schneefeldern endlich vorüber. Platzierung? Nebensache! Finisher 2019!

Kurz zu den Fakten:  4 Tage, 200 km, ca. 9000 hm. Gestartet in der Sportklasse 3 (stärkste Klasse mit 93 Fahrern, 70 Finisher). Tagesrang 23./29./19./38. Gesamt 24.

Leider konnte ich meine Platzierungen von den ersten beiden Etappen aus dem Vorjahr nicht erreichen bzw toppen, die Finisher-Plakette gehört trotzdem mir. 1000 Dank an meine bessere Hälfte Petra, die mich wie immer bestens betreut hat. Und Thomas, der Mann für Körper und Geist, gute Arbeit!“

  

Anja Knaub, 5. Platz AK (6. Platz Gesamt) beim Super Giro Dolomiti:

„Ich bin am Sonntag in Lienz beim SuperGiroDolomit gestartet. Etwas verkürzte Strecken, weil Straßen wegen des Winters nicht mehr rechtzeitig repariert werden konnten. Deshalb 210 statt 230 km und 4500 HM statt 5300 HM. Ich wurde 5. in AK und 6. Gesamt in 7.59 h.

Aufgrund der Länge des Rennens und weil ich eher immer nach 1 h Stunde auf Betrieb komme, habe ich mich entschlossen, mein Tempo zu fahren. Deshalb habe ich auch dann nach dem Plöckenpass die Gruppen ziehen lassen und bin mein Tempo gefahren. Leider bedeutete dies auch, dass ich die restlichen 5,5 h alleine fuhr und keinen  Windschatten genießen konnte. Ich habe zunehmend Teilnehmer auffahren können, aber ich konnte dann von diesen keine Unterstützung erwarten. Die Frauen haben ja fast alle Ihre Männer an Ihrer Seite, die sie verpflegen und ihnen Windschatten gewähren. Dazu ist aber alles gesagt und man muss das wohl so hinnehmen, oder es einfach sein lassen, wenn man auf Platzierung fahren möchte.

So fehlten auf den 3. Platz 10 Minuten, die ich im Grunde auf die Länge der Distanz mit männlicher Unterstützung locker geschafft hätte. Aber es nützt ja nicht. Am Ende bleibt das Gefühl, einen super, sonnigen Tag in den Dolomiten gehabt zu haben und der Stolz, alleine eine sehr gute Leistung vollbracht zu haben.“

Gregor Hösler, 146. Platz Gesamt beim Super Giro Dolomiti:

„Den Supergirodolomiti habe ich überlebt. Auch wenn es laut Netz die kastrierte Strecke war, 206 km und 4190 Hm waren es trotzdem...

Bissl was falsch gemacht, viel richtig gemacht. Erstes Rennen, Adrenalin, Nervenbündel und anfangs leider zu sehr mit mir selbst beschäftig, um Anja helfen zu können. Die oft gesehene Kombination aus Kapitänin und männlichem Flaschenträger und Windfang empfanden wir beide als sportlich mindestens fragwürdig... wie dem auch sei. Geschafft. Platz 146 von 426 Gemeldeten in unter 8 h Fahrzeit.

Wenn alles gut geht, fahre ich am 8. September den Kufsteiner Radmarathon.“

Danièle Troesch, 2. Platz AK beim Raid Vauban, Mont Dauphin:

„Am Sonntag den 9. Juni fand der Raid Vauban statt. Es ist ein MTB Marathon, der in Südfrankreich stattfindet, in der Nähe von Briançon. Ich habe mich über dieses Event sehr gefreut, weil es mein erstes MTB Rennen dieser Saison war.  Abgesehen vom Mediterranean Epic im Februar war ich meistens mit meinem Rennrad unterwegs und habe an verschiedenen Rennrad Marathons teilgenommen. Raid Vauban ist ein besonderer Marathon: es gibt mehr Höhenmeter bergab als Bergauf, und das meistens auf Trails.

Start war um 7 Uhr 30. Es hatte in der Nacht vorher geregnet, und das Gewitterrisiko war groß. Deswegen hat der Veranstalter entschieden, die Strecke ein bisschen abzukürzen. Im Gebirge kann Gewitter leider gefährlich sein, und wir sollten zwischen 1500 und 2500 hm fahren.

Wir sind  auf der Straße losgefahren. Es ging erst leicht bergauf und dann sollten wir links abbiegen. Erste steile Rampe, ein flaches Stück auf Schotter und dann weiter auf einem Trail. Obwohl es in der Nacht geregnet hatte, war der Untergrund ganz trocken, weil wir zwischen Tannen waren. Erster Trail bergab: Kurven, Wurzeln... es hat mega Spaß gemacht. Musste aber leider kurz vor dem Trail anhalten, weil sich was in der Kette verklemmt hatte. Und schon war eine Fahrerin an mich vorbei. Nach dieser ersten Abfahrt kam eine längere Steigung, zuerst auf Schotter und dann Trail bis auf den Col Fromage (Höhe 2360). Von dort ging es mit der zweiten Abfahrt weiter: 1200 Höhenmeter bergab, nur auf Trail... so geil! Unten habe ich erfahren, dass ich immer noch dritte Frau war, mit ungefähr 10 Minuten Rückstand auf die erste. Es ging weiter auf einer schmalen Straße, bergauf: 3 km mit 28 Kurven, bis in ein ganz kleines Dorf, wo wir auf einem Trail weitergefahren sind. Dann kam eine Trage- bzw. teilweise Schiebepassage bis auf den Col Garnier (Höhe 2279 m). Da habe ich mehrmals gemeckert... und auch Zeit verloren!!! Noch dazu kam das Gewitter. Anhalten, schnell Regenjacke anziehen. Ich habe nur die Daumen gedrückt, dass das Gewitter am Pass aufhört und dass ich die zweitlängste Abfahrt ohne Stress genießen kann. Und so war es auch. Auf dem Pass konnte ich Regenjacke ausziehen und die 700 Höhenmeter Abfahrt genießen. Da wir meistens auf Steinen, Sand und im Tannenwald gefahren sind, gab es keinen Schlamm und der Trail war gut fahrbar. Es gab viele, viele, zu viele Kurven :-)  An der letzte Verpflegung musste ich anhalten, weil meine Flasche kaputt war, und der Camelback ausgetrunken. Die letzte Steigung, ungefähr 10 km vor dem Ziel, hat noch ein paar Körner gekostet. Aber es hat sich gelohnt, denn der erste Trail hatte noch was in sich: Steine, eine enge Passage am Felsen entlang, 2 Tragepassagen aus Sicherheitsgründen, weil es auf der Seite steil runter ging. Ich bin als 4. Dame ins Ziel angekommen nach ungefähr 6 Stunden.

Ich hatte wirklich sehr viel Spaß. Abfahrten und Aussichten sind einfach wunderbar. Wir waren teilweise im Nationalpark vom Queyras. Ich bin dort schon einige MTB Runden gefahren und ich mag die Gegend. Ich war ein bisschen enttäuscht, dass der Veranstalter die Strecke geändert hatte. Lange Tragepassage mag ich nicht. Aber bei dem Wetter muss man wirklich vorsichtig sein. Mit meinem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden, aber ich wusste, dass es nicht viel besser sein konnte. Ich hatte einige kleine Gesundheitsprobleme die letzte Woche. Aber bessere Tage kommen noch, und solange man trotzdem Spaß hat, ist es auch in Ordnung.“

Michael Morgenroth, 19. Platz AK beim Sellaronda Hero in Wolkenstein:

„Meine 3. Teilnahme beim "härtesten Mountainbikerennen auf Erden" und zum 1. Mal die Kurzdistanz, wobei die Anstiege und Abfahrten trotzdem sehr hart sind und nicht vergeichbar mit Rennen in unserer Region. Bei der Veranstaltung ist ein Riesen-Hype, die ganze Region ist „aus dem Häuschen" und alles dreht sich um den HERO, deswegen schon eine besondere Atmosphäre mit Gänzehaut-Feeling.

Für mich lief das Rennen sehr gut, mit wenig Schiebepassagen, und es machte Spaß von Anfang und vor allem auch bis zum Ende. Somit bin ich mit dem 19. Platz AK auch sehr zufrieden.

Mal schauen ob noch eine 4. Teilnahme dazu kommt!“

Mark Jagenow, 30. Platz AK beim Ultra Bike in Kirchzarten, Ultra-Distanz:

„Das heutige Rennen beim Ultra Bike ging schon um 7 Uhr los. Diesmal sollte es auch wieder die Ultra Distanz werden. Eigentlich nur, um die 5-Stunden-Marke zu knacken. Was mir aber leider nicht gelang! Aber jetzt mal von vorne. Start und die ersten 30 km liefen sehr gut. Bin gut in Schwung gekommen. Ab Kilometer 35/40 wurde das Terrain eher wellig. Ich war in einer Gruppe, die zur Teamwertung gestartet sind (6 Fahrer). Am Berg waren einige von denen schwach. Aber dafür machten die in der Ebene und im welligen Terrain richtig Druck, Tempoverschärfungen etc. Genau mein Geschmack, dachte ich (ironisch). Nach einer Stunde, so bei km 60, war dann die Luft draußen. Leichte Bauchschmerzen, und die Beine wollten nicht mehr so ganz wie ich. Ich nahm Tempo raus und fuhr in meiner Welt. Puls bekam ich nicht höher als 150. Am letzen längeren Anstieg (Alpe de Fiddlibrugg), hinauf auf den Notschrei, ging es wieder einigermaßen.

Resümee: nicht ganz zufrieden mit der Zeit und der Platzierung.“

Norbert Fischer, 37. Platz AK beim Ultra Bike in Kirchzarten, Ultra-Distanz:

„Bei tollem MTB-Wetter fiel der Startschuß in Kirchzarten wieder recht früh (7:00 Uhr), dafür ist man natürlich auch wieder zeitig im Ziel :-)  Mein gutes Gefühl von Bad Wildbad sollte sich bestätigen. Mit einer kontrollierten Fahrt ging es mir bis zum Schluss recht gut und die Anstiege fühlten sich nicht ganz so eklig an. Trotzdem zwickte bei km 50 die Wade und dann bei 100 km auch noch der Oberschenkel. Beides bekam ich sehr gut in den Griff und war im Ziel über meine bislang beste Zeit in Kirchzarten recht zufrieden. Die Form stimmt ;-)“

Thore und Maurice Perske, 79. Platz AK beim Ultra Bike in Kirchzarten, Ultra-Distanz:

„Diesen Sonntag stand der Bike Marathon in Kirchzarten auf dem Programm. Und wie schon in den vergangenen drei Jahren nutzten wir das lange Wochenende für einen Ausflug in den Schwarzwald. Maurice und ich hatten uns für die Langdistanz, als letzten Test vor dem Transalp, entschieden. Das Wetter war gut und die Stimmung wie jedes Jahr super, so konnten wir die Strecke genießen. Das Rennen lief gut und wir konnten unser vorgenommenes Tempo locker fahren. Im Ziel angekommen waren wir froh, nach Heubach und Emmelshausen ein Rennen Regen- bzw. Schlammfrei und fast defektfrei beendet zu haben. Jetzt freuen wir uns auf die Bike Transalp, bei der es in drei Wochen an den Start geht.“

Runa van Sterkenburg, 2. Platz AK beim Ultra Bike in Kirchzarten, Power Track:

„Dieses Wochenende war es wieder soweit, die Ultra Bike in Kirchzarten stand an. Bereits letztes Jahr fiel die Entscheidung, dieses Jahr den Power Track in Angriff zu nehmen. So ging es dann also 80 km und 2230 hm bei bestem Wetter durch den Schwarzwald.

Um 8:45 ging es in Hinterzarten los, direkt eine steile Rampe zum Warmwerden. Heute standen Zeit und Platzierung eher im Hintergrund, es ging vielmehr darum, gut durchzukommen und ein Gefühl für die längeren Strecken zu bekommen. Die ersten 2 Stunden gingen richtig schnell herum, obwohl die Anstiege nicht wie erwartet moderat und länger waren, sondern steil und trotzdem lang.

Ungefähr nach der Hälfte der Strecke gingen die Kilometer und die Zeit gefühlt nur noch in Zeitlupe voran und es drängte sich die Frage "Warum tue ich mir das nochmal an" auf. Inzwischen bewegten wir uns schon auf die Alpe de Fiddlebrug zu, wo wieder eine super Stimmung herrschte, was diesen Teil des Anstiegs zumindest kurzzeitig erträglicher macht. Oben angekommen, folgte ein "welliges" Profil. Die Anstiege kamen mir ab jetzt steiler und länger vor, als sie eigentlich waren, aber es waren ja nur noch ca. 15 km bis es nur noch runter geht. Nach einer Abfahrt, als es wieder bergauf ging, sprach ein Fahrer aus, was alle dachten: "Es war doch grade so schön".

Vor dem vorletzten Anstieg erkannte ich bei einem Blick auf meinen Garmin, dass es möglich ist, unter 5 Stunden zu fahren, also ab jetzt nochmal alles geben. Bergab war das gar kein Problem. Aber der letzte Anstieg war doch irgendwie länger als in meinen Erinnerungen vom letzten Jahr… Endlich unten angekommen, galt es nur noch ein paar Kurven um den Campingplatz, über 2 Überführungen und schließlich durchs Stadion zu fahren. 4:50:56 und endlich im Ziel.

Wie schon gesagt, ging es mir gar nicht um die Platzierung, aber es ist doch umso schöner, wenn trotzdem eine gute dabei raus kommt. Platz 2 in der FHK und 6. Frau gesamt als jüngste Teilnehmerin auf dem Power Track stimmt einen am Ende sehr zufrieden.“

Danièle Troesch, 3. Platz AK beim Ultra Bike in Kirchzarten, Marathon Distanz:

„Am Sonntag fand der Ultra Bike Black Forest in Kirchzarten statt. Diese Veranstaltung bietet mehrere Strecken an. Dieses Jahr habe ich mich für die Marathon Strecke entschieden. Mehr als 80 Fahrerinnen hatten sich auf dieser Strecke angemeldet. Das fand ich einfach toll! Die Stimmung ist auch großartig in Kirchzarten. Start war um 7 Uhr 45, und das bei ganz angenehmen Temperaturen. Es ging zuerst mal flach los, während ein paar Kilometern. Ich konnte im Windschatten der Männer fahren, da sie nicht zu schnell unterwegs waren. Dann ging es hoch. Beim ersten Berg war ich mit einer anderen Fahrerin unterwegs. Als wir dann auf Schotter runter gefahren sind, habe ich sie verloren. Anschließend war ich in einer Männergruppe und wir haben manche Fahrer, die vor uns gestartet waren, überholt. Ich war nicht dicht am Hinterrad, und die Gruppe war gleich weg. Ich habe versucht wieder daran zu kommen, aber keine Chance. Blöd...

Von Hinterzarten aus war die Strecke dann ein bisschen anders als früher. Kein Blick auf den Titisee dieses Jahr, aber dafür gab es einen schönen Blick auf die Adlerschanzen und ein paar Höhenmeter mehr. Die verschiedenen Strecken haben sich später getrennt. Aber inzwischen wusste ich nicht mehr, auf welche Platz ich war. Einfach weiter fahren. Zum Schluss bin ich als 9. Dame ins Ziel gekommen und 3. meiner Altersklasse. Obwohl es kein Podium ist, war ich trotzdem nicht enttäuscht. Auf diese Strecke muss man richtig kräftig in die Pedale treten. Ich habe das Gefühl, dass mir ein bisschen Kraft dafür fehlt.“

Jos van Sterkenburg, 1. Platz AK beim Ultra Bike in Kirchzarten, Short Track:

„Ultra Bike 2019 - Short Track

Nach dem noch vergleichsweise kühlen Freitag & Samstag in Kirchzarten bin ich sonntags bei knackigen 30 °C altersbedingt leider erneut "nur" den Short Track mit 38 km und guten 930 hm gefahren. Schon mit leicht müden Beinen nach der Vorbelastung am Start gestanden und mit der Hitze zu kämpfen gehabt. Die ersten 40 min ziemlich gequält und dann letztendlich aber den Schalter noch umgelegt bekommen.

Ab dann ging‘s wieder gut voran und ich konnte noch einige Plätze gut machen, nach 1:32 im Ziel angekommen. Zwar nicht das Ergebnis, mit dem ich gerechnet hatte, trotzdem noch einigermaßen zufriedenstellend. 12. meiner Altersklasse und 32. von über 800 Startern. Nächstes Jahr gibt‘s dann einen Angriff auf einer längeren Strecke!“

Marcel Scheu, 26. Platz AK beim Ultra Bike in Kirchzarten, Short Track:

„Mit Rest-Schnupfen und  einer schlecht geschlafenen Nacht im Zelt ging ich aus dem Lizenzblock an den Start. Nach dem Start direkt vor mir ein Sturz, musste abbremsen und hab gleich mal Zeit verloren… Eigentlich hatte ich mir heute viel vorgenommen, um eine um einiges schnellere Zeit als letztes Jahr zu fahren, aber leider merkte ich gleich, dass während dem Rennen nicht so viel ging bei mir. Konnte mich nicht ausbelasten, was ich nachher an meinen Watt-  und Pulswerten gesehen habe. Ab und zu fand ich eine passende Gruppe, mit einer aus 3 Fahrern meiner AK konnte ich dann bis zum Ziel fahren. Auf den letzten 10 km kam es innerhalb der Gruppe dann vor lauter Eifer fast noch mit der führenden Fahrerin des Shorttracks zum Sturz, aber zum Glück ist nichts passiert und wir konnten sie noch kurz vor dem Ziel überholen. Meine Zeit vom Vorjahr konnte ich um 5 Minuten verbessern, wurde allerdings wieder 26. meiner AK, wie im Vorjahr. „War halt noch nicht richtig fit nach meiner Erkältung.“

Simon Hahn, 8. Platz AK beim Canyon Rhein-Hunsrück Marathon in Rhens, Mitteldistanz:

„Am Sonntag startete ich nach einer unfreiwilligen Rennpause in der Vorwoche durch einen Rahmenbruch wieder beim nächsten Rennen, diesmal direkt um die Ecke, beim Canyon Rhein Hunsrück MTB Marathon. Nachdem ich im Rahmen der Vorbelastung am Samstag schon meine Startunterlagen geholt hatte, ging es sonntags top motiviert und mit einem guten Gefühl zum Rennen auf die Mitteldistanz mit 57 km und 1700 hm. In den Weinbergstrails um Rhens war es ziemlich heiß, trotzdem konnte ich mich gut verpflegen und hatte dementsprechend diesmal keine Probleme mit der Wetter.  Am ersten langen Berg hielt ich mich in der Spitzengruppe auf, entschied mich dann jedoch nach ca. 9 km, mein eigenes Tempo zu fahren und etwas raus zu nehmen. Danach war ich ziemlich lange alleine  unterwegs. So gab es zwar keinen Windschatten, aber diese Situation war gar nicht so schlecht, da ich mich gut an mein Tempo halten konnte.  Deshalb hatte ich auch am Ende noch sehr gut Druck auf dem Pedal und konnte in den letzten 15-20 km noch 7 Plätze einholen.  Bei sehr guter Konkurrenz hat es diesmal trotzdem „nur“´ zu Platz 12 gesamt und Platz 8 in der Elite gereicht. Bei den Leistungswerten und dem Rennverlauf bin ich mit diesem Ergebnis jedoch ziemlich zufrieden.                                                                                                                                                                                                                                                 Nächste Woche geht es schon beim Marathon am Rursee weiter. Die Form stimmt und ich freue mich jetzt schon aufs Rennen...“

Niklas Gathof, 2. Platz AK beim OMV Cup Rad & Roll (Hindernis-Zeitfahren) in Tettnang:

„Am Samstag, den 22.06.2019 startete ich beim Rad&Roll in Tettnang. Es war das zweite Rennen des OMV-Cups. Es wurde im 1 min-Abstand gestartet und war somit ein Zeitfahren. Die Strecke verlief weitestgehend auf der Straße, wobei sechs MTB-Hindernisse aufgebaut wurden. Ich wusste, dass ich gut im Rennen bin und um den Sieg fahren kann. Am Ende fehlten unglücklicherweise 0,9 sek für den Sieg.“

 

 


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